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Die Partei-Hochburgen in Brandenburg

Bundestagswahl 2017 Die Partei-Hochburgen in Brandenburg

Deutschland hat gewählt, und dabei ist es in Brandenburg zu einigen Besonderheiten gekommen. Landeswahlleiter Bruno Küpper veröffentlichte am Montagvormittag die Hochburgen der Parteien - und jene Orte, an denen sie am schlechtesten abgeschnitten haben.

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Quelle: Peter Degener

Potsdam. Deutschland hat gewählt, und dabei ist es in Brandenburg zu einigen Besonderheiten gekommen. Landeswahlleiter Bruno Küpper veröffentlichte am Montagvormittag die Hochburgen der Parteien, und jene Orte, an denen sie am schlechtesten abgeschnitten haben.

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Neun der zehn Direktmandate sind in Brandenburg an die CDU gegangen. Einzig Manja Schüle (SPD) konnte sich im Wahlkreis 60 mit Potsdam knapp gegen die CDU-Kandidatin durchsetzen. Das sind die Direktkandidaten.

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Der Ort mit der höchsten Wahlbeteiligung lag wie in der Vergangenheit schon im Wahlkreis 61, genauer in der Gemeinde Kleinmachnow (Potsdam-Mittelmark). Hier gingen 89,2 Prozent der Wahlberechtigten an die Urne. Ganz anders einige Kilometer weiter westlich im Amt Ziesar, ebenfalls in Potsdam-Mittelmark. In der Gemeinde Gräben lag die Wahlbeteiligung nur bei 40,2 Prozent.

Die CDU hatte ihre Hochburg im Amt Friedrichswalde (Barnim), wo sie 48,8 Prozent der Zweitstimmen erhielt. Am schlechtesten schnitt sie in Jämlitz-Klein Düben (Spree-Neiße) mit 24,1 Prozent ab. Die Union als stärkste Partei konnte überdurchschnittlich in Gebieten mit geringer Bevölkerungsdichte und niedrigem Ausländeranteil abschneiden. Auch die Verbreitung konfessioneller Zugehörigkeiten spiegele sich klar im Wahlergebnis wider, heißt es in der Analyse. Eine niedrige Wohneigentumsquote, wie sie für die Städte typisch ist, wirkte sich dagegen negativ für die CDU aus.

Die SPD überzeugte am ehesten in Gerdshagen (Prignitz) mit 28,4 Prozent. Am geringsten war der Wählerzuspruch in Hermsdorf (Oberspreewald-Lausitz) mit 8,5 Prozent. Die Ergebnisse der SPD sind laut Analyse des Landeswahlleiters Bruno Küppers relativ ausgeglichen - deutliche Zusammenhänge zwischen Zweitstimmenanteil und der Sozialstruktur einer Region seien kaum erkennbar. Allerdings erreichte die SPD in Gegenden mit geringer Wahlbeteiligung relativ hohe Zweitstimmenanteile.

Die Linke fuhr in Strausberg (Märkisch-Oderland) mit 26,1 Prozent ein; in Heinersbrück (Spree-Neiße) kam sie nur auf 6,1 Prozent. Die Linkspartei war vor allem in städtischen Regionen erfolgreich. In berlinfernen Regionen schnitt sie besonders dort schlecht ab, wo die AfD stark war. In Regionen mit besonders vielen Kirchenmitgliedern kam sie auf rund ein Viertel weniger Stimmen als im Durchschnitt.

Die AfD wurde zweitstärkste Partei AfD und gewann laut Analyse besonders viele Stimmen in wirtschaftlich benachteiligten Regionen mit geringem Ausländeranteil und vielen Älteren. Im Speckgürtel erzielten die Rechtspopulisten dagegen weniger Stimmen als in berlinfernen Regionen. So erhielt die AfD in den verstädterten Gebieten des Umlandes rund ein Viertel weniger Stimmen als im Landesdurchschnitt. So kam die AfD in Kleinmachnow (Potsdam-Mittelmark) nur auf 8,8 Prozent der Zweitstimmen, in Heinersbrück (Spree-Neiße) erzielte sie dagegen 40,4 Prozent.

Die FDP holte dort, in Kleinmachnow, mit 15,6 Prozent ihr bestes Ergebnis. Dagegen war sie in Gräben (Potsdam-Mittelmark) mit 2,2 Prozent kaum wahrnehmbar. Die Liberalen waren besonders erfolgreich in Regionen mit nur wenigen Sozialhilfeempfängern, hohem Kinderanteil und hohen Steuereinnahmen. Besonders schlecht schnitt die Partei in ländlichen Regionen ab.

Die Grünen waren ebenfalls in Kleinmachnow am populärsten mit 14,3 Prozent. Keinen Fußbreit gelang ihnen dagegen in Schraden (Elbe-Elster). Gerade einmal 0,4 Prozent konnten sich dort für die Ideen der Partei begeistern. Die Grünen konnten vor allem im Berliner Umland punkten. Dort waren sie in Regionen mit vielen Kindern, hoher Bevölkerungsdichte und hoher Steuerkraft besonders stark.

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Freude, Jubel und Frustration. Alles war vorhanden bei den Wahlpartys in Brandenburg. Die CDU ist trotz herben Verlusten Wahlsieger, die SPD erzielt die schlechtesten Ergebnisse aller Zeiten. Die Wahlgewinner sind neben den Grünen und der Linken vor allem die AfD. Klicken Sie sich durch unsere Bildergalerie und erleben sie die Stimmung auf den Wahlpartys.

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Von Torsten Gellner

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