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E-Auto-Test: Kein Auto für Raser

Advertorial E-Auto-Test: Kein Auto für Raser

Der ultimative Reichweitentest: Der Leiter des SOS Kinderdorfes, Matthias Fischer-Kallenberg, ist an Tag vier mit dem E-Golf auf der Autobahn unterwegs. Los geht es aus Berlin mit einem nicht ganz voll geladenen Auto – Wie genau wirkt sich die Beschleunigung auf die Reichweite aus? Wird es möglich sein, zwischendurch wieder Energie zurückzugewinnen?

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Matthias Fischer-Kallenberg kurz vor der Autobahn-Fahrt am Palais am Funkturm.

Quelle: Foto: Melanie Höhn

Brandenburg/H. Die Fahrt mit dem E-Golf von Berlin nach Brandenburg an der Havel hat Matthias Fischer-Kallenberg zu einem entspannteren Kraftfahrer gemacht. „Ich habe ein sehr ruhiges Fahrgefühl auf der Autobahn, der E-Golf gleitet nur so vor sich hin“, sagt er. „Mit dem Auto bekommt man definitiv ein Stück Gelassenheit.“

Am vierten Tag des Elektroauto-Tests will es der Leiter des SOS Kinderdorfes noch einmal wissen: Er möchte ausprobieren, wie das Auto unter Volllast reagiert und welche Auswirkungen das auf die Reichweite hat. Bei seiner Abfahrt zu Hause in Hennigsdorf zeigt das Cockpit 196 verfügbare Kilometer an – die Batterie des Autos hat sich über Nacht nicht komplett aufgeladen, denn der Sozialpädagoge konnte es erst gegen 22 Uhr an die Steckdose in seinem Haushaltsraum anschließen, weil er am Abend zuvor noch zu einem Geburtstag eingeladen war. „Am frühen Morgen war die Steckdose sehr warm und der Akku nur etwa zu zwei Drittel geladen“, berichtet er.

Von seinem Wohnort in Hennigsdorf legt er zunächst einen kurzen Zwischenstopp am Berliner Palais am Funkturm ein und will von dort aus weiter in das SOS Kinderdorf fahren. Als er am Funkturm ankommt, zeigt das Cockpit plötzlich 194 Kilometer Restreichweite an – wie kann das sein? Matthias Fischer-Kallenberg kennt die Antwort: „Durch das Schalten in den Eco-Modus habe ich Energie zurückgewonnen und einige Kilometer wieder gut gemacht.“

Von hier aus hat er nun noch etwa 90 Kilometer vor sich, er will über die Avus und Michendorf in Richtung Havelstadt fahren. Wenn alles gut geht, wird er sein Ziel in einer Stunde erreicht haben. Doch kaum befindet er sich ein paar Minuten auf der Autobahn, muss er feststellen, dass der Energieverbrauch des E-Golfs immens in die Höhe schießt. „Ich bin erst fünf Kilometer gefahren, von der Reichweite sind aber schon zehn Kilometer weg“, sagt er und fügt hinzu: „Die Reichweite nimmt rapide ab, je schneller ich fahre. Das Beschleunigen bis ans obere Limit ist der größte Stromfresser. Das E-Auto ist definitiv kein Auto für Raser.“

Der Bordcomputer informiert über die aktuelle Reichweite

Der Bordcomputer informiert über die aktuelle Reichweite.

Quelle: Volkswagen AG

Aber an der Baustelle bei Michendorf lädt sich die Batterie durch Rekuperation und damit durch Bremsen wieder ein wenig auf, die Anzeige springt von 174 auf 177 Kilometer. Während der Fahrt ist er von der niedrigen Lautstärke des Autos begeistert – normalerweise ist er von seinem VW Passat Diesel anderes gewöhnt. Fahren gelernt hat er mit einem Renault 4 mit Revolverschaltung: Je schneller, desto lauter. „Der E-Golf ist auch bei höherer Geschwindigkeit leise, dabei merke ich gar nicht, wie schnell ich fahre und muss aufpassen, dass ich nicht geblitzt werde. Außerdem fährt es sich mit der Automatik sehr geschmeidig“, sagt er.

Der Kinderdorf-Leiter legt im normalen – dem so genannten D-Modus – nun durchschnittlich 130 km/h zurück: „Ich möchte aber auch die Höchstgeschwindigkeit testen, dort wo es erlaubt ist. Das geht nur in diesem Modus“, weiß er. „Die anderen Stufen haben eine Geschwindigkeitsbegrenzung.“ Er beschleunigt auf die maximalen 150 Kilometer pro Stunde: „Normalerweise liegt meine private Reisegeschwindigkeit 20 bis 30 km/h höher.“ Privat kann er es sich noch nicht vorstellen, Strecken ohne Geschwindigkeitsbegrenzungen mit dem E-Auto zu fahren. In der Stadt ist Matthias Fischer-Kallenberg auch schon die B-Stufe mit dem E-Golf gefahren, damit wird viel Energie zurückgewonnen. Sobald er weniger Gas gibt, bremst das Auto in diesem Modus schnell ab: „Im dichten Stadtverkehr muss man deshalb sehr vorausschauend fahren, sonst würden Auffahrunfälle passieren.“ Seine Autobahnfahrt jedoch resümiert er positiver als gedacht: „Der Verlust der Reichweite ist nicht dramatisch, ich bin drei bis vier Mal an die Geschwindigkeitsgrenze gekommen“, erklärt er. Am Ende zeigt das Cockpit noch 80 Kilometer Reichweite an – 20 Kilometer weniger, als er eigentlich gefahren ist. „Das hätte ich mir schlimmer vorgestellt“, sagt der Kinderdorf-Leiter. Trotzdem könnte er jetzt keine Termine in der Stadt erledigen und ohne Zwischenladung nach Hause fahren.

Eine Woche lang begleitet die MAZ elf Fahrer aus dem SOS Kinderdorf mit dem E-Golf. Unter www.maz-online.de/ecar finden Sie Texte und Videos über unseren E-Auto-Test.

Von Melanie Höhn

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