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Die Mark: Hochburg extremistischer Angriffe?

Interview mit Extremismus-Experten Die Mark: Hochburg extremistischer Angriffe?

Nach dem mutmaßlichen Brandanschlag auf die geplante Flüchtlingsunterkunft in Nauen haben die Brandenburger viele Fragen. Könnte das Land eine Hochburg für rechtsextremistisch politisch motivierte Anschläge werden? Wie können sich Kommunen künftig besser vor Hetze und Gewalt schützen? Wir haben einen Experten gefragt.

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Dirk Wilking ist Extremismus-Experte.

Quelle: Köster

Dirk Wilking ist Extremismus-Experte und Geschäftsführer des Brandenburger Demos-Instituts. Wir haben ihm  nach dem mutmaßlichen Brandanschag auf die geplante Flüchtlingsunterkunft in Nauen ein paar Fragen gestellt.

MAZ: Könnte Brandenburg zu einer Hochburg rechtsextremer Angriffe werden?
Dirk Wilking: Nein. Es gibt Kommunen  in Brandenburg, die erhebliche Probleme damit haben, wie  Nauen oder Wünsdorf. Aber das ist nicht flächendeckend. Das Problem dieser anfälligen Kommunen ist, dass sie wenig Geschlossenheit bei der Abwehr  rechtsextremer Gewalt zeigen. Die  rechtsextreme Szene sollte von allen politischen Kräften angegangen werden, anstatt die „Lösung“ in die Verwaltungen wegzudrängen.  

Wie können sich Kommunen vor extremistisch motivierter Hetze, Gewalt oder Brandanschlägen schützen?
Wilking: Sie müssen  deutlicher kommunizieren, dass sie offen für Flüchtlinge sind. Für einen Nazi gibt es nichts Schlimmeres, als keinen Rückhalt in der Bevölkerung zu haben. Der Gau wäre, wenn Nauen jetzt  keine Flüchtlinge bekäme.  

Ist Brandenburg mit der steigenden Zahl der Flüchtlinge überfordert?
Wilking: Wir haben dafür Verträge unterschrieben, Menschen in der Not zu helfen, also müssen wir da durch. Außerdem zählt  nicht nur der humanitäre Gedanke, sondern auch der nützliche. Jeden Tag lesen wir  über die dramatischen Folgen des demografischen Wandels, dabei steht die Verjüngung direkt vor der Tür.

Interview: Luise Fröhlich

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