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Brandenburg Digitalfunk schützt Brandenburgs Notdienste
Brandenburg Digitalfunk schützt Brandenburgs Notdienste
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12:31 15.04.2018
Digitalfunkgeräte des DRK. Quelle: Peter Geisler
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Potsdam

Die Umstellung von analogem auf Digitalfunk bietet für Brandenburgs Polizei- und Rettungskräfte viele Vorteile. So ist es für Amateurfunker wesentlich schwerer geworden, den Notruffunkverkehr mitzuhören oder zu stören.

Das ergab eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur anlässlich des Weltamateurfunktags am 18. April. Die Sprecherin des Zentraldienstes der Polizei in Wünsdorf (Teltow-Fläming), Gabriele Krümmel, betont in diesem Zusammenhang die deutlich höheren Kapazitäten, die Abhörsicherheit und die Sprachqualität beim Digitalfunk. „Darüber hinaus wird der Analogfunkstandard von der Industrie bereits seit mehreren Jahren nicht mehr unterstützt“, sagt sie.

Seit 2015 Digitalfunk

Für die Polizei im Land habe im Jahr 2014 der einsatztaktische Nutzbetrieb des Digitalfunks auf Grundlage des „TETRA-Standards“ begonnen. „Alle polizeilichen Kräfte des Landes sind mit Digitalfunk ausgerüstet“, sagt die Sprecherin. Seit 2015 erfolge auch die Einsatzkommunikation der öffentlichen Feuerwehren, des Rettungsdienstes und des Katastrophenschutzes über Digitalfunk. Brandenburg sei damit eines der ersten Flächenbundesländer gewesen, das vollständig auf die Nutzung umgestellt habe.

Bundesweit funktioniert das Digitalfunknetz den Angaben zufolge mit einer Verfügbarkeit von über 99 Prozent sehr zuverlässig. Zur Erhöhung der Ausfallsicherheit seien die Basisstationsstandorte vollständig „gehärtet“, der Strombedarf könne dort bei Stromausfall über Netz-Ersatzanlagen für einen Zeitraum von mindestens 72 Stunden sichergestellt werden. Das Mithören des Digitalfunks werde durch eine „Ende-zu-Ende-Verschlüsselung“ unterbunden, sagt die Polizeisprecherin.

„Das schreckt auch Verbrecher ab“, sagt Gerd Rademacher, Funkausbilder für die Feuerwehren im Landkreis Oder-Spree. Störer, aber auch Mithörer hätten es in Zeiten des Analogfunks wesentlich einfacher gehabt, die Kommunikation zwischen Polizei und Feuerwehr mitzuverfolgen. „Die waren dann manchmal schon vor den Einsatzkräften vor Ort und haben die Arbeit behindert“, berichtet der Feuerwehrmann. Auch Kriminelle, die bewusst den Funkverkehr störten, könnten nun schneller und genauer ausfindig gemacht werden.

Dass das Mitverfolgen des Notruffunks verboten ist, wissen auch die über 800 Mitglieder des Deutschen Amateurfunk Radio Clubs (DARC) in Brandenburg. Ihre Rechte und Pflichten sind unter anderem im Telekommunikationsgesetz beschrieben. Bei Zuwiderhandlungen drohen erhebliche Strafen. „Fälle von gezielten Störungen sind uns nicht bekannt“, sagt DARC-Sprecherin Sina Kirsch. Funkamateure könnten aber über ihren Funkverkehr und ihre große Verbreitung sehr gut Lageinformationen zusammentragen und an Behörden oder Hilfsorganisationen weitergeben.

„Funkamateure sind grundsätzlich verpflichtet, Notrufe auf Amateurfunkfrequenzen zu beantworten und an Behörden zur Hilfeleistung weiterzuleiten“, betont Kirsch. Im DARC gebe es dafür sogar ein eigenes Referat Not- und Katastrophenfunk. Darüber hinaus könnten Funkamateure Behörden oder Hilfsorganisationen durch Funktechnik, die dort nicht oder nicht ausreichend zur Verfügung stehe, bei der Kommunikation zu unterstützen.

Von Christian Bark

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