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Die Lieblingsbücher der MAZ-Leser

Welttag des Buches 2017 Die Lieblingsbücher der MAZ-Leser

MAZ-Aktion zum Welttag des Buches: Wir wollten wissen, was die Brandenburger am liebsten lesen und haben Gutscheine und Bücher verlost. Die Gewinner stehen nun fest. Hier die bewegenden und begeisternden Empfehlungen der Brandenburger.

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Quelle: dpa-Zentralbild

Potsdam.  Die Gewinner der MAZ-Aktion zum Welttag des Buches stehen fest Der 70-Euro-Gutschein für „Hugendubel“ geht an Katja Kutzner . Den 40-Euro-Gutschein für „Das Internationale Buch“ in Potsdam gewinnt Sylvio Lasner . Jeweils ein Buch aus dem Rowohlt-Verlag geht an Nancy Webers, Alexandra Handke, Simone Ludwig, Andrea Vielhaber, Jutta Konetzky und Raimund Weiland .

Herzlichen Glückwunsch allen Gewinnern! Die Preise werden auf dem Postweg zugesandt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Und herzlichen Dank allen, die sich beteiligt haben!

Das lesen die Brandenburger

Janine Mating (34), Angestellte aus Potsdam:

„Ich lese Julia Engelmann - egal welches Buch! Weil sie Menschen aus der Seele spricht und ihre Texte oft sehr passend sind Kurze Texte... gut für unterwegs oder zum Nebenbeilesen.“

Sylvio Lasner (35), Pfleger aus Potsdam:

„Zur Zeit lese ich die  Biografie von Bud Spencer. Da sind Stellen dabei, da muss man richtig lachen. Wie er seinen Freund Terence Hill kennengelernt hat, hätte ich sehr gern live gesehen. Seiner Frau hat er alles von den Lippen abgelesen bis ins hohe Alter. Einige Filme waren so blöd, meinte er, da haben die Schauspieler in verschiedenen Sprachen gesprochen, und keiner wusste so recht, was der andere sagt. Solche Szenen merkt man sich gerne.“

Bud Spencer

Bud Spencer.

Quelle: dpa

Nancy Webers (36), kaufmännische Angestellte aus Potsdam:

„’Das Buch der Unruhe’ von Fernando Pessoa. Es ist ein Meisterwerk, das leider, wie so oft, erst nach dem Tod des Autors bekannt wurde. In keinem inhaltlichen Zusammenhang geschrieben, kann man dieses Buch in der Mitte oder am Ende beginnen und im Leben und am Leiden des Buchhalters Bernardo Soares abtauchen. Es ist meine persönliche Bibel, tiefgründige Gedanken, die das Leben hinterfragen - und man kann sich und seine eigenen Gedanken allzu oft wiederfinden. Geht direkt in Herz und Kopf - denn ohne sich selbst Gedanken zu machen, wird es nichts mit dem Lesen. Ich liebe es und würde es jedem Literaturfreund empfehlen.“

Mandy Wunderlich (34), Angestellte aus Neustadt/Dosse:

„Meine Lieblingsbücher schreibt die wundervolle Kerstin Gier. ‚Für jede Lösung ein Problem’ wurde sogar vom ZDF verfilmt. Diese humorvolle Art, über Alltägliches zu schreiben, finde ich witzig und sehr unterhaltsam. Kerstin Gier begeistert mich immer wieder - auch neu. Als Schriftstellerin zum Anfassen. Somit bin ich sogar im Besitz eines handsignierten Werkes samt persönlicher Widmung. Neugierig macht mich im Anschluss die Umsetzung zum Film. Am Ende des Tages sage ich mir aber immer wieder: Das Buch ist tausendmal schöner.“

Beatrix Ebert (50), Diplom-Mathematikerin aus Bad Belzig:

„Als Vielleser finde ich es unmöglich, ein Lieblingsbuch zu benennen. Jedes Buch hat seine Zeit. Am meisten mag ich die Bücher von Terry Pratchett in der unnachahmlichen Verbindung von Philosophie und Humor. Das letzte Buch, das mich beim Lesen berührt und zum Nachdenken angeregt hat, war ‚Unterleuten’ von Juli Zeh.“

Ausschnitt aus dem Film "Die unendliche Geschichte"

Ausschnitt aus dem Film "Die unendliche Geschichte".

