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Dieses Jahr gibt’s nur eine ILA-Schrumpfversion

Flugshow wird leiser Dieses Jahr gibt’s nur eine ILA-Schrumpfversion

Weniger Tage, weniger Flüge: Die Internationale Luftfahrtausstellung ILA macht in diesem Jahr nicht so viel Lärm wie noch in den Vorjahren. Das Programm fällt deutlich geringer aus. Deutlich zu sehen und zu hören ist das bei den Flugshows. Für die gibt es bestimmte Auflagen.

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ILA 2006.

Quelle: MAZ-Archiv

Schönefeld. Die Luftfahrtmesse ILA fällt für die Anwohner in diesem Jahr leiser aus. Dazu trägt bei, dass die Schau um zwei Tage verkürzt wurde. Aber auch das Flugprogramm an den verbleibenden vier Tagen fällt eine Nummer kleiner aus. „Es ist deutlich weniger als es in der Vergangenheit war“, sagte der Vorsitzende der Fluglärmkommission, Gerhard Steintjes, am Montag, nachdem die Veranstalter ihre Pläne präsentiert hatten. An den zwei Publikumstagen (3. und 4. Juni 2016) wird jeweils dreieinhalb Stunden geflogen, an den beiden Fachbesuchertagen zuvor jeweils eineinhalb Stunden.

„Die Kommission hat das positiv zur Kenntnis genommen“, sagte Steintjes. Zugleich forderte sie auf Antrag der Gemeinde Schöneiche, besonders laute und militärische Maschinen aus dem Flugprogramm zu streichen. Steintjes verwies darauf, dass die Zahl der Beschwerden von Anwohnern seit 2008 zurückgehe, insbesondere seit die Internationale Luftfahrtausstellung (ILA) 2012 von der Nord- auf die Südbahn umgezogen ist. Die ILA findet alle zwei Jahre statt.

Organisatoren setzen erneut auf Kampfflugzeuge

Die Forderung nach dem Verzicht auf Kampfflieger wird aber wirkungslos blieben. Denn die Beschlüsse der Fluglärmkommission sind weder für den Flughafen noch die Messe Berlin, die die ILA veranstaltet, verbindlich. Die Organisatoren setzen auch in diesem Jahr auf Kampfflugzeuge. So hat sich die Patrouille Suisse, die Kunstflugstaffel der Schweizer Luftwaffe, angekündigt. Die Piloten sollen aber auf die lauten Nachbrenner verzichten und nicht schneller als 550 Knoten (rund 1000 Kilometer in der Stunde) fliegen, um den Lärm für die Menschen in der Umgebung so gering wie möglich zu halten.

Erst bei 1700 Anwohnern des Flughafens sind Schallschutzfenster eingebaut

Von den Anwohnern des künftigen Hauptstadtflughafens haben noch immer die wenigsten den vorgesehenen Schallschutz. 81 Prozent von knapp 18.000 Anträgen sind zwar abgearbeitet, wie Steintjes sagte. Aber erst gut 1700 Anwohner haben sich schon die bewilligten Schallschutzfenster, Lüfter und Dämmungen einbauen lassen. „Viele wollen nicht innen dämmen“, sagte Steintjes. Sie warteten ab, ob sich nicht noch günstigere Regelungen ergäben.

Thema der Vertreter von Gemeinden, Landesregierungen und Luftverkehrsbranche in der Fluglärmkommission war auch die NORAH-Studie (Noise-Related Annoyance, Cognition and Health). Sie untersuchte die Lärmauswirkungen rund um den Frankfurter Flughafen und lieferte zum Teil überraschende Ergebnisse. Fluglärm erhöht demnach etwa das Risiko, an einer Depression zu erkranken.

Von Burkhard Fraune

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