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Diese Städte profitieren von Berlins Preisboom

Wohnungsmarkt Berlin-Brandenburg Diese Städte profitieren von Berlins Preisboom

Berlin wächst, doch der Wohnraum bleibt knapp und wird immer teurer. In Potsdam sieht es nicht viel anders aus. Deshalb rücken die brandenburgischen Städte in der Peripherie immer stärker in den Fokus von Mietern und Käufern, wie der Wohnungsmarktbericht Ostdeutschland des TAG-Immobilienkonzern hervorgeht. Dabei gilt eine einfache Regel.

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Mieten steigen: Fußgängerzone in Potsdam.

Quelle: MAZ

Potsdam. Brandenburg könnte auf dem Wohnungsmarkt Nutznießer des Preisbooms in der Metropole Berlin werden. Der Grund: Immer mehr Mieter und Käufer weichen wegen überteuerten Wohnraums ins Brandenburgische aus. Das geht aus dem Wohnungsmarktbericht Ostdeutschland des TAG-Immobilienkonzern hervor, der jetzt vorgestellt wurde. Als Beispiele werden Nauen (Havelland), die Stadt Brandenburg an der Havel, Eberswalde (Barnim) und Strausberg (Märkisch-Oderland) genannt.

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In diesen Städten sei ein deutlicher Zuzugstrend aus der Hauptstadt zu spüren. „Weil Berlin weiter wächst, erhöhen sich daher auch die Wachstumschancen für kleinere Städte und Gemeinden im Umland“, hieß es. Je besser die Verkehrsanbindung nach Berlin ist, desto attraktiver der Standort. Von Strausberg ist der Berliner Hauptbahnhof mit dem Zug in 45 Minuten erreichbar, von Eberswalde ist man in 30 Minuten am Gesundbrunnen in Berlin. 2015 seien 355 Berliner nach Eberswalde gekommen, in deren Fachhochschule man unter 17 verschiedenen Studiengängen auswählen könne.

Laut dem Report könnten die brandenburgischen Mittelstädte einen ungeahnten Aufschwung erlangen. Dort sind Mietniveau und Kaufpreise von Wohnungen zurzeit moderat, trotz zweistelliger Zuwächse bei Mieten. So legten die Mieten in Nauen innerhalb von zehn Jahren um um fast 31 Prozent zu. In Nauen und Strausberg würde man im Durchschnitt nur zwischen 5 und 6 Euro pro Quadratmeter zahlen. In Berlin liegt die Durchschnittsmiete bei 9,10 Euro. In Berlin kostet der Quadratmeter Wohnraum durchschnittlich über 3000 Euro, das seien 75 Prozent mehr als noch 2004.

Ob dieser Trend auf lange Sicht Bestand habe, lasse sich heute allerdings noch nicht sagen, meinte Karsten Jungk vom Immobiliendienstleister Wüest & Partner, die die Studie erarbeitet hat. Darin wird auch von einer Trendwende auf dem ostdeutschen Wohnungsmarkt gesprochen. Der Fortzug aus den neuen Bundesländern sei danach gestoppt. Die TAG bewirtschaftet rund 80.000 Wohnungen, davon ein Großteil in Berlin und im Osten.

Der Verband der Berlin-Brandenburgischen Wohnungsunternehmen (BBU) hat laut eine Umfrage eine „kleine Landflucht“ in Brandenburg festgestellt. So gebe es eine deutliche Wanderungsbewegung von den Umlandgemeinden in die jeweils nächstgrößeren Städte. 96 Prozent der BBU-Mitgliedsunternehmen berichteten von einer Zuwanderung aus dem Umland von Berlin.

Berlin toppt bei Mieten Potsdam

Steigende Mieten und Preise in Berlin und Potsdam: In Berlin kostet der Quadratmeter durchschnittlich über 3000 Euro. In Potsdam, lange Zeit das teuerste Pflaster in Berlin-Brandenburg, muss man mit 2780 Euro rechnen. Das ist etwa ein Drittel mehr als noch vor zehn Jahren. In Potsdam zahlen Mieter 9,82 Euro – das ist eine Steigerung um mehr als ein Drittel in zehn Jahren.


Die Zahlen stammen von der TAG Immobilien AG, die rund 80 000 Wohnungen bewirtschaftet, vor allem in Berlin und Ostdeutschland.

Von Igor Göldner

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