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Brandenburg Diese Apps machen die Natur zum Aha-Erlebnis
Brandenburg Diese Apps machen die Natur zum Aha-Erlebnis
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17:17 10.09.2016
Quelle: dpa
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Brandenburg

Mit dem Smartphone in der Tasche werden Spaziergänge in freier Natur zum Aha-Erlebnis. Zum Beispiel mit diesen Apps:

Vogelführer: Beim Familienspaziergang singt ein Vogel. Die Kinder wollen wissen: Welcher Vogel ist das? Viele Eltern zucken mit den Schultern. Hier gibt es die Vogelführer-App des Naturschutzbundes (Nabu). „Der mobile Vogelführer führt sämtliche in Deutschland heimischen Vogelarten auf“, erklärt NABU-Sprecherin Birgit Königs. So wissen Eltern schnell, ob sie einen Buchfink oder Zaunkönig hören.

Der Vogelführer erkennt die bekanntesten Gartenvögel am Gesang, etwa eine Blaumeise. Quelle: dpa-Zentralbild

Es gibt rund 250 erklärende Steckbriefe . „Für die bekanntesten 40 Gartenvögel und alle Vögel des Jahres sind auch die Vogelstimmen verfügbar“, erläutert Königs. Einfach Merkmale wie Lebensraum, Schnabel, Beine oder Größe angeben, um die Suche einzugrenzen. Die App ist kostenlos und für Windows, Android und iOS verfügbar.

Die Waldfibel: Deutschland ist zu einem Drittel von Wald bedeckt - laut dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) macht er eine Fläche von rund 11,1 Millionen Hektar aus. Bei einem ausgedehnten Waldspaziergang gibt es also viel zu entdecken. Mit der App „Die Waldfibel“ vom BMEL können Nutzer etwa die Höhe eines Baums messen oder sich mit einer Panoramakarte auf einen Spaziergang begeben und die unterschiedlichen Waldbewohner aufspüren.

Quelle: Google Play Store

Bei einem Wald-Quiz lässt sich das eigene Wissen testen. Neuerdings können Nutzer in der App die verschiedenen Stockwerke des Waldes vom Boden bis zur Krone erkunden und erfahren, was ein Förster macht oder wie Holz geerntet wird. Die kostenlose App hat bereits mehr als 400 000 Downloads zu verzeichnen. Sie ist für Android und iOS verfügbar und auf Smartphone und Tablet nutzbar.

Bienen-App: Leider summen immer weniger Bienen herum - dabei sind sie für Natur und Mensch sehr wichtig. „Rund 80 Prozent unserer Pflanzen müssen bestäubt werden, damit wir Obst, Gemüse und andere Früchte ernten können“, erklärt der Sprecher des BMEL. Mit der Bienen-App des Ministeriums kann jeder selbst auf seinem Balkon, auf der Terrasse oder im Garten Blühpflanzen setzen, die besonders bienenfreundlich sind.

Eine App zeigt, welche Pflanzen besonders bienenfreundlich sind. Quelle: dpa-Zentralbild

Die App enthält ein Lexikon mit mehr als 130 Pflanzen. Ebenso gibt es Infos über Honigbienen, Wildbienen oder Wespen. Vor allem an Kinder richtet sich ein Quiz, in dem sie Wissen testen können. Und im Themenbereich „Imker werden“ erfahren sie mehr über die Produktion von Honig. Die App gibt es für Android- und Apple-Geräte.

NaturaList: Wer sich besonders für Vögel interessiert, kann mit der App NaturaList seiner Vorliebe frönen. Die unter Ornithologen beliebte App richte sich an vorgebildete Amateure ebenso wie an Profis, erklärt Bernd Ziesmer vom Nabu Oldenburger Land.

Diese Kraniche könnten (Hobby)Ornithologen gleich in ein digitales Notizbuch eingeben. Quelle: dpa-Zentralbild

Die App erlaubt es Vogelkundlern, unterwegs direkt ihre Daten digital statt in ein Notizbuch einzugeben. Man spart sich dabei die Eingabe der Koordinaten, die als GPS-Daten direkt übermittelt werden. Die App ist nur für Android-Geräte verfügbar und kostenlos.

Finde Vielfalt: Bernd Ziesmer vom Nabu Oldenburger Land empfiehlt das Projekt Finde Vielfalt. Dahinter stehen unter anderem die Universität Bamberg und die Pädagogische Hochschule Ludwigsburg. Auf der Projektwebseite http://biodivlb.jimdo.com finden Kinder das Spiel „Der grüne Schatz“. Dabei sammeln sie gemeinsam mit ihren Eltern Pflanzen mit besonderen Eigenschaften. Eine Stunde Zeit haben sie, um diese zu finden und per Foto festzuhalten. Das soll die Vielfalt der Natur vor Augen führen. Das ist zwar keine App, das Spiel lässt sich jedoch online mit dem Handy spielen.

Von Thomas Schörner

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