Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg Dieseldiebe zapfen Pipeline im Oderbruch an
Brandenburg Dieseldiebe zapfen Pipeline im Oderbruch an
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:35 25.10.2013
Quelle: dpa
Anzeige
Heckelberg/ Schwedt

Ein dunkler Fleck auf seinem Acker machte den Landwirt aus Heckelberg (Märkisch-Oderland) stutzig. „Ich bin von meinem Traktor abgestiegen, hab’ die Erde in die Hand genommen und sie roch nach Diesel oder Heizöl“, sagte er am Donnerstag der MAZ. Auf seinem Feld wurde in einem Meter Tiefe eine Sprit-Pipeline angebohrt – ein bislang einmaliger Fall in Brandenburg. „Ich habe direkt den Raffinerie-Betreiber angerufen, weil ich dachte, dass die Leitung undicht ist und nicht, dass es ein Diebstahl ist“, erzählte der Landwirt über den Vorfall am Abend des 2. Oktober.

Bislang unbekannte Täter hatten die Pipeline angebohrt und durch die Öffnung Treibstoff abgezapft. „Als wir dort eintrafen, haben wir ein tiefes Loch vorgefunden, in dem ein Schlauch ins Erdreich führte“, erklärte Polizeisprecherin Bärbel Cotte-Weiß. Offenbar wollten die Diebe, nachdem der Landwirt den Acker verlassen hatte, erneut Treibstoff aus der Pipeline zapfen. Vor Ort fand die Polizei zwei Schubkarren, zwei Spaten und Kanister. „Es sah so aus, als hätten die Täter fluchtartig das Gelände verlassen“, sagte die Polizeisprecherin.

Für den Raffinerie-Betreiber PCK entpuppt sich der Fall als riesiger Verlust. „Der Schaden beträgt mehr als eine halbe Million Euro, und bis jetzt zahlen wir das aus eigener Tasche“, teilte Pressesprecherin Vica Fajnor mit. Teuer ist insbesondere die Entsorgung der mit Treibstoff durchtränkten Erde. Über 400 Container wurden in der Zwischenzeit von dem Gelände abtransportiert, knapp 5000 Kubikmeter. Rund ein Fünftel davon ist komplett kontaminiert und wird in der Raffinerie-eigenen Abfallverbrennungsanlage entsorgt. Der Rest wird gewaschen. „Für mich ist wichtig, dass zu keiner Zeit eine Gefährdung des Trinkwassers bestanden hat, das ist gewährleistet“, sagte Holger Horneffer, Direktor des Amt Falkenberg-Höhe, zu dem Heckelberg gehört. Eine Lehmschicht hatte verhindert, dass der Treibstoff weiter nach unten sickert.

Die Polizei ermittelt nun wegen Diebstahls und Bodenverunreinigung. Insbesondere eine der beiden Schubkarren genießt die Aufmerksamkeit der Ermittler. Auf dieser ist beidseitig groß die Buchstabenkombination „K.K“ mit schwarzer Farbe aufgemalt, zwischen den Griffen mit blauer Farbe „Rev. 3“. „Nun wissen wir nicht genau: hat diese Schubkarre zu einer Firma gehört oder zu einer Privatperson, die ihr K.K angebracht hat“, sagte Polizeisprecherin Bärbel Cotte-Weiß.

Wie lange die 78 Kilometer lange Pipeline, die den Raffinerie-Standort in Schwedt (Uckermark) mit dem Tanklager in Seefeld (Barnim) verbindet und Berliner Tankstellen versorgt, angezapft war, weiß die Polizei momentan nicht. „Wir gehen aber davon aus, dass nicht nur einmal angezapft wurde“, so Cotte-Weiß. Der Landwirt fuhr wöchentlich über sein Feld. „Vorher ist mir allerdings nichts aufgefallen“, sagte er.

Von Stephan Henke

Brandenburg Erneut Babyleiche in Brandenburg - Mutter sticht ihrem Säugling ins Herz

Nur einen Tag nach dem schrecklichen Fund einer Babyleiche in Glindow ist erneut ein toter Säugling entdeckt worden. Wie die Polizei mitteilte, wurde in Golzow ein totes Baby in einem Mehrfamilienhaus gefunden. Die junge Mutter hat die Tat bereits gestanden.

24.10.2013
Brandenburg Zum Lernen einen Monat nach England - ZF Friedrichshafen erhält Ausbildungspreis

Der ZF Friedrichshafen am Standort Brandenburg ist Preisträger des Brandenburger Ausbildungspreises 2013. Der Automobilzulieferkonzern beschäftigt in Brandenburg an der Havel 1160 Leute und ist eine von 97 brandenburgischen Ausbildungsfirmen, die sich um den Ausbildungspreis beworben hatten.

27.10.2013
Brandenburg Laut Umfrage plant der Großteil eine Karriere anderswo - Brandenburgs Wissenschaftler wandern aus

Karriere gemacht wird woanders: Über die Hälfte der Akademiker in Brandenburg treten nach ihrer erfolgreichen Hochschulkarriere die Flucht an und suchen ihr berufliches Heil anderswo. Das hat starke Auswirkungen auf den zukünftigen Arbeitsmarkt. Bereits in ein paar Jahren werden Hunderttausende Arbeitsplätze in der Region nicht besetzt werden können.

24.10.2013
Anzeige