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Diese Firmen sind Brandenburgs Zukunft

Brandenburger Zukunftspreis Diese Firmen sind Brandenburgs Zukunft

Am Freitag ist in Neuhardenberg der Brandenburger Zukunftspreis verliehen worden. Neun Firmen haben die begehrte Auszeichnung erhalten. Eines eint sie: Es sind kleine bis mittelgroße Unternehmen, die kreativ und innovativ eine Marktlücke besetzen. Unter ihnen ist unter anderem ein Brot-Sommelier. Wir stellen die Gewinner vor.

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Brot-Sommelier Holger Schüren gehört zu den Preisträgern

Quelle: Stähle

Neuhardenberg. Im barocken Glanz des idyllisch gelegenen Schlosses Neuhardenberg in Ostbrandenburg sind zum dritten Mal besonders innovationsfreundliche Unternehmen aus Brandenburg gewürdigt worden. An neun Unternehmen gingen die diesjährigen Zukunftspreise der sechs Wirtschaftskammern, die auf einer Festveranstaltung verliehen wurden. Die Firmen hätten ein Merkmal gemeinsam, sagte Wirtschaftsminister Albrecht Gerber (SPD) in seiner Rede: Es seien kleine und maximal mittelgroße Unternehmen, wie es sie in Brandenburg sehr häufig gebe. Allein in der Industrie hätten zwei von drei Betrieben weniger als 50 Beschäftigte. Der Preis rücke auch ins Licht, was märkische Unternehmen tagtäglich leisten würden. Sie seien kreativ und innovativ, würden Nischen und Marktlücken besetzen, intensiv ausbilden und sich für das Gemeinwohl engagieren.

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Neuhardenberg, 4. November: Am Freitag ist in Neuhardenberg der Zukunftspreis 2016 verliehen worden. Ein Jury wählte aus 78 Bewerbungen neun Gewinner aus. Außerdem wurde ein Ehrenpreis verliehen. Wir stellen die Gewinner vor und sagen warum sie von der Jury ausgewählt wurden.

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Der Wirtschaft in Brandenburg gehe es gut, sagte Gerber, appellierte aber zugleich an die Unternehmen, für den digitalen Wandel offen zu sein. Der sei auch für kleine Unternehmen eine große Chance, aber auch eine erhebliche Herausforderung. Im ersten Halbjahr sei das Wirtschaftswachstum im Land um 2,9 Prozent gewachsen. Das sei der dritthöchste Wert aller Bundesländer. „Und am Konjunkturhimmel strahlt weiterhin die Sonne“, hob der Minister hervor und bezog sich auf die jüngsten Kammer-Umfragen, die eine große Zufriedenheit der Firmen zeigte.

Unter den Geehrten ist auch der erste Brot-Sommelier Brandenburgs

Unter den Ausgezeichneten gehörte auch die Firma SIK-Holzgestaltungs GmbH aus Langenlipsdorf (Teltow-Fläming), die innovative Spielplätze baut. Die Firma lasse Kinderträume in einer einzigartigen Art und Weise wahr werden, hieß es zur Begründung. „Freiräume schaffen, spielend, innovativ und kreativ.“ Zudem würde sich die Firma um qualifizierten Fachkräfte-Nachwuchs kümmern und sich um den schonenden Umgang mit Ressourcen kümmern. Geehrt wurde auch der „erste Brot-Sommelier des Landes Brandenburg“, der Unternehmer Holger Schüren aus Nuthetal (Potsdam-Mittelmark) für „Ihre kleine Backstube“. Der Potsdamer Handwerkskammerpräsident Robert Wüst hielt die Laudatio und nannte Schüren ein „Aushängeschild für das gesamte brandenburgische Bäckerhandwerk“. Er biete mit Qualität den Billig-Discountern die Stirn, nach dem Motto „aus der Region für die Region“. Auf die Bühne durfte auch der Friseurmeister Daniel Schwefel aus Neutrebbin (Märkisch-Oderland), der den 200-jährigen Familienbetrieb neu ausrichtete. Er habe die Mitarbeiterzahl erhöht und neben der Lehrausbildung großen Wert auf Personalentwicklung gelegt, hieß es in der Begründung.

Das ist der Preis

Der Zukunftspreis der sechs Wirtschaftskammern wird seit 2014 verliehen. Davor wurde der gleichnamige Preis seit 2004 ausschließlich für Ostbrandenburg verliehen. In diesem Jahr bewarben sich 78 Unternehmen.

Neun Firmen erhielten den Preis: WIB homecare, Jüterbog; SIK-Holzgestaltung, Niedergörsdorf; Bäckerei & Konditorei „Ihre kleine Backstube“, Nuthetal; Silicon Radar, Frankfurt (Oder); Heizung und Sanitär Woltersdorf; Schwefel Friseure, Neutrebbin; Kunella Feinkost, Cottbus; Jende Posamenten Manufaktur, Forst; EMT Media Electrics, Lübbenau.

Ein Sonderpreis ging an Klaus Windeck, lange Jahre Chef von Metallbau Windeck in Rietz und Präsident der Handwerkskammer Potsdam.

Manfred Stolpe übergibt Preis für das Lebenswerk

Ein ergreifender Moment auf dem Festakt war die Verleihung des Sonderpreises für sein Lebenswerk an den früheren Potsdamer Handwerkskammerpräsidenten Klaus Windeck. Laudator war Alt-Ministerpräsident Manfred Stolpe, der Windecks „hartnäckigen Kampf für die Interessen des Handwerks“ hervorhob, der stets verbunden gewesen sei, mit „einem großen Herzen und absoluter Verlässlichkeit“. Der 75-jährige Windeck war Chef der gleichnamigen Metallbaufirma im Kloster Lehniner Ortsteil Rietz (Potsdam-Mittelmark).

Von Igor Göldner

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