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Brandenburg Diese Erfindungen kommen aus Brandenburg
Brandenburg Diese Erfindungen kommen aus Brandenburg
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15:17 09.11.2016
Brandenburger melden heutzutage vergleichsweise wenig Patente an. Quelle: dpa
Potsdam

Am 9. November 1914 – also auf den Tag genau vor 102 Jahren – hat in Wien ein Mädchen namens Hedwig Eva Maria Kiesler das Licht der Welt erblickt. Später war die österreichisch-amerikanische Schauspielerin allen nur noch als Hedy Lamarr bekannt, denn vor allem in den 1940er Jahren galt sie als bedeutender Hollywoodstar.

Doch Lamarr hatte noch eine andere Seite, die der Erfinderin. Das ist auch der Grund, warum an ihrem Geburtstag der „Tag der Erfinder“ gefeiert wird. Denn zusammen mit dem Komponisten George Antheil erfand die Schauspielerin das Frequenzsprungverfahren, das bis heute in der Mobilfunktechnik eine wichtige Rolle spielt. Der gleichzeitige Frequenzwechsel wird zum Beispiel bei Bluetooth-Verbindungen oder mit der GSM-Technik angewendet. Das Patent wurde am 11. August 1942 vom Patentamt bewilligt.

Auch in der Mark haben schon viele Erfinder gelebt und gewirkt:

• Der Pädagoge Oskar Picht, der seit 1934 bis zu seinem Tod im Jahr 1945 in Potsdam-Rehbrücke lebte und dort auch begraben liegt, hat die Blindenschreibmaschine erfunden.

• Wer einen schnarchenden Partner hat, wird sicher folgende Erfindung griffbereit auf dem Nachttisch liegen haben: Ohropax. Erfunden hat sie der Unternehmer Maximilian Negwer, der in Potsdam lebte. Sein berühmtester Kunde soll Franz Kafka gewesen sein.

• Der Theologe Johann Heinrich August von Duncker hat im Jahr 1801 zusammen mit Garnisonspfarrer Wagner die „Königlich privilegierte optische Industrie-Anstalt“ gegründet, aus der sich später die Rathenower Optischen Werke entwickelten. Duncker, der außerdem die Vielschleifmaschine erfunden hat, lebte in Rathenow.

Hedy Lamarr. Quelle: Screenshot

• Eine Erfindung, die sicher jeder schon mal in Gebrauch hatte, kommt vom gebürtigen Luckenwalder (Teltow-Fläming) Hermann Henschel. Der gelernte Buchbinder hat 1867 den Pappteller erfunden – und zur Herstellung eine Firma in seinem Geburtsort gegründet. Auch die Werbung auf Bierdeckeln geht auf eine von ihm patentierte Idee zurück.

• Flugpionier Hans Grade ist zwar gebürtiger Pole, gestorben ist er aber 1946 in Borkheide (Potsdam-Mittelmark). Grade hat die erste Flugschule Deutschlands gegründet.

• Der 1866 in Glashütte bei Baruth/Mark (Teltow-Fläming) geborene Reinhold Burger kann sich gleich zwei Erfindungen auf die Fahne schreiben. Er hat die Thermoskanne erfunden und zusammen mit Wilhelm Conrad Röntgen die Röntgenröhre entwickelt.

Mit dem „Tag der Erfinder“ soll nicht nur an große Erfinder, die unser Leben verbessert haben, erinnert werden. Der Tag will auch den Mut zu eigenen Ideen und zur Veränderung fördern, den Ruf zeitgenössischer Erfinder und Visionäre verbessern und zur Mitarbeit an unserer Zukunft aufrufen.

Lesen Sie auch: Finanzielle Hürden bremsen Erfinder aus

Von MAZonline

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