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Brandenburg Die bissigste Statistik Brandenburgs
Brandenburg Die bissigste Statistik Brandenburgs
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07:26 01.07.2015
Quelle: dpa
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Potsdam

Die Zahl von Hunde-Angriffe auf Menschen ist in Brandenburg in den vergangenen Jahren gesunken. Während es in einigen Regionen Deutschlands 2014 deutlich mehr derartige Attacken gab, sank die Zahl laut Innenministerium in der Mark auf 288. Zehn Jahre zuvor seien es 453 Fälle gewesen, teilte ein Sprecher in Potsdam mit.

Jeder Hund kann gefährlich sein

Das Ministerium führt die Entwicklung unter anderem auf die Hundehalterverordnung zurück, die seit Juni 2004 gilt. Die umstrittene Regelung benennt auch Rassen, die als gefährliche Hunde eingestuft werden. Dazu gehören beispielsweise American Pitbull Terrier oder American Staffordshire Terrier und Tosa Inu.

Als gefährlich eingestuft wird in der Regel aber auch ein Hund, der gebissen hat oder „wiederholt Menschen gefährdet oder wiederholt Menschen in gefahrdrohender Weise angesprungen“ hat - unabhängig von der Rasse.

So wurden dem zuständigen Ordnungsamt in der vergangenen Woche zwei Hunde aus Trebbin (Teltow-Fläming) gemeldet. Sie haben nach Polizeiangaben am Samstag eine Postbotin angefallen. Die 58-Jährige erlitt Bisswunden und musste ambulant im Krankenhaus behandelt werden. Gegen den Hundehalter wurde Anzeige wegen fahrlässiger Körperverletzung erstattet.

Erlaubnis für „gefährliche Hunde“

Um einen gefährlichen Hund halten zu dürfen, benötigt der Besitzer eine Erlaubnis der örtlichen Ordnungsbehörde, erklärte der Ministeriumssprecher. Diese dürfe nur unter bestimmten Voraussetzungen erteilt werden. So muss der Halter mindestens 18 Jahre alt sein und nachweisen, dass er Sachkunde besitzt und zuverlässig ist. “Darüber hinaus gelten für gefährliche Hunde die Leinenpflicht und der Maulkorbzwang.“

Derzeit gibt es laut Ministerium noch 200 Vierbeiner in Brandenburg, die aufgrund ihrer Rassezugehörigkeit als gefährlich gelten. Hinzu kommen die Tiere, die nach einer Beißattacke auffällig geworden sind. Rechnet man die Attacken auf andere Tiere mit, gab es 2014 insgesamt 564 Hunde-Angriffe - zehn Jahre zuvor waren es knapp 800.

Eine offizielle bundesweite Statistik gibt es nicht. In einem aktuellen Fachartikel im „Deutschen Ärzteblatt“ wird die Zahl der Bissverletzungen in Deutschland auf jährlich 30 000 bis 50 000 geschätzt, wobei auch Bisse von Katzen und auch von anderen Menschen einbezogen sind. Von Hunden stammten 60 bis 80 Prozent dieser Bissverletzungen, schreiben die Autoren um die Kinderchirurgin Karin Rothe von der Berliner Uniklinik Charité.

Deutliche Steigerungen von Hundebissen gab es laut Behörden beispielsweise in Sachsen. Dort registrierte die Polizei 2014 so viele Hunde-Attacken wie seit acht Jahren nicht mehr: Nach Angaben des Dresdner Innenministeriums wurden 267 Menschen verletzt. In Bayern stieg die Zahl der Angriffe auf 533 - eine Steigerung um 13 Prozent seit 2011.

Der Sprecher des bayerischen Innenministeriums führte die steigende Zahl von Hunde-Attacken im Wesentlichen auf die steigende Zahl der Hunde in Deutschland zurück. Nach Erkenntnis des Industrieverbandes Heimtierbedarf wuchs sie zwischen 2011 und 2014 um 26 Prozent auf 6,8 Millionen.

Von MAZonline

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