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E-Auto im Test: Eine Woche unter Strom

Advertorial E-Auto im Test: Eine Woche unter Strom

Sie sind immer auf Achse, das Auto ist für die täglichen Wege der Mitarbeiter des SOS-Kinderdorfes in Brandenburg an der Havel unentbehrlich. Die Einrichtung ist der Gewinner der RND-Aktion „Deutschlands großer E-Auto-Test“ – fünf Tage lang wird dort ausprobiert wie praktikabel ein Elektroauto im Alltag wirklich ist.

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Sie testen eine Woche lang ein E-Auto im SOS-Kinderdorf in Brandenburg an der Havel: Matthias Fischer-Kallenberg, Enrico Kozik und Michaela Otto.

Quelle: Melanie Höhn

Brandenburg/H. Zur Schule, in die Werkstatt, zum Arzt oder in den Supermarkt: All das wird im SOS-Kinderdorf in Brandenburg an der Havel mit dem Auto erledigt. „Ein Fahrzeug ist bei uns einfach unersetzlich“, sagt der Leiter der Einrichtung, Matthias Fischer-Kallenberg. Umso mehr war er von der Idee begeistert, die Themen Elektromobilität und Umweltbewusstsein in das tägliche Leben im Dorf zu integrieren. „Ich las von der RND-Aktion, eine Woche lang ein E-Auto zu testen und es hat mich sofort interessiert, ob wir diese Art von Nachhaltigkeit und Umweltschutz in unseren Alltag integrieren können“, sagt der 53-Jährige. „Bundesweit sind wir als Einrichtung ökologisch ausgerichtet, nutzen Naturstrom und es ist unser Anliegen, uns mit solchen Zukunftsthemen zu beschäftigen.“ Das SOS-Kinderdorf wurde aus 65 brandenburgweiten Einsendungen als Gewinner der VW-Testaktion ausgewählt.

Matthias Fischer-Kallenberg ist gespannt darauf, ob ein Elektroauto in das Konzept seiner Einrichtung passt. Auch für den persönlichen Gebrauch ist die Nutzung eines E-Autos für ihn ein Thema. Zusammen mit der Verwaltungsleiterin Michaela Otto entwickelte er die Bewerbung für das Projekt: Die beiden interessiert vor allem, wie ihre Mitarbeiter mit dem Elektroauto zurechtkommen und ob die Aufladung immer reibungslos funktioniert.

Welche Unterschiede gibt es im Vergleich zur Nutzung von Benzin- oder Dieselmotoren? Lädt das Auto wirklich komplett über Nacht auf? „Wir möchten die Alltagstauglichkeit des E-Autos testen, denn eine sechsköpfige Familie nutzt ein Auto wirklich sehr viel“, sagt Michaela Otto. Die Frage sei, ob ein E-Auto dem kurzfristigen Termindruck einer Großfamilie standhalte. Antworten darauf sollen im Laufe des Projektes gefunden werden.

Das SOS-Kinderdorf will für den einwöchigen Test nicht nur einen, sondern bis zu fünf Fahrer einsetzen, darunter neben Michaela Otto und Matthias Fischer-Kallenberg auch Verwaltungsmitarbeiter, Köche, Erzieher oder Kinderdorfeltern. Sie werden mit dem E-Auto jeden Tag unterschiedliche Strecken zurücklegen, immer im Radius von etwa zwölf Kilometern.

Manchmal stehen auch weitere Wege an, etwa wenn es zum Sonntagsausflug nach Potsdam geht, sagt der Kinderdorf-Vater Enrico Kurzik. Deutschlandweit gibt es nur zwei weitere männliche Kollegen, die sich um eine Familie im SOS-Kinderdorf kümmern. Zusammen mit Erziehern strukturiert er den Alltag von sechs Kindern im Alter von sieben bis 14 Jahren. In der Vergangenheit machte er bereits gute Erfahrungen mit einem Elektro-Leihwagen. Angst, während des Projektes mit seiner Familie nicht mehr vom Fleck zu kommen, hat er nicht. „Bei maximal drei Kilometern Reichweite würde ich gar nicht erst losfahren“, sagt er. In Schadensfällen gebe es bestimmte Verhaltensregeln für Mitarbeiter des SOS-Kinderdorfes.

Gespannt ist der 44-jährige Familienvater, wie lange das abendliche Aufladen des Autos ausreicht und welche Lademöglichkeiten unterwegs vorhanden sein werden. Täglich gibt es in seiner Familie im SOS-Kinderdorf jede Menge zu organisieren: „Ich bringe die Kinder zur Schule, fahre zwischendurch zum Arzt, zum Einkaufen oder zu einem Therapietermin und am Nachmittag bringe ich den einen oder anderen noch zu seinem Verein“, erzählt er. Etwa 200 Kilometer legt er in der Woche mit dem Auto zurück.

Deutschlandweit ist das SOS-Kinderdorf in Brandenburg an der Havel das Kