Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg Diese Städte profitieren von Berlins Preisboom
Brandenburg Diese Städte profitieren von Berlins Preisboom
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:27 17.10.2016
Mieten steigen: Fußgängerzone in Potsdam. Quelle: MAZ
Anzeige
Potsdam

Brandenburg könnte auf dem Wohnungsmarkt Nutznießer des Preisbooms in der Metropole Berlin werden. Der Grund: Immer mehr Mieter und Käufer weichen wegen überteuerten Wohnraums ins Brandenburgische aus. Das geht aus dem Wohnungsmarktbericht Ostdeutschland des TAG-Immobilienkonzern hervor, der jetzt vorgestellt wurde. Als Beispiele werden Nauen (Havelland), die Stadt Brandenburg an der Havel, Eberswalde (Barnim) und Strausberg (Märkisch-Oderland) genannt.

Service

Attraktive Wohnungen und Häuser überall im Land Brandenburg: MAZimmo.de

In diesen Städten sei ein deutlicher Zuzugstrend aus der Hauptstadt zu spüren. „Weil Berlin weiter wächst, erhöhen sich daher auch die Wachstumschancen für kleinere Städte und Gemeinden im Umland“, hieß es. Je besser die Verkehrsanbindung nach Berlin ist, desto attraktiver der Standort. Von Strausberg ist der Berliner Hauptbahnhof mit dem Zug in 45 Minuten erreichbar, von Eberswalde ist man in 30 Minuten am Gesundbrunnen in Berlin. 2015 seien 355 Berliner nach Eberswalde gekommen, in deren Fachhochschule man unter 17 verschiedenen Studiengängen auswählen könne.

Laut dem Report könnten die brandenburgischen Mittelstädte einen ungeahnten Aufschwung erlangen. Dort sind Mietniveau und Kaufpreise von Wohnungen zurzeit moderat, trotz zweistelliger Zuwächse bei Mieten. So legten die Mieten in Nauen innerhalb von zehn Jahren um um fast 31 Prozent zu. In Nauen und Strausberg würde man im Durchschnitt nur zwischen 5 und 6 Euro pro Quadratmeter zahlen. In Berlin liegt die Durchschnittsmiete bei 9,10 Euro. In Berlin kostet der Quadratmeter Wohnraum durchschnittlich über 3000 Euro, das seien 75 Prozent mehr als noch 2004.

Ob dieser Trend auf lange Sicht Bestand habe, lasse sich heute allerdings noch nicht sagen, meinte Karsten Jungk vom Immobiliendienstleister Wüest & Partner, die die Studie erarbeitet hat. Darin wird auch von einer Trendwende auf dem ostdeutschen Wohnungsmarkt gesprochen. Der Fortzug aus den neuen Bundesländern sei danach gestoppt. Die TAG bewirtschaftet rund 80.000 Wohnungen, davon ein Großteil in Berlin und im Osten.

Der Verband der Berlin-Brandenburgischen Wohnungsunternehmen (BBU) hat laut eine Umfrage eine „kleine Landflucht“ in Brandenburg festgestellt. So gebe es eine deutliche Wanderungsbewegung von den Umlandgemeinden in die jeweils nächstgrößeren Städte. 96 Prozent der BBU-Mitgliedsunternehmen berichteten von einer Zuwanderung aus dem Umland von Berlin.

Berlin toppt bei Mieten Potsdam

Steigende Mieten und Preise in Berlin und Potsdam: In Berlin kostet der Quadratmeter durchschnittlich über 3000 Euro. In Potsdam, lange Zeit das teuerste Pflaster in Berlin-Brandenburg, muss man mit 2780 Euro rechnen. Das ist etwa ein Drittel mehr als noch vor zehn Jahren. In Potsdam zahlen Mieter 9,82 Euro – das ist eine Steigerung um mehr als ein Drittel in zehn Jahren.


Die Zahlen stammen von der TAG Immobilien AG, die rund 80 000 Wohnungen bewirtschaftet, vor allem in Berlin und Ostdeutschland.

Von Igor Göldner

Der Brandenburger Regierungschef und SPD-Parteivorsitzende Dietmar Woidke hat EU-Parlamentspräsident Martin Schulz am Rande des Landesparteitags als möglichem SPD-Kanzlerkandidaten den Rücken gestärkt.

16.10.2016

Brandenburgs SPD-Chef Dietmar Woidke hat seinen Stand in der Landespartei wieder verbessert. Die Partei lässt, wenn es darauf ankommt, ihren Vorsitzenden nicht im Stich. Doch das anständige Wahlergebnis kann nicht darüber hinwegtäuschen: Es ist ein Sieg mit Kratzern. Ein Kommentar von Igor Göldner.

16.10.2016
Brandenburg Polizeieinsatz auf Simon-Dach-Straße - Heftige Hooligan-Randale in Berlin

Schläge, Tritte, Steine, Flaschen, Warnbaken – in der Nacht von Samstag auf Sonntag wurde die Polizei in Berlin von über 100 Randalierern massiv attackiert. Die Beamten waren alarmiert worden, weil sich die Lage in einem Lokal so zugespitzt hatte, dass die Betreiberin nur einen Ausweg wusste und die Polizei rief. Dann eskalierte die Situation vor dem Lokal.

16.10.2016
Anzeige