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Die fünf besten Apps aus Brandenburg

Smartphones Die fünf besten Apps aus Brandenburg

Rund 1,4 Millionen Apps können allein bei i-Tunes heruntergeladen werden. Darunter Spiele, Fitnesstipps oder Programme, um Fotos zu bearbeiten. Auch aus Brandenburg kommen ziemlich erfolgreiche Apps. Die Entwickler überzeugen oft mit einfachen Ideen. Wir stellen die fünf besten Apps und die schlauen Köpfe dahinter vor.

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Die App Clip to Comic ist in Brandenburg entwickelt worden.

Quelle: Firmenfoto

Potsdam. Ein paar Mal über den Bildschirm gewischt, und aus einem fotografischen Selbstporträt wird eine Comicfigur, mit dicker Knollennase, langem Kinn und übergroßem, grinsendem Mund. Noch ein paar Fingerstriche und alle Freunde freuen sich über die neue Kunstfigur.

1. Clip2Comic

Unter dem Namen Clip2Comic wird die in Potsdam entwickelte Smartphone-App angeboten und wurde seit dem Start vor elf Monaten weltweit schon fast eine Million Mal heruntergeladen. Die Macher sind von den Möglichkeiten fasziniert. „Damit kann jeder ein digitaler Künstler werden“, erklärt Stefan Pasewaldt, Geschäftsführer der Digital Masterpieces GmbH. Ähnliches lasse sich auch auf dem PC mit der Software Photoshop basteln, das sei aber schwer und dauere bis zu zehn Minuten. Mit der App sei ein besseres Ergebnis in einer Minute erreichbar.

1,4 Millionen Apps hat allein der Apple App-Store im Angebot. Jeden Tag kommen neue hinzu. Clip2Comic gehört, wie einige andere Entwicklungen im Umfeld des Potsdamer Hasso-Plattner-Instituts, zu den erfolgreicheren, und zwar international. „16 verschiedene Sprachen werden unterstützt“, sagt Geschäftsführer Pasewaldt, der gerade am HPI promoviert. Vertrieben wird die App nach dem Freemium-Modell, erklärt der 32-Jährige. Die Nutzung ist zunächst kostenlos. Dafür ist auf den Bildern ein Wasserzeichen zu sehen. Wer einen Euro bezahlt oder fünf Bilder über das Internet teilt, bekommt die Zeichnung ohne Wasserzeichen. Reich werden die fünf Entwickler so nicht. „Die Firma finanziert sich über Freunde und Familie“, sagt Pasewaldt. Das heißt, die Einlagen stammen aus dem Bekanntenkreis.

– bei iTunes

– für Android

Die Wunderkinder App

Über 90 Millionen Euro hat Software-Riese Microsoft Anfang Juni für das Berliner Startup „6 Wunderkinder“ bezahlt.

Wunderlist heißt die von der Firma entwickelte App. Die Idee: Einkauf, Beruf oder Urlaub – alle Planungslisten in einem Programm vereint.

Über sechs Millionen Nutzer hat die App weltweit. Eine kostenpflichtige Version für Unternehmen wurde bisher 50.000 mal verkauft.

2. Remote Control Collection

HPI-Student Stephan Schultz kann „ganz gut“ von seinen App-Entwicklungen leben, so sagt er. Der 22-Jährige hat schon als Schüler angefangen, Programme für das Smartphone zu schreiben. Werbung macht er nicht. Seine inzwischen etwa zehn verschiedenen Kreationen verbreiten sich über soziale Netzwerke. Am besten läuft „Remote Control Collection“, ein Programm, mit dem der PC per Handy ferngesteuert wird. „Es kommt darauf an, nicht in der Masse unterzugehen“, sagt Schultz. Eine schöne Benutzeroberfläche mache da den Unterschied. Mit einem Team von anderen HPI-Studenten hat er 2014 beim Wettbewerb SAP Demo-Jam gewonnen, mit der App „Remote Farm“. Dabei ging es darum, Pflanzen von Ferne zu gießen. Eine Spielerei, aber mit jedem Wettbewerb lernt man, so Schultz.

– bei iTunes

– für Android

3. Fahrinfo-App

Ein echter App-Pionier ist HPI-Absolvent Jonas Witt, der Erfinder der Fahrinfo-App. „Meine erste Version habe ich 2008 zur Eröffnung des ersten App Stores von Apple herausgebracht“, berichtet der heute 28-Jährige. Da gab es gerade mal 500 dieser Smartphone-Programme. Als ständiger Nutzer von U- und S-Bahn hatte sich Witt gefragt, wie man das Zurechtfinden in Berlin vereinfachen könnte. Den schnellsten Weg kennt der Fahrplanrechner im Internet. Witt entwickelte eine Lösung für unterwegs. Anfangs gab es Streit mit den Berliner Verkehrsbetrieben um die Veröffentlichung von Fahrplänen. Der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg zeigte sich dagegen aufgeschlossen und andere Städte wie Stuttgart, München oder Dresden wollten die Anwendung auch haben. „Da habe ich schon die ersten kleinen Umsätze gemacht“, sagt Witt. Dann hat er das Programm an ein Hamburger Unternehmen verkauft und ist nun mit neuen Entwicklungen befasst.

– bei iTunes

– für Android

4. Dubsmash

Dubsmash heißt ein von einem Team um die HPI-Absolventen Daniel Taschik und Roland Grenke entwickeltes Programm, das sich schon kurz nach Veröffentlichung im Oktober 2014 einen der vorderen Plätze der Downloadlisten erobert hat. Inspiriert von kurzen Einspielern in der Unterhaltungsshow TV Total von Stefan Raab geht es darum, einen witzigen Originalton einem selbstgedrehten Video zu unterlegen. „Bond, mein Name ist Bond“, sagt dann etwa ein Jugendlicher mit der Stimme von Bond-Darsteller Daniel Craig. Das kommt weltweit gut an.

– bei iTunes

– für Android

5. Die Open-HPI-App

Ganz ernsthaft und trotzdem erfolgreich ist eine App des Hasso-Plattner-Instituts selbst. Mit der Open-HPI-App ist die kostenlose E-Learning-Plattform des Instituts bequem von unterwegs aus erreichbar. „Wir sind vor zwei Monaten an den Start gegangen, still und ohne große Öffentlichkeit“, sagt Projektbetreuer Jan Renz. Trotzdem haben schon 1000 der aktuell 10.000 Nutzer das Programm für sich entdeckt. Eine Besonderheit: Das HPI hat den Quellcode der App öffentlich gemacht als Einladung, an der Weiterentwicklung teilzunehmen.

– bei iTunes

– für Android

Von Ulrich Nettelstroth

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