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Kreisbrandmeister von Oberhavel tritt zurück

Dienstwagen-Affäre Kreisbrandmeister von Oberhavel tritt zurück

Er ist seit 16 Jahren im Amt und gilt in Feuerwehrkreisen als beliebt. Trotzdem hat Frank Kliem seinen Rücktritt als Kreisbrandmeister von Oberhavel angekündigt. Nach MAZ-Informationen steht sein Rückzug in Zusammenhang mit Ungereimtheiten bei der Nutzung seines Feuerwehr-Dienstwagens. Hat Kliem den VW Tiguan auch privat genutzt?

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Kreisbrandmeister Frank Kliem hat seinen Rücktritt angekündigt.

Quelle: Margot Schönig

Oranienburg. Die Dienstwagen-Affäre zieht weiter Kreise in Brandenburg. Am Freitag kündigte der Kreisbrandmeister von Oberhavel, Frank Kliem, an, zum Monatsende von seinem Ehrenamt zurückzutreten. Nach MAZ-Informationen hatte ihm Landrat Ludger Weskamp (SPD) einen Amtsverzicht nahegelegt, nachdem Unregelmäßigkeiten bei der Nutzung seines Dienst-VW Tiguan festgestellt worden waren.

In einer offiziellen Mitteilung führte der Landkreis „persönliche Gründe“ für den Rücktritt an. In einem internen Schreiben an die Kameraden erklärte Kliem hingegen: „Umstände, die ich zu verantworten habe, haben mich zu der Bitte an den Landrat geführt und begründen meinen Entschluss.“

Auf MAZ-Nachfrage wollte Landkreissprecher Ronny Wappler einen Zusammenhang zu möglichen Verstößen bei der Dienstwagennutzung weder bestätigen noch dementieren. Der Kreis prüfe regelmäßig die Einhaltung getroffener Festlegungen. Auf die Frage, ob es unrechtmäßige Privatfahrten gegeben habe, sagte Wappler, zum derzeitigen Zeitpunkt sei eine Stellungnahme angesichts der laufenden Überprüfung nicht möglich.

In Feuerwehrkreisen wird der Rücktritt des Kreisbrandmeisters vielfach bedauert. Kliem hatte sein Ehrenamt vor 16 Jahren angetreten. Der Landkreis sucht bereits nach einem Nachfolger. Vorübergehend übernehmen die stellvertretenden Kreisbrandmeister die Amtsgeschäfte.

Kliem war seinerzeit durch Landrat Karl-Heinz Schröter (SPD) ernannt worden. Der heutige Innenminister hatte Ende April die Dienstwagen der beiden stellvertretenden Landesbranddirektoren kassiert. Zur abermaligen Prüfung einer möglichen widerrechtlichen Nutzung der Autos richtete das Innenministerium zu Wochenbeginn eine interministerielle Arbeitsgruppe eingerichtet. Das Ergebnis wird zeitnah erwartet.

Von Bastian Pauly

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