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Drei Tage wach

Probleme beim Ein- und Durchschlafen Drei Tage wach

In Brandenburg nehmen die Schlafstörungen zu. Laut des aktuelle DAK-Gesundheitsreports haben immer mehr Arbeitnehmer Probleme beim Ein- und Durchschlafen. Besorgniserregend ist vor allem der Anstieg der schweren Schlafstörungen. Damit einhergehend hat sich auch die Einnahme von Schlafmitteln rasant entwickelt.

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Quelle: dpa

Potsdam. 82 Prozent der märkischen Arbeitnehmer zwischen 35 und 65 Jahren kämpfen mit Schlafproblemen – ein Plus von 64 Prozent im Vergleich zu 2010. Das geht aus dem aktuellen Gesundheitsreport der Deutschen Angestellten-Krankenkasse (DAK) hervor, der am Donnerstag vorgestellt wurde.

Unter besonders schweren Schlafstörungen (Insomnie) leiden in Brandenburg und in den angrenzenden Bundesländern demnach zehn Prozent. Prekär: nur etwa sechs Prozent aller märkischen Betroffenen begeben sich in ärztliche Behandlung. „Diese Ergebnisse sollten uns wach rütteln“, sagte Anke Grubitz von der Brandenburger DAK.

Diagnose: wandelnder Arbeitsmarkt

Ursachen der Schlafproblematik sind laut Report der wandelnde Arbeitsmarkt. „Wir haben veränderte Arbeitszeiten, die Grenze zwischen Frei-und Arbeitszeit verschwimmen, außerdem können Leistungsdruck und Nachtschichten das Risiko für Schlafstörungen steigern“, berichtete Grubitz.

Mit der Zunahme der Schlafstörungen stieg auch die Einnahme von Schlafmitteln um sechs Prozent sowie die Zahl der Fehltage. Durchschnittlich waren die Brandenburger im vergangenen Jahr 14 Tage krank geschrieben, einen Tag mehr als 2015.

Der leitende Schlafmediziner der Potsdamer Ernst von Bergmann Poliklinik, Jörg Günther, riet zum Besuch beim Hausarzt: „Schlafstörung ist eine gefährliche Krankheit. Der Hausarzt kann durch eine gründliche Anamnese auch komplexere, etwa psychosomatische Ursachen herausfinden“, erklärte er. An den Auslösern, den Arbeitsbedingungen, könne die Medizin nichts ändern, so Günther.

Doktor Jörg Günther

Doktor Jörg Günther

Quelle: MAZ

Wie aus der Studie hervorgeht, sorgen einige Märker teilweise selbst für einen schlechten Schlaf. Jeder Fünfte beschäftigt sich vor dem Schlafengehen mit dienstlichen Aufgaben. „Jedoch“, bemerkte Günther, „sind in den letzten 50 Jahren nicht mehr Fälle von Schlaflosigkeit dazugekommen.“ Den Statistikanstieg führt der Mediziner auf die gestiegene Verbreitung an Informationen zurück. Damit die Arbeitsbelastung ein gesundes Maß nicht übersteige, müssten Beschäftigte ihre Arbeit mitbestimmen können, so Nina Lepsius vom Deutschen Gewerkschaftsbund Berlin-Brandenburg.

Von Lisa Neumann

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