Quelle: Verleih

Claudia Voigt (28), Lehrerin aus Potsdam:

„Mein Lieblingsbuch ist und bleibt „Die unendliche Geschichte“ von Michael Ende. Als Kind habe ich es vorgelesen bekommen. Kaum hatte ich es selbst zum ersten Mal gelesen, erschien der Film, den ich dann sehen durfte. Und wie jedes Kind wollte auch ich einen Fuchur. Es war das erste Buch, was ich in die Umzugskiste packte, als es zum Studium nach Potsdam ging. Und es brachte mich mit einer 1,3 durch die mündliche Abschlussprüfung in Germanistik. Und irgendwann werde ich es meinen Kindern vorlesen. Ich finde tatsächlich, dass man dieses Buch einmal gelesen haben sollte. Die Entwicklung von Bastian, Fuchurs Zuversicht und der Mut Atrejus sind unvergleichlich.“

Katja Kutzner (32), Pflegehelferin aus Ketzin/Havel:

„Momentan ist mein absolutes Lieblingsbuch ‚Zwanzig Zeilen Liebe’ von Rowan Coleman. In diesem Buch steht die Hospiz-Schwester Stella mit Leib und Seele an der Seite schwerst kranker, sterbender Patienten. Sie ermöglicht es, dass Menschen in ihren letzten Wochen, Tagen und Stunden ihre Gedanken und Wünsche äußern können, letzte Worte an ihre Angehörigen und Freunde los werden können, ohne es ihnen selbst ins Gesicht sagen zu müssen. Oft haben die Patienten nicht mehr die Möglichkeit, ihre letzten Worte oder Gedanken selbst mitzuteilen, oder sie wollen es schlichtweg nicht. Manchmal ist es eben leichter, dies über Dritte zu tun. Stella schreibt im Namen ihrer Patienten Briefe. Briefe, die sie nach deren Ableben an den gewünschten Empfänger weiterleitet. Mit sehr viel Herz, Liebe und Zuwendung nimmt sie sich ihrer Patienten und deren Anliegen an, einfach bewundernswert! Ich selbst erlebe während meiner Arbeit auf Station manchmal die letzten Wege meiner Patienten. Oft ist es der Fall, dass sie allein sind, niemanden mehr haben. Manchmal erlebt man, wie sie vergebens auf jemanden warten. Einen Freund, einen Angehörigen oder einfach ein vertrautes Gesicht um sich verabschieden zu können, um um Wiedergutmachung zu bitten oder um zu wissen, nicht vergessen worden zu sein. Das, was Stella tut, zeugt von großer Menschlichkeit. Es ist eine große Ehre für jemanden, der doch eigentlich so fremd für den Patienten ist, die Geschichte eines jeden Einzelnen anvertraut zu bekommen und als Bote letzter Worte auserwählt zu werden. Die Patienten bringen ihr so viel Vertrauen entgegen und sie nimmt sich ihrer mit so unglaublich viel Liebe und Verständnis an, ohne sie zu verurteilen. Dieses Buch fesselt mich, mit all seiner Trauer, mit all seinen liebevoll festgehalten Worten jedes einzelnen Patienten und natürlich auch mit Stellas eigener Geschichte. Sie ist eine bewundernswerte Frau und ich beneide sie um die Ehre, die ihr Dank ihres wundervollen Wesens zu Teil wird. Für mich - ein Vorbild! Ein Wahnsinnsroman!“

Franziska Jackowski (22), aus Trebbin:

„Mein Tipp: Alle Bücher von Sebastian Fitzek. Ganz einfach, weil er seine Leser wie durch ein Labyrinth führt. Es gibt Sackgassen, Irrwege, und erst zum Schluss öffnet sich der Pfad, welcher den richtigen Weg (in seinen Fällen: den Täter) zeigt. Einfach wow. Mit dem Ende rechne ich nie. Aber sagt man nicht auch: Es kommt andere als man denkt. Herr Fitzek schafft es jedes Mal, mich zu verzaubern.“

Sebastian Fitzek

Sebastian Fitzek.

