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Brandenburg Die unverständliche Bahn-Posse
Brandenburg Die unverständliche Bahn-Posse
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09:24 25.11.2016
Quelle: Peter Geisler
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Potsdam

Die Posse um die Bahnsteighöhen an der Strecke Berlin–Dresden lässt den Amtsschimmel fröhlich wiehern. Da werden 18 Bahnhöfe auf Brandenburger Gebiet von der Bahn mit Millionenaufwand umgebaut. Ergebnis: Zehn Stationen erhalten Bahnsteige mit 76 Zentimetern Höhe und acht mit 55 Zentimetern. Brandenburg hatte sich 55er-Warterampen gewünscht, denn die Regionalzüge, die auf der Strecke verkehren, haben ihre Einstiege auf exakt dieser Höhe. Dabei geht es nicht darum, Pendlern den Frühsport bei höherem Einstieg zu ersparen, sondern die Barrierefreiheit durchzusetzen. Behinderte, ältere Menschen oder Mütter mit Kinderwagen sollten problemlos in den Wagen gelangen können.

Bei höheren Bahnsteigen müssen die regionalen Verkehrsanbieter Wagen ordern, die Einstieghilfen an Bord haben. Unverständlich ist, dass die Novelle des Personenbeförderungsgesetzes, die ab 2022 einen barrierefreien Zugang zu allen öffentlichen Verkehrsmitteln vorsieht, offenbar bei Bauplanungen zu wenig Beachtung findet. Im Falle der Trasse nach Dresden bietet sich jetzt die Gelegenheit, gleich nach den Erfordernissen zu bauen. Dass es unterschiedliche Bahnsteighöhen gibt, ist historisch bedingt und nicht Schuld der Bahn. Nur hören sich Erklärungsversuche des Eisenbahnbundesamtes, wonach höhere Zuggeschwindigkeiten höhere Bahnsteige erfordern, reichlich verworren an. Dann dürfte es auf der Strecke gar keine 55er-Warterampen geben.

Von Volkmar Krause

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