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Brandenburg Diebe und falsche Dachdecker in Brandenburg
Brandenburg Diebe und falsche Dachdecker in Brandenburg
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07:13 28.08.2015
Ein Mobiltelefon ist schnell geklaut.  Quelle: Michael Hübner
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Potsdam

 Enkeltrick, Telefonbetrügereien, Diebstähle: Mit immer ausgefeilteren Methoden versuchen gewiefte Ganoven, Menschen hereinzulegen. Dabei wird oft – und das ist besonders perfide – auf die Gutgläubigkeit oder Hilfsbereitschaft der später Beraubten oder Geprellten gesetzt.

Die Polizeidirektion Nord in Oranienburg (Oberhavel) warnt jetzt vor Trickdieben, die es auf hochwertige Handys und Geldbörsen abgesehen haben. Sie suchen sich dafür Geschäfte oder leicht zugängliche Büros aus. Allein in Oranienburg und Umgebung schlugen die Täter zwischen Januar und August 23-mal zu, in ganz Brandenburg sind es seit Ende vergangenen Jahres sogar mehr als 150 Fälle. Absoluter Schwerpunkt ist der Speckgürtel um Berlin.

Trickbetrug eine eingespielte Masche

 Laut Polizeisprecher Toralf Reinhardt zeigt ein Fall vom Juli exemplarisch die Vorgehensweise. Ein Unbekannter betrat ein Oranienburger Kosmetikstudio. Auf dem Tisch lag ein Smartphone. Der Mann legte einen S-Bahn-Plan über das Telefon und sprach die Studiomitarbeiterin in einer für sie unverständlichen Sprache an. Im selben Moment betrat eine Kundin den Laden, die Mitarbeiterin war kurz abgelenkt und der Unbekannte verschwand mit dem Handy.

Wie Reinhardt sagt, werde die Masche nur leicht variiert. Ein oder mehrere südländisch aussehende Täter betreten mit Karten oder Stadtplänen Geschäfte. Manchmal werde auch mit Zetteln „gewedelt“. Ein Täter lenkt ab, die anderen greifen blitzschnell nach Mobiltelefonen oder Geldbörsen. Den Schaden allein in Nordbrandenburg beziffert Reinhardt auf einige Tausend Euro. „Dazu kommt der Verlust sensibler Handydaten.“ Bereits im Frühjahr waren „Zettelwedler“ in Potsdam und Umgebung unterwegs. Heimgesucht wurden Geschäfte, ein Versicherungsbüro und ein Kindertreff. Beute: zahlreiche Handys.

Dachdecker zum Niedrigpreis

Dreist ist auch die Betrugsmasche, mit der vermeintliche Dachdecker vor allem im Sommer durchs Land ziehen. Sie bieten Dachreparaturen zum niedrigen Festpreis, präsentieren am Ende aber satte Rechnungen. So erging es am 20. August einem 74-jährigen Hausbesitzer in Stolzenhagen (Barnim). 650 Euro sollte die Reparatur kosten, aber die falschen Handwerker – polnischer Abstammung – forderten im Anschluss einen fünfstelligen Betrag. Der Rentner handelte die Rechnung auf eine vierstellige Summe herunter. Die Geldübergabe in der Filiale seiner Bank verhinderte eine aufmerksame Angestellte.

Auch in Potsdam-Mittelmark suchen Drückerkolonnen nach Opfern. Drei Männer boten einer 87-jährigen Fichtenwalderin kürzlich an, das Dach ihres Gartenhauses für 500 Euro zu decken. Am Ende sollte sie 13 000 Euro zahlen. Die Tochter der Frau rief die Polizei. Im März glaubte ein 78-jähriger Cottbuser ein Schnäppchen zu machen, als ihm drei Rumänen anboten, das Garagendach für wenige Hundert Euro zu erneuern. Daraus wurden 16 000 Euro. Unter Druck gesetzt, fuhr der Mann mit den Ganoven zur Bank, auch dort griff eine aufmerksame Mitarbeiterin ein und rief die Polizei.

 

Von Volkmar Krause

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