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Brandenburg Diese Regionen sind „Motoren der Entwicklung“
Brandenburg Diese Regionen sind „Motoren der Entwicklung“
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21:35 25.10.2016
Wirtschaftsminister Albrecht Gerber (SPD) und Bürgermeister Andreas Igel aus Ludwigsfelde (l.) Quelle: MAZ
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Potsdam

Vor gut zehn Jahren verabschiedete sich Brandenburg von der Förderung per „Gießkanne“ – breit gestreut und an alle ein bisschen. Fortan galt das Motto „Stärken stärken“. Seinen Ausdruck fand das in 15 sogenannten regionalen Wachstumskernen und 16 Zukunftsbranchen. Nach Ansicht von Wirtschaftsminister Albrecht Gerber (SPD) hat sich diese Neuausrichtung bewährt. Die Wachstumskerne seien „Motoren der Regionalentwicklung“ und würden in das wirtschaftsstarke Umland ausstrahlen, betonte Gerber bei der Vorstellung des neuen Berichts, wie sich die Kerne entwickelt haben.

Der Erfolg lässt sich auch an den sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten ablesen. In den 15 Wachstumskernen gibt es deutlich mehr Beschäftigte als in anderen Regionen. Spitzenreiter ist Spremberg im Spree-Neiße Kreis mit 566 Beschäftigten je 1000 Einwohner. Auf Platz 2 liegt Ludwigsfelde (Teltow-Fläming) mit 540 und auf Platz 3 der Wachstumskern „Schönefelder Kreuz“ mit 498. Es folgen Potsdam (486), Neuruppin (485) und Frankfurt (Oder)/Eisenhüttenstadt (467). Der Landesdurchschnitt liegt bei 327 Beschäftigten je 1000 Einwohner.

Als gelungenes Beispiel gilt die Stadt Ludwigsfelde, die mit Daimler, VW und MTU wichtige Arbeitgeber hat. Bürgermeister Andreas Igel (SPD) war extra nach Potsdam eingeladen worden, um sein Konzept zu erläutern. „Wir machen Unternehmen in der Nähe zu Berlin ein attraktives Angebot und schaffen Erweiterungsoptionen für bereits ansässige Unternehmen“, hob Igel hervor. 2015 überschritt die Stadt die Marke von 25 000 Einwohnern, inzwischen pendeln rund 2500 Menschen mehr in die Stadt hinein als heraus. Der Wachstumskern wirke und werde akzeptiert.

Gerber stellte drei neue Projekte an. So soll in Potsdam in Infrastrukturmaßnahmen investiert werden, um am Wissenschaftspark Golm weitere Technologieunternehmen ansiedeln zu können. Am S-Bahnhof in Königs Wusterhausen ist ein Fahrrad-Parkhaus mit 600 Plätzen geplant, um Pendler anzulocken. Drittes Projekt ist eine Brücke bei Spremberg, die eine Bahnanlage am Tagebau Welzow-Süd überqueren soll. Zusammen sollen rund zehn Millionen Euro investiert werden. Seit dem Start der Wachstumskerne seien 166 solcher Projekte auf den Weg gebracht worden, sagte Gerber. 102 davon wurden bereits abgeschlossen, 64 werden noch umgesetzt. 11 der 15 Kerne würden zu den Gewinnern des Stadt-Umland-Wettbewerbs gehören. Dazu gehört auch die Schaffung hochwertiger Gewerbeflächenangebote in Ludwigsfelde.

Die Festlegung der 15 Wachstumskerne gilt zunächst bis zum Ende der Wahlperiode 2019, kann aber dann von der Landesregierung verlängert werden.

Die 15 Regionalen Wachstumskerne

Im Jahr 2005 wurden von der Landesregierung die Regionalen Wachstumskerne im Rahmen der neuen Förderstrategie „Stärken stärken“ festgelegt.


Die Förderkerne sind die Städte: Potsdam, Brandenburg/Havel, Cottbus, Eberswalde, Frankfurt (Oder), Fürstenwalde, Luckenwalde, Ludwigsfelde, Neuruppin, Schwedt, Spremberg.

Hinzu kommen die Förderverbünde:

Oberhavel (Oranienburg/Hennigsdorf/Velten),

Prignitz (Perleberg/Wittenberge/

Karstädt),

Schönefelder Kreuz (Wildau/Königs Wusterhausen/Schönefeld),

Westlausitz (Finsterwalde/Großräschen/Lauchhammer/Schwarzheide/Senftenberg).

Von Igor Göldner

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