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Diesel für 90 Cent: Da geht noch was!

So macht Tanken spaß Diesel für 90 Cent: Da geht noch was!

Autofahrer können derzeit so günstig tanken wie lange nicht. 90 Cent und weniger kostet der Liter Diesel derzeit in einigen Brandenburger Orten. Super E 10 war am Montag in Schönefeld (Dahme-Spreewald) für 1,15 Euro je Liter zu haben. Nicht nur Autofahrer freuen sich darüber. Auch die Wirtschaft brummt. Und einiges deutet darauf hin, dass Sprit noch günstiger wird.

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Günstig tanken: Stimmt derzeit in Brandenburg.

Quelle: dpa

Potsdam. Der Preis fällt, die Stimmung steigt: Autofahrer können derzeit so günstig tanken wie lange nicht. 88,9 Cent kostete der Liter Diesel am Montag in Dallgow-Döberitz (Havelland), 89,9 Cent in Brandenburg/Havel. Auch Super E 10 ist günstig, war etwa in Schönefeld (Dahme-Spreewald) für 1,15 Euro je Liter zu haben.

Die Brandenburger Wirtschaft profitiert davon, erklärte Mario Tobias, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Potsdam. „Besonders die energieintensiven Industrien, der Dienstleistungsbereich und Speditionen sparen bei ihren Energiekosten, indirekt aber auch alle anderen Branchen“, so Tobias. Nicht zuletzt dürften sich die Berufspendler freuen, sagte er. „So haben letztlich alle Verbraucher mehr Geld für den Konsum in der Tasche.“

Spediteure haben ander Kostenfaktoren

„Das Preisniveau erleichtert manches, hat aber nicht die unterstellte Wirkung“, relativiert Ralf Hahn, Speditionsleiter bei dem Fuhrunternehmen Krage in Potsdam. Es gebe andere Kostenfaktoren, die stärker zu Buche schlagen würden.

In zufriedene Gesichter blicken derzeit die Heizölhändler. „Die Kunden sind froh, wenn sie das Geld, das sie beim Öl sparen, woanders ausgeben können“, erklärt Jacqueline Zander von Zander Brennstoffe in Brügge (Prignitz). Allerdings seien die Tanks meist noch voll, da viele im Herbst, als die Preise schon gefallen waren, zugegriffen hätten. „Manche pokern auch“, so Zander. „Der Preis kann ja noch weiter fallen.“

Heizölkunden bunkern und pokern

Laut Heike Steiner, Chefin von Kitsch Brennstoffhandel in Fehrbellin (Ostprignitz-Ruppin) gibt es schon Nachbestellungen von Heizöl mitten in der Saison: Wenn der Tank es zulasse, würden schon mal 500 Liter nachbestellt.

Die Industrie kann günstiger produzieren, doch die Hoffnung der Autobranche auf höhere Verkaufszahlen wegen des günstigen Sprits bestätigt sich laut Landesverband des Kraftfahrzeuggewerbes nicht. Auch Wolfgang Kunzke, Geschäftsführer vom A & M Autohaus in Rathenow (Havelland), sieht keinen Zusammenhang zwischen Spritpreisen und Autoverkäufen. „Wir hatten weder Rückgänge, als der Spritpreis hoch war, noch spüren wir jetzt, dass die Nachfrage steigen würde “, sagte er. „Wer weiß schon, wie der Spritpreis in der Zukunft aussieht?“

Die Preise an den Zapfsäulen könnten noch kleiner werden: Durch das Ende der Sanktionen gegen den Iran ist Öl noch günstiger geworden. Die Regierung in Teheran erhöhte die Förderung sogleich von 2,8 auf 3,3 Millionen Barrel Öl täglich.

In Asien wurde ein Barrel (159 Liter) Rohöl am Montag zeitweise für weniger als 28 Dollar gehandelt. Die Nordseesorte Brent kostete zwischenzeitlich 27,67 Dollar (25,34 Euro) pro Barrel, 4,4 Prozent weniger als bei Handelsschluss am Freitag. Das bislang letzte Mal, dass die Sorte Brent bei Handelsschluss unter 28 Dollar lag, war im November 2003.

Von Rüdiger Braun und Torsten Gellner

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