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Die Probleme am Flughafen reißen nicht ab

Brandschutzkonzepte passen nicht am BER Die Probleme am Flughafen reißen nicht ab

Neue Technikprobleme am Flughafen BER: Die Brandschutzanlagen im unterirdischen Bahnhof und im darüberliegenden Terminal passen nicht zueinander. Wenn das Problem nicht gelöst wird, wird der Flughafen nicht im Herbst 2017 an den Start gehen können.

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Hat neuen Ärger: BER-Chef Karsten Mühlenfeld.

Quelle: dpa

Potsdam. Neue Technikprobleme am Flughafen BER: Die Brandschutzanlagen im unterirdischen Bahnhof und im darüberliegenden Terminal passen nicht zueinander. Die Brandschutzkonzepte für den Bahnhof aus dem Jahr 2009 und für das Fluggastterminal aus dem Jahr 2012 seien nicht deckungsgleich, sagte Flughafenchef Karsten Mühlenfeld am Montag im Sonderausschuss BER des Landtags.

Flughafenchef Mühlenfeld: „Ein komplexes Problem“

Das Problem bei der Schnittstelle der beiden Anlagen ist ein Grund, warum das Bauordnungsamt in Königs Wusterhausen (Dahme-Spreewald) den fünften Nachtrag zur Baugenehmigung abgelehnt hat und der Flughafen nun einmal mehr nacharbeiten muss. „Es ist ein komplexes Problem, weil so viele Parteien daran beteiligt sind“, sagte Mühlenfeld. Das Eisenbahnbundesamt, die Deutsche Bahn und das Bauordnungsamt müssten mit dem Flughafen eine Lösung finden, erklärte er. Diese sei die Voraussetzung dafür, dass das Bauamt den fünften Nachtrag genehmigt.

Der Puffer wird immer kleiner

Außerdem muss die Behörde noch über den sechsten und abschließenden Nachtrag entscheiden. Der Zeitpuffer bis zur geplanten Eröffnung im Herbst 2017 wird damit immer kleiner.

Laut externen Gutachten ist die Eröffnung aber bis 2017 ohnehin zweifelhaft. Ein vertraulicher Prüfbericht einer externen Bauüberwachung, aus dem die „Bild am Sonntag“ zitierte, prognostiziert die bauliche Fertigstellung des BER auf Ende 2016. Doch schon wenn der BER in diesem Sommer fertig gebaut würde, wird es knapp. Denn nachdem die Umbauten beendet sind, folgt die umfangreiche Abnahme und ein aufwendiger Probebetrieb. Außerdem fußt der Bericht auf dem Baufortschritt von Dezember 2015 – da war noch gar nicht klar, dass das Bauordnungsamt so viele Nachforderungen stellen würde.

„Ich glaube, wir kriegen’s hin“

Mühlenfeld äußerte sich im Ausschuss zurückhaltend, ob die Eröffnung in anderthalb Jahren noch zu schaffen sei. „Ich glaube wir kriegen’s hin“, sagte er, zählte aber eine ganze Reihe von Voraussetzungen auf, die dafür erfüllt sein müssten. Zwingend müsse dafür etwa das Problem mit den beiden inkompatiblen Brandschutzsystemen von Terminal und Bahnhof gelöst werden.

Um die verlorene Zeit einigermaßen wieder aufzuholen, sollen die technische Abnahme des Airports und der Probebetrieb Orat, bei dem unter anderem Komparsen die Abläufe im Terminal testen, zwei Monate lang parallel laufen. Ursprünglich sollte der Probebetrieb erst starten, wenn die Technik von Tüv und Behörden abgesegnet ist.

Eröffnungstermin erst im Oktober

Ob der 2017er-Termin abgeblasen wird, das will Mühlenfeld erst im Oktober mitteilen – also nach den Wahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus. Eine frühere Absage hält er für kontraproduktiv: „Wir wollen nicht den Druck aus dem Kessel nehmen, sonst zieht wieder Gelassenheit auf der Baustelle ein“, sagte er. „Wir gehen aber davon aus, dass wir bis zur nächsten Aufsichtsratssitzung am 22. April die Nachfragen der Baubehörde zum 5. Nachtrag weitgehend abgearbeitet haben.“

Von Torsten Gellner

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