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Brandenburg Die GSG 9 bekommt Verstärkung
Brandenburg Die GSG 9 bekommt Verstärkung
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19:39 16.12.2015
Gut gerüstet: ein Kämpfer der BFE+ gestern in Blumberg. Quelle: dpa
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Blumberg

Die ersten 50 Beamten der neuen Anti-Terror-Einheit BFE+ der Bundespolizei haben am Mittwoch in Blumberg (Barnim) ihren Dienst angetreten. Die Einheit soll künftig zur Unterstützung der Bereitschaftspolizei und der GSG 9 bei Terroranschlägen zum Einsatz kommen. Ihre Aufstellung ist eine Reaktion auf sich verändernde Anschlagsszenarien. Waren Anschläge früher räumlich und zeitlich relativ begrenzt, mehrten sich zuletzt koordinierte Kommandoaktionen, bei denen die Angreifer Bombenanschläge, Angriffe mit Schusswaffen und Massengeiselnahmen kombinierten. Diese können sich tagelang hinziehen und ganze Städte lahmlegen. In Russland nahmen Terroristen-Kommandos schon 2002 sowie 2004 in einem Moskauer Theater und einer Schule in Beslan tagelang Hunderte Geiseln. Jüngere Beispiele sind die Anschläge in Paris im vergangenen Monat sowie die Ereignisse rund um den Angriff auf die französische Satirezeitschrift „Charlie Hebdo“ in der französischen Hauptstadt.

Neue Einheit soll anderen Spezialkräften den Rücken freihalten

Die Struktur der Anschläge und die anschließenden Vorfälle in Paris zu Beginn des Jahres haben uns gelehrt, dass wir die Bundespolizei mit den neuen Einheiten der BFE+ um ein entscheidendes neues Element ergänzen müssen, um besser gerüstet zu sein im Kampf gegen den Terror“, erklärte Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) bei der Vorstellung der neuen Einheit in Blumberg. Die BFE+-Einheiten sollen „die Reaktions- und Durchhaltefähigkeit“ der Bundespolizei im Falle eines Anschlags erhöhen und die Spezialeinheiten entlasten. „Diese Einheit kann schützen, diese Einheit kann fahnden, und diese Einheit kann entschlossen handeln – dadurch hält sie der GSG 9 den Rücken frei für Geiselbefreiungen und andere robuste Lagen“, sagte der Präsident des Bundespolizeipräsidiums, Dieter Romann.

Die Truppe wird nicht völlig neu aufgestellt, sondern soll aus den bereits bestehenden „Beweissicherungs- und Festnahmeeinheiten“ (BFE) der Bundespolizei hervorgehen und an diese angegliedert werden. Daher der Name BFE+. Schrittweise soll die Einheit auf eine Stärke von 250 an mehreren Standorten anwachsen.

Von Jutta Schütz

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