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Dieser Mann wollte Berlin in die Luft jagen

Terrorverdacht Dieser Mann wollte Berlin in die Luft jagen

Der auf dem Foto abgebildete Mann steht in dringendem Verdacht, einen Terrorakt in Berlin geplant zu haben. Auf einem Bild soll der 34-jährige Algerier, der sich als Syrer ausgab, sogar mit dem Befehlsgeber der Terroranschläge von Paris posieren. Auch seine Frau wurde verhaftet.

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Ein Foto von dem 34-jähriger Algerier im Kampfgebiet in Syrien.
 

Quelle: Polizei

Berlin.  Die Polizei hat jetzt ein Foto von dem Mann (34) veröffentlicht, der am Donnerstag in einem Asylheim in Attendorn (Nordrhein-Westfalen) wegen Terrorverdachts festgenommen wurde. Er gilt als Hauptverdächtiger. Auch in Berlin wurde ein Algerier (49) verhaftet.

Der Polizei liegen mehrere Fotos vor, die den 34-Jährigen im Kampfgebiet in Syrien zeigen – mit Waffen posierend und von zahlreichen Waffen umgeben.

Die Polizei will mit der Foto-Veröffentlichung unterstreichen, warum sie den Terrorverdacht gegen diesen Mann „in besonderen Maße als ernsthaft“ einstuft.

Posieren mit dem Paris-Befehlsgeber

Auf einem Bild soll er mit einem ranghohen Strategen des sogenannten Islamischen Staates zu sehen sein – dem Mann, der dem Hauptattentäter der Anschläge im November in Paris, dem Belgier Abdelhamid Abaaoud, die Befehle gegeben haben soll.

Der Islamist wird außerdem von seinem Heimatland Algerien wegen des Verdachts der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung, nämlich dem IS, gesucht.

34-Jähriger gibt sich als Syrer aus

Der 34-Jährige war im Herbst über die sogenannte Balkanroute mit seiner Familie nach Deutschland gekommen, hat sich in Bayern als syrischer Flüchtling registrieren lassen und war dann in Attendorn (Nordrhein-Westfalen) untergebracht.

Er soll zuvor in Syrien militärisch ausgebildet worden sein. Da gegen seine 27-jährige Ehefrau ebenfalls ein internationaler Haftbefehl bestand, wurde auch sie festgenommen.

Haftbefehl gegen 49-Jährigen

Der wegen Urkundenfälschung mit Haftbefehl gesuchte 49-Jährige war unter abweichenden Personalien seit dem Jahr 2000 in Berlin bekannt. Er hatte 2013 Deutschland verlassen und ist ein Jahr später mit falschen französischen Personalien zurückgekehrt. Danach trat er mehrfach unter unterschiedlichen Identitäten auf. Er hat am Freitag einen Haftbefehl wegen Urkundenfälschung erhalten.

Zwei weitere Verdächtige

Dem in einer Flüchtlingsunterkunft in Niedersachsen überprüften 25-Jährigen konnten Kontakte nach Belgien nachgewiesen werden.

Bisherigen Erkenntnissen zufolge reiste der in Berlin überprüfte 30-jährige Tatverdächtige bereits im Frühjahr 2004 in Deutschland ein und besitzt derzeit eine befristete Aufenthaltsgenehmigung.

Berlin – aber wo genau?

Zu den Ermittlungen gegen die insgesamt vier Algerier kam es aufgrund eines Hinweises des Bundesamtes für Verfassungsschutzes (BfV), der am 10. Januar bei der Polizei einging. Demnach sollten die vier Männer Unterstützer der Islamitisch-terroristischen Vereinigung „Islamischer Staat“ (IS) sein und „möglicherweise in Anschlagsplanungen in Berlin involviert“ sein, schreibt die Polizei. Hinweise auf einen konkreten Ort in Berlin liegen der Polizei und aber nicht vor, wie sie am Freitag unterstrich. Zuvor war in den Medien über den Alexanderplatz oder den Checkpoint Charlie als Anschlagsort spekuliert worden.

Auffälliges und konspiratives Verhalten

Nach diesem Hinweis hat die Polizei „aufwendige und personalintensive Überwachungsmaßnahmen“ eingeleitet. Die Betroffenen hätten sich sehr auffällig und konspirativ verhalten. „In Abwägung zwischen einer möglichen Anschlagsgefahr, dem Entdeckungsrisiko der verdeckten Ermittlungsmaßnahmen und der Aussicht, durch diese Maßnahmen weitere Beweise zu gewinnen, wurde entschieden, in die offene Phase überzugehen“, so die Polizei. Das heißt, es wurden am Donnerstag die Razzien veranlasst, bei denen von den 450 Beamten allein 300 in Berlin eingesetzt waren.

Die Ermittler stellten Datenträger in großer Menge, Dokumente, Unterlagen sowie Mobiltelefone sicher. Es wurden Sprengstoffspürhunde eingesetzt. Gefährliche Gegenstände wie Sprengstoff oder Waffen wurden aber nicht gefunden.

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Von MAZonline

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