Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg Drei Brandenburger Erstaufnahmen sollen geschlossen werden
Brandenburg Drei Brandenburger Erstaufnahmen sollen geschlossen werden
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:40 19.10.2016
Die Erstaufnahme Stelle in Ferch soll geschlossen werden. Quelle: dpa-Zentralbild
Potsdam

Angesichts der zurückgehenden Flüchtlingszahl sollen drei der acht Brandenburger Außenstellen für die Erstaufnahme geschlossen werden. Bis Ende des Jahres sei die Schließung der Standorte Potsdam, Ferch (Potsdam-Mittelmark) und Oderland-Kaserne (Frankfurt (Oder)) geplant, sagte der Leiter der Erstaufnahme, Frank Nürnberger, der Deutschen Presse-Agentur. Darüber werde derzeit mit dem Deutschen Roten Kreuz verhandelt, das die Einrichtungen betreibt. Denn von den 4700 Plätzen in der Hauptstelle Eisenhüttenstadt (Oder-Spree) und den acht Außenstellen sind derzeit nicht einmal die Hälfte belegt.

In Potsdam sind nicht einmal die Hälfte aller Betten belegt

Nach Angaben des Innenministerium sind auf dem ehemaligen Behördengelände in Potsdam nur rund 140 von 315 Betten belegt. Leichtbauhallen mit mehr als 400 Plätzen wurden dort bereits abgebaut. In der Fercher Außenstelle, die eigentlich bis 2018 laufen sollte, leben derzeit nur 89 Menschen. Auch die Oderland-Kaserne mit 250 Plätzen ist nicht ausgelastet.

Im Sommer vor einem Jahr ist die Erstaufnahmeeinrichtung in Potsdam hergerichtet worden, nun schließt sie. Quelle: MAZ

Das DRK bemüht sich um sozialverträgliche Lösungen für die Mitarbeiter. „Wir versuchen, Arbeitsplätze in anderen Heimen oder in unseren Kreisverbänden anzubieten“, sagte DRK-Sprecherin Iris Möker am Mittwoch. Die Verträge der 36 Mitarbeiter in der Erstaufnahme Potsdam seien ohnehin bis März kommenden Jahres befristet. Die zehn Mitarbeiter in der Oderlandkaserne könnten möglicherweise in eine neue Einrichtung des Landes wechseln, die kommendes Jahr in Frankfurt (Oder) eröffnen soll. In Ferch sind sechs Mitarbeiter betroffen.

Die Oderland-Kaserne soll auch geschlossen werden. Quelle: dpa-Zentralbild

Die Zelte, die bei dem großen Ansturm von Flüchtlingen im Herbst vergangenen Jahres vorübergehend eingesetzt wurden, seien in das Lager für den Katastrophenschutz in Beeskow (Oder-Spree) gebracht worden, berichtete Ministeriumssprecherin Susann Fischer. „Sie könnten dann etwa bei größeren Hochwasser-Katastrophen wieder zum Einsatz kommen.“ Die Leichtbauhallen sollen dagegen wieder verkauft werden. Anders ist es bei dem nicht mehr benötigten Mobiliar. „Das wird eingelagert und in anderen Heimen wieder eingesetzt“, berichtete Nürnberger.

Von Klaus Peters, dpa

Brandenburg Preise für 500 000 Brandenburger steigen - Sparkassengebühren: Was jetzt wichtig ist

Die größte Regionalbank Brandenburgs, die Mittelbrandenburgische Sparkasse (MBS), erhöht zum 1. Januar 2017 die Gebühren. MBS-Chef Andreas Schulz gab die neue Gebührenstruktur am Dienstag bekannt. Wer ist betroffen, was ändert sich, wie können Kunden darauf reagieren? Die MAZ beantwortet wichtige Fragen.

19.10.2016
Brandenburg Täter schubst Abiturientin (20) ins Gleisbett - Kein Urteil wegen Mordes für U-Bahn-Schubser

Eine junge Frau ist auf dem Heimweg, gerade erst 20 Jahre alt. Sie steht auf dem U-Bahnhof Ernst-Reuter-Platz und schreibt ihrer Mutter noch eine SMS. "Bin gleich zu Hause. Ich liebe dich.“ Doch dort kommt sie nie an, denn ein Wahnkranker stößt sie plötzlich vor die einfahrende U-Bahn. Sie hat keine Chance. Doch der Täter kann nicht wegen Mordes bestraft werden.

18.10.2016
Kultur Verhandlungen über Schloss Wiepersdorf - Zukunft von Künstlerhaus ungewiss

Wie geht es weiter mit dem Künstlerhaus Schloss Wiepersdorf? Bei einem Ortstermin ließ sich am Dienstagvormittag Benedikt Buhl, der neue Geschäftsführer der privaten Stiftung, in dem Flämingdorf blicken. Sein Vorgänger, Wolfgang Illert, der noch bis Ende November im Amt ist, gibt sich optimistisch.Stiftung Denkmalschutz und Land Brandenburg sind in Verhandlung.

18.10.2016