Quelle: dpa

Regina Ebert (57), Stadtführerin aus Potsdam:

„Ich lese zurzeit den ‚Architekturführer Brandenburg an der Havel’ von Joachim Müller und Ulrich Wiesner. Das Buch stellt 150 Bauten der Stadt Brandenburg vor, die sehr detailliert beschrieben werden. Es geht vor allem auch um Einzelobjekte, die die üblichen Reiseführer aussparen. Das Buch ist sehr gut recherchiert und in handlichem Format.“

Andrea Vielhaber aus Dallgow:

„Mein aktuelles Lieblingsbuch ist, obwohl es schon älter ist: ‚Das große Los’ von Meike Winnemuth. Frau Winnemuth gewinnt Geld und macht dann eine Weltreise, zwölf Metropolen, jeden Monat eine andere. Sie beschreibt ihre Aufenthalte, wie die jeweilige Metropole auf sie gewirkt hat, was sie dort gemacht und gelernt hat, welche Menschen sie getroffen hat. Ich stieß auf dieses Buch nach dem einmonatigen Hawaii-Aufenthalt meiner 16-jährigen Tochter. Eine Buchhändlerin empfahl es mir. Da Frau Winnemuth auch Tel Aviv bereist hat und meine Tochter dahin ebenfalls wollte, dachte ich mir, dass dies ein gutes Geschenk für sie wäre. Dann las ich das Buch aber selbst und wurde beschenkt. Ein Buch, das Lust macht, nicht sich zu verwirklichen, sondern sich zu öffnen für das, was einem Menschen begegnet, ohne sich zu verbiegen, sondern mit klaren Gedanken zu erkennen: Wer bin ich? Was will ich? Was will ich nicht? Für mich - mit einer ‚weltreisenden’ Tochter - war ganz besonders das vorletzte Kapitel wichtig: ‚Was jetzt?’ Die Rückkehr eines Menschen, der lange Zeit weg war, und die Probleme, die sich ihm stellen, gut verstehen zu lernen. Da sind mir einige Kronleuchter aufgegangen. Frau Winnemuth ist Journalistin und das merkt man. Ihr Sprachstil ist flüssig, sie kann gut ihre Gefühle und Gedanken beschreiben. Ich mag ihre Zusammenfassung in Punkten am Ende eines jeden Kapitels. Auch wenn jemand nicht verreisen möchte, ist dies ein Buch, das ich jedem empfehlen kann. Vielleicht werden Frauen, ganz besonders in meinem Alter (50+), jedoch davon mehr infiziert als andere. Meine Tochter findet das Buch jedenfalls nicht sehr interessant.“

Nelson Mandela

Nelson Mandela.

Quelle: dpa

Caroline Pardon (26), Lehrerin aus Berlin:

„Zuletzt habe ich das Buch ‚Der lange Weg zur Freiheit’ von Nelson Mandela gelesen. Der Freiheitskämpfer beschreibt darin sein Leben als Aktivist. Besonders die Episoden aus seiner Kindheit sind sehr gut geschrieben. Sein Schreibstil ist ansprechend und man fiebert richtig mit. Mandela berichtet von seinen Überzeugungen, seiner Familie, seinen politischen Anschauungen und insbesondere von den Lebensbedingungen der Schwarzen in Südafrika. Er saß fast drei Jahrzehnte in Gefängnissen, und man erfährt viele Hintergrundgeschichten über den Nobelpreisträger. Das Buch hat einige Seiten - die lohnen sich aber. Eine sehr gelungene Autobiografie.“

Jutta Konetzky (64), Angestellte aus Rathenow:

„Meine Empfehlung: Die Wolkenrath-Saga von Elke Vesper. In vier Büchern wird die Familiengeschichte der Wolkenraths aus Dresden vor dem Hintergrund der jeweiligen geschichtlichen Ereignisse, beginnend 1889, erzählt. Es sind vor allem die Frauen über drei Generationen, die dieses Buch so lesenswert machen. Sie haben ‚mehr Mumm und Verstand als die Kerle’ - so der Ausspruch des Vaters der Hauptfigur im ersten Teil. Diese Erkenntnis zieht sich durch alle Bände. Das dritte Buch spielt in den 30-er Jahren und beschreibt so bildlich die Machtergreifung der Nazis und die Verfolgung Andersdenkender, vor allem der Juden. Quer durch die Familie geht ein Riss, die Männer sympathisieren mit den Nazis, die Frauen sind dagegen. Mich hat die detailgenaue Beschreibung dieser Zeit und die Schicksale der Menschen damals sehr berührt, obwohl wir darüber schon sehr viel gelernt, gelesen und in Filmen gesehen haben. Ich habe beim Lesen oft die aktuellen Geschehnisse in der Welt und bei uns mit den damaligen verglichen: erschreckende Ähnlichkeiten.“

Alexander Pösch-Schatz (34), Sportlehrer aus Seddiner See:

Tim Pieper: ‚Dunkle Havel’. Eigentlich streife ich höchstens durch Kaufland, um ein paar Windeln zu besorgen. Doch Kommissar Sanftleben rettet mich jedes Mal aus dem Alltagstrott, der mich viel zu fest gefangen hält. Statt Kaufland durchstreifen wir Potsdam und unsere schöne Umgebung, um nur den Hauch einer Spur seiner verschwundenen Frau Sofie zu finden. Ihr Foto fand Sanftleben bei einer Leiche. Hier gibt es einen Wink und dort ist eine Spur oder nicht? Doch dann erscheint etwas am Horizont, was selten geworden ist in der heutigen Zeit: ein Hoffnungsschimmer:)“

Raimund Weiland (55), Beamter aus Hohen Neuendorf:

„Der Krimi ‚Lunapark’ von Volker Kutschner. Kutschner fängt in seinen Kriminalfällen die Atmosphäre Berlins Ende der 20er bis in die 30er Jahre ein. Dadurch werden seine Krimis lebendig und erfahren eine besondere Spannung. Im sechsten Fall von Kriminalkommissar Gereon Rath zeigt die Nazi-Diktatur schon im Alltag ihr Gesicht. 1934 ist das System noch nicht ganz gefestigt, was in der brutalen Niederschlagung des Röhm-Putschs gipfelt. Noch erfasst Rath nicht die spätere Brutalität des Systems, die man als Leser immer im Hinterkopf hat, sondern bagatellisiert eher die Entwicklung. Einige Kollegen Raths werden begeistert zu Tätern des Systems, nicht so Rath und seine Ehefrau Charlotte. Beide müssen sich durchschlängeln zwischen politischem Druck, dem beide sich nicht beugen wollen, und dem Versuch, trotzdem noch erfolgreich zu arbeiten. Auch ihr Privatleben muss sich der neuen Situation stellen. Dafür sind ungewohnte Entscheidungen notwendig, aber auch der eine oder andere Umweg. Ein strahlendes Happy End kann es nicht geben.“

Martina Janz (50), Altenpflegerin aus Neuruppin:

„Ich lese seit Jahren gerne die Romane von Hedwig Courths-Mahler. Ich kann leider keinen als Lieblingsroman benennen, alle sind einzigartig. Es sind wirklich „Märchen für Erwachsene „. Nach langem Schmerz und Leid kriegen sie sich am Ende immer. Aber die Art und Weise, wie sie sich umwerben, ist uns heute fremd und vergessen. Die Weiblichkeit der früheren Jahre ist heute nicht mehr zu finden. Nichts gegen Emanzipation! Aber ich finde die Ritterlichkeit und Ehrbahrkeit des letzten Jahrhunderts schön und gut.“

Angelika Klüssendorf

Angelika Klüssendorf.

Quelle: Christel Köster

Karin Petz (60), Angestellte aus Michendorf:

„Meine Buchempfehlung ist „Das Mädchen“ von Angelika Klüssendorf. Es ist ein wahnsinn emotionales,beeindruckendes Buch. Angelika Klüssendorf hat da Ihre eigene Vergangenheit aufgearbeitet. Das arme Mädchen! Ich will nicht zu viel sagen, es lohnt sich, das tolle Buch zu lesen, auch „April“. Frau Klüssendorf müßte den Buchpreis bekommen, unbedingt!“

Alexandra Handke (20), Studentin aus Potsdam:

„Mich einmal in der Stunde selbst kneifen und sagen ICH BIN WACH“, mit diesem Satz beginnt der packende Thriller „Sie weiß von dir“ von Sarah Pinborough und lässt seinen Leser nicht mehr los. An einem freien Tag in meinen Semesterferien beschloss ich, das Buch anzufangen und hatte es am Ende des Tages verschlungen, so sehr zog es mich in seinen Bann. Die Geschichte handelt von der Sekretärin Louise, die beinahe mit ihrem zukünftigen Chef David im Bett landet und daraufhin auch dessen nahezu perfekte Ehefrau Adele kennenlernt. Beide freunden sich an, ohne dass David davon weiß und Adele erzählt Louise erschütternde Dinge über ihren Ehemann. Für Louise entsteht ein immer größeres Dilemma: einerseits will sie die Romanze mit David weiterhin aufrechterhalten, andererseits wirkt Adele zunehmend von David unter Druck gesetzt und schutzbedürftig. Außerdem bringt Adele Louise bei, das jahrelange Problem ihrer Alpträume zu bekämpfen, wodurch Louise jedoch eine ganz neue Fähigkeit in sich entdeckt. Dass das alles Teil von Adeles ausgeklügeltem Plan ist, ahnt niemand... Denn das Buch endet ganz anders, als der Leser es erwartet und überrascht selbst die versiertesten Thriller-Leser.“

Simone Ludwig (45), Verwaltungsangestellte aus Brandenburg/Havel:

„Mein Lieblingsbuch handelt vom Leben der Großeltern der Johanna Adorján, die sich entschließen, gemeinsam aus dem Leben zu gehen. Es heißt „Eine exklusive Liebe“. Dieses Buch ist mein Lieblingsbuch, weil es so viele Themen vereint und mich immer wieder zum Nachdenken anregt. Es beinhaltet sowohl geschichtliche Hintergründe als auch aktuelle Themen, wie Sterbehilfe oder lebenslange Liebe. Es handelt von einem lebenslangen Zusammenleben zweier Menschen, in dem vieles automatisch abzulaufen scheint und doch bereiten sich beide auf den letzten Tag akribisch vor und gehen gemeinsam aus dem Leben. Das Thema Sterbehilfe als auch die Frage, ob ein Mensch für einen anderen Menschen sein Leben aufgibt, ist sehr facettenreich und in der Geschichte, in welcher sich Großmutter und Großvater übrigens siezen, ist die Beantwortung der Frage zur Sterbehilfe und zur Aufgabe des eigenen Lebens völlig klar und bedarf keiner großen Diskussionen. Johanna Adorján schreibt die Geschichte ihrer Großeltern voller Respekt und Liebe; wohl jeder Leser sieht seine eigenen Großeltern vor sich, schmunzelt, wenn Johanna von den Gegenständen schreibt, die immer am selben Ort in der Wohnung der Großeltern stehen und denkt daran, wie wichtig diese Familienmitglieder im eigenen Leben sind. Außerdem bekommt man beim Lesen Lust, sich mit der eigenen Familiengeschichte auseinanderzusetzen. Ein wirklich lesenswertes Buch.“

Kathy Kramer (35), Studienrätin aus Potsdam:

„Mein Lieblingsbuch ist nach wie vor: ‚Oh, the Places I’ll Go!’ von Dr. Seuss. Eigentlich handelt es sich hierbei um ein Kinderbuch, welches zum Träumen anregen soll und gleichzeitig auch Mut macht, neue Wege zu gehen und etwas Neues zu wagen. Mit anderen Worten, das Abenteuer liegt vor dir, trau dich! Ich habe dieses Buch zum Abitur von meiner amerikanischen Gastfamilie vor Jahren geschenkt bekommen, als wieder ein neuer Abschnitt vor mir lag. Die Bilder sind fantastisch gezeichnet und ich finde es noch heute interessant zu lesen oder einfach nur darin zu blättern und zu träumen. Auch meiner kleinen Tochter habe ich aus dem Buch etwas vorgelesen und ihr die Bilder erklärt.“

Anna-Marlen Krüger (39), Metallbauerin aus Potsdam:

„Alles von Monika Feht und Steven Gätjens Buch Wilbur MC Cloud. Das sind super Bücher und regen die Fantasie an und ich denke, mit Stevens Buch können Kinder sogar leicht lesen lernen. Das sind meine absoluten Lieblingsbücher.“

Carola Schulze, Rentnerin aus Potsdam:

„Mein Lieblingsbuch 2017 ist ‚Die Dämmerung der Steppengötter’ des albanischen Schriftstellers Ismail Kandare. Er erzählt darin von seinem Studienaufenthalt am Moskauer Literaturinstitut im Jahr 1958. Hier trifft er auf Schriftsteller aus allen Sowjetrepubliken in allen Stadien der Eitelkeit, der Spitzelbereitschaft und Borniertheit, und er lernt die Absurditäten der Machtausübung im Sowjet-Imperium kennen. Er verknüpft das Ende der Tauwetterperiode in der Sowjetunion mit dem Fall Pasternak, dem größten Literaturskandal in der Sowjetunion, und das Abbröckeln der albanisch-sowjetischen Beziehungen mit dem Ende persönlicher Beziehungen, insbesondere mit dem Verrat der Liebe zur Russin Lida. Bedeutung hat der Roman für mich vor allem deshalb, weil er ein gelungenes Zeitdokument der Diktatur und ihres Klimas der Bedrohung, Lähmung und Sprachlosigkeit darstellt. Kandare zeigt sehr klar und in gelungenen Metaphern, dass der Einzelne nur sehr begrenzt seine persönlichen und künstlerischen Fähigkeiten in dieser geistigen Enge entfalten kann.“

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Von MAZonline

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