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Brandenburg Die größte Wüste Brandenburgs
Brandenburg Die größte Wüste Brandenburgs
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02:15 17.08.2015
Weitblick: Diese karge Wüstenlandschaft in Lieberose ist im Land Brandenburg einzigartig. Quelle: Sebastian Hennigs / Stiftung NLB
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Lieberose

Die Luft über dem Boden flimmert. Wer bei diesen Temperaturen im Sommer ohne Schuhwerk in der Lieberoser Wüste unterwegs ist, hat verloren. Das Thermometer auf dem heißen Sand steigt bis auf 70 Grad. Fußspuren verwehen nicht einfach, sie formen den Rohboden lange Zeit. Nicht nur darin ähnelt die fünf Quadratkilometer große Sandfläche der Sibirischen Wüste, auch die Vegetation ist ebenso karg. Die Lieberoser Wüste ist nicht nur die größte im Land Brandenburg, sondern auch bundesweit.

In der Lieberoser Heide (Dahme-Spreewald) prallen Welten aufeinander. Neben unberührten Waldseen, grün bewachsenen Mooren und krautigen Heideflächen zieht vor allem die Lieberoser Wüste Aufmerksamkeit auf sich. Sie liegt zwischen den Orten Lieberose und Peitz, entlang der B168 und ragt südlich bis in den Landkreis Spree-Neiße. 2006 erwarb die Stiftung Naturlandschaften Brandenburg einen Großteil der Flächen in der Lieberoser Heide. Um das dortige Waldgebiet kümmert sich die Oberförsterei Lieberose, unter Leitung von Axel Becker. In Zusammenarbeit mit der Stiftung führt der Oberförster Exkursionen und Wanderungen entlang der Wüste durch, denn allein dürfen Schaulustige diese nicht betreten. Das gesamte Gelände steht unter Naturschutz.

Wertvolle Naturlandschaften

Die Stiftung Naturlandschaften

Brandenburg ist eine gemeinnützige Organisation, die Flächen ehemaliger Truppenübungsplätze erwirbt.

Diese großflächigen, weitgehend unberührten und ökologisch wertvollen Naturlandschaften, wie Feuchtwiesen, Moore, Heideflächen, Dürrelandschaften und Wälder, bewahrt die Stiftung mit zahlreichen Tier- und Pflanzenarten, die vom Aussterben bedroht sind.

Unter dem Stichwort „Sukzession“ werden die Flächen grundsätzlich sich selbst überlassen. Soweit es für die Sicherheit notwendig ist, werden lediglich die Munitionsreste geborgen.

Ehemalige Truppenübungsplätze gibt es in Jüterbog und Heidehof (beide Teltow-Fläming), in Lieberose (Dahme-Spreewald) und Tangersdorf (Uckermark).

Im Jahr 1942 begann die Entstehungsgeschichte der Lieberoser Wüste. Ein großer Waldbrand lichtete weite Flächen der Heide und hinterließ 1700 Hektar brach liegende Wälder und Wiesen. Weil das Gelände nicht sofort wieder aufgeforstet werden konnte, sicherte es sich das nationalsozialistische Militär als Truppenübungsplatz. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs wurde es durch die Rote Armee besetzt. „Hunderte Panzer rollten bis Anfang der 1990er Jahre durch die Lieberoser Wüste und haben Pflanzen und Tieren keine Chance gelassen“, sagt Jenny Eisenschmidt, die das Stiftungsprojekt vor Ort leitet. „Der Boden ist immer noch munitionsverseucht. Allein deswegen dürfen Besucher nicht auf das Gelände.“

Zu großen Teilen ist die Erdoberfläche dicht mit dem sogenannten „Silbergras“ bewachsen, das sich wie ein Teppich ausbreitet. Diese Pionierpflanze kann sich gut an extremen Bedingungen wie Hitze, Trockenheit und Nährstoffarmut anpassen. Auch einzelne Kiefern säumen die Randgebiete der Wüste. Wer sich für den Reichtum an Landschaften in und um Lieberose interessiert, kann seit Mai den neu eröffneten Sukzessionspark der Stiftung inmitten der Lieberoser Endmoräne besuchen. Dort wurde der ehemalige Beobachtungspunkt der Sowjetischen Armee zu einem Aussichtspunkt umgebaut, von dem aus die kahl gehaltene ehemalige Panzerschießbahn und neu bewachsene Flächen zu sehen sind.

Von Luise Fröhlich

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