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Diese Behörde bringt jährlich mehrere Millionen Euro ein

20 Jahre Zentrale Bußgeldstelle Diese Behörde bringt jährlich mehrere Millionen Euro ein

Seit 20 Jahren sitzt die Zentrale Bußgeldstelle der brandenburgischen Polizei in Gransee. Zig Millionen Euro spült sie jedes Jahr in die Landeskasse. Und das ist jedes Jahr fest im Haushalt eingeplant. Letztes Jahr hat es jedoch nicht ganz hingehauen.

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Quelle: dpa

Potsdam. Rund 19,5 Millionen Verkehrsdelikte hat die Zentrale Bußgeldstelle der brandenburgischen Polizei in Gransee (Oberhavel) in den vergangenen 20 Jahren bearbeitet. Allein im vergangenen Jahr kamen so 43,2 Millionen Euro für 1,5 Millionen Verstöße zusammen, wie das Innenministerium berichtete. Am (heutigen) Dienstag ist in der Bußgeldstelle ein Festakt zum 20-Jährigen geplant.

Das Geld der Autofahrer ist bereits fest im Haushalt eingeplant. Im vergangenen Jahr wurden die geschätzten Einnahmen allerdings um rund drei Millionen Euro verfehlt. Im Jahr davor waren noch 46,3 Millionen Euro eingenommen worden - die Planung lag damals etwas niedriger.

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Rasende Radler, verliebte Fahrer, Plüschaffen auf dem Dach und verkannte Poeten – in zwanzig Jahren kamen so einige Kuriositäten bei der Bußgeldstelle zusammen.

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Das eigentliche Ziel der Tempokontrollen sind aber nicht die Einnahmen. “Hier geht es um den Schutz von Menschenleben“, sagte Ministeriumssprecher Wolfgang Brandt. Tempoverstöße seien nach wie vor die Hauptursache für Unfälle im Land. Daneben ahndet die Polizei auch Alkohol am Steuer oder das Missachten von Ampeln. Der ruhende Verkehr wird dagegen von den Kommunen überwacht, die ab und an allerdings auch blitzen.

Die Zentrale Bußgeldstelle ging 1996 in Betrieb - und hatte im ersten Jahr erst 100 000 Verstöße zu ahnden. Anfangs waren allerdings erst drei der damals sechs Polizeipräsidien angeschlossen. Im Laufe der Jahre wurde die Behörde ausgebaut. Sie hat inzwischen auch zwei Außenstellen.

Vieles wird heute automatisiert bearbeitet - trotzdem schaut noch immer ein Mitarbeiter auf jedes einzelne Blitzer-Foto, sagte der Sprecher. Dabei wird dann kontrolliert, ob die Daten richtig vom Computer erfasst wurden. Aus Datenschutzgründen wird zudem ein möglicher Beifahrer aus dem Blitzer-Foto genommen.

Von Rochus Görgen

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