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Brandenburg Die besten Tipps gegen den Abi-Stress
Brandenburg Die besten Tipps gegen den Abi-Stress
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02:23 19.04.2018
Tief durchatmen hilft bei Blackout-Situationen in der Prüfung. Quelle: dpa
Potsdam

Die Diplom-Psychologin Christina Ewert forscht an der Uni Potsdam zu Stressregulation, Selbstwertgefühl und Wohlbefinden. Sie erklärt, wie man mit der Anspannung in der Prüfungszeit umgeht.  

Die Diplom-Psychologin Christina Ewert von der Uni Potsdam empfiehlt Meditationsübungen. Quelle: privat

Zeitplan erstellen

Gute Vorbereitung ist alles! Schüler, die kurz vor dem Abitur stehen, sollten sich frühzeitig einen Plan machen, zu welchen Zeiten sie am besten lernen können und wann sie Pausen einlegen: 25 Minuten pauken, 5 Minuten pausieren, dann weitermachen. „In den Erholungsblöcken darf man sich kleine Belohnungen gönnen: Entspannte Musik hören oder einen leckeren Saft trinken“, erklärt Ewert. Auch eine positive Einstellung sei hilfreich. „Ich will das Abitur schaffen, deshalb lerne ich jetzt.“

Der Tag vor der Prüfung

„Abschalten, die Seele baumeln lassen und sich nicht beirren lassen“, rät Ewert. Die Prüflinge sollten den Kontakt zu Schulfreunden meiden, die ebenfalls sehr nervös sind. Auch das Handy auszuschalten, bringe Ruhe. „Ein Bad beruhigt und früh schlafen zu gehen schadet sicher nicht, da man sich, wenn man ausgeschlafener ist, auch besser konzentrieren kann. 30 Minuten früher aufzustehen am Tag vorher, hilft abends auch müde zu sein, damit man den Tag vor der Prüfung besser einschlafen kann.“

Glücksschwein an der Seite

Für den Tag der Prüfung empfiehlt die Psychologin einfache Meditationsübungen, mit denen Schüler ihrer Prüfungsangst begegnen können. „Indem man etwa seine volle Aufmerksamkeit auf die Atmung richtet und dabei bis zehn zählt, kann man sein Bewusstsein wieder in den Moment zurückholen, in dem man sich gerade befindet“ Manchen Schülern helfe auch ein Talismann in der Tasche.

Blackout bekämpfen

Bei schriftlichen Prüfungen sollten sich Schüler zunächst einen Überblick über alle Aufgaben verschaffen und mit den Aufgaben beginnen, die man am einfachsten empfindet. Kurz durchatmen, dann sofort anfangen die Aufgaben zu bearbeiten. „Auch bei Unsicherheit bloß nicht da sitzen und nichts tun!“, rät die Expertin. Selbstmotivierende Sätze wie „Ich schaffe das, denn ich bin gut vorbereitet“, seien ebenfalls hilfreich. In mündlichen Prüfungen sollten die Schüler beim Prüfer genau nachfragen, ob bei der Frage auch tatsächlich das gemeint ist, was der Schüler annimmt. So können sich die Prüflinge Zeit zum Nachdenken verschaffen und Unklarheiten beseitigen. Zusätzlicher Punkt: „Schüler können auch selbstbewusst zum Lehrer sagen: Ich komme nicht weiter. Geben Sie mir einen Hinweis!“

Was Eltern tun können

„Das Abitur ist eine anstrengende Zeit, in der Eltern Rücksicht nehmen müssen“, sagt Ewert. Mütter und Väter müssten die Lernzeiten ihrer Kinder respektieren und ihnen einen störungsarmen Lernort zur Verfügung stellen.“ Eltern eigneten sich auch gut, um den Ernstfall zu proben. „In einer Echtzeitprüfung üben die Schüler, wie viel Zeit sie für die mündliche Prüfung haben.“ 

Den Lehrer als Freund sehen

Wer nervös ist, sollte sich gerade in der mündlichen Prüfung vor Augen halten, dass die Lehrer den Schülern nicht schaden wollen. „Jeder Prüfer will, dass der Prüfling sein Abitur schafft.“

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