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Dieser Künstler hält das Schloss im Bild fest

Ribbeck Dieser Künstler hält das Schloss im Bild fest

Der Maler und Bühnenbildner Donald Becker hat ein großes Tafelbild für das Schloss Ribbeck gemalt. Das führt optisch in die Fontanezeit. In einer aktuellen Ausstellung zeigt der Künstler Landschaftsbilder, die er im Havelland gemalt hat.

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Donald Becker malte das Ribbecker Tafelbild und die havelländische Landschaft.

Quelle: Marlies Schnaibel

Ribbeck. Manchmal befasst sich Donald Becker mit dem Universum, manchmal auch mit Krüppelwalmdach und Fledermausgauben. Am Ende werden Bilder draus, die der in Berlin und Strodehne lebende Künstler im Schloss Ribbeck zeigt. Dort wird am Sonntag eine Ausstellung mit seinen Bildern eröffnet. Eines ist inzwischen ständig im Schloss zu sehen, es ist das große Tafelbild im Restaurant des Hauses.

Das war eine besondere Auftragsarbeit für den gebürtigen Hamburger, der in Berlin an der Hochschule der Künste studierte, dort Meisterschüler war, den ein Lehrauftrag an der Kunsthochschule Genf zog. Eine Bühnenbildassistenz führte ihn ans Burgtheater Wien. An großen europäischen Theatern hat er als Bühnenbildner für Oper, Schauspiel und Tanztheater gearbeitet. Und genau davon wusste Frank Wasser, Geschäftsführer der Schloss Ribbeck GmbH.

Er bestellte für das Schloss ein Bild. Eines, das Ribbeck zeigen sollte, so wie es Fontane vorgefunden haben könnte. In seinem berühmten Ribbeck-Birnen-Gedicht spricht der Dichter vom „Doppeldachhaus“. Und mit genau diesen Dächern hat sich jetzt der Maler Donald Becker auseinandergesetzt. Er hat für sein Bild den Blick von Osten auf die Anlage gewählt, eine historische Vision, die er nach Beschreibungen und einigen verschwommenen Abbildungen geschaffen hat. Eine anregende historische Ribbecker Abbildung auf sechs Quadratmeter Leinwand ist entstanden.

Hintergrund

Die Ausstellung „Solstice Equinox“ wird am Sonntag um 17 Uhr im Schloss Ribbeck eröffnet. Zur Vernissage spricht Gregor Mirwa einführende Worte. Gezeigt wirde die Ausstellung mit Malerei bon Donald Becker bis zum 30. Juni.

Der Schauspieler und Entertainer Peter Bause ist am Sonntag bereits ab 15 Uhr im Schloss mit dem humorvollen Programm „Man stirbt doch nicht im dritten Akt“ zu erleben.

Das Schloss Ribbeck ist täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Heute wohnt Donald Becker in Berlin oder im havelländischen Strodehne, das er nach der Wende entdeckte, als die Westberliner ins Umland ausschwärmen. „Ich wollte nur zeichnen“, erinnert er sich. Aber Landschaft und die Backsteinbauten hatten es ihm angetan, es wurde mehr daraus als die ersten Zeichenausflüge ahnen ließen. Jetzt hat sich sein Leben im Havelland zu einer besonderen Ausstellung gefügt. Mit „Solstice Equinox“ hat er sie überschrieben.

Becker wählt die englischen und französischen Begriffe für den kürzesten und den längsten Tag des Jahres. Von der Wintersonnenwende bis zur Tag und Nachtgleiche, dem Frühlingsanfang, hat er im Havelland gemalt. „Bei Wind und Wetter“, wie er das beschreibt, wobei das mit dem Wind keine Floskel, sondern eine meteorologische Herausforderung für den Maler war. Becker hat an der Havel gemalt, die Wiesen am Gülper See, die Felder bei Brädikow. Erdige Landschaftsbilder sind entstanden, mit weitem Horizont. Es sind Bilder, die einladen, die Dramatik einer auf den ersten Bild unscheinbaren Landschaft zu entdecken. 30 Bilder halten den Lauf des Jahres in Bildern fest - das wechselnde Licht, die wachsende Kraft der Sonne.

„Solstice Equinox“ – diese Zeitreise ist für Donald Becker auch eine zu seiner eigenen Malerei. In dem großformatigen Bild „Visualisierung“ hat er sich mit seinem Werk in den Kosmos eingeordnet, hat Zeit und Raum in einem mathematisch-ästhetisch anmutenden Bild eingefangen. Hier hat er eine abstrakte Vision von Unendlichkeit geschaffen, in der er sich mit seinem Werk einfügt. Das Havelland im Universum. Eine schöne Vorstellung.

Die Ausstellung wird am Sonntag um 17 Uhr eröffnet.

Von Marlies Schnaibel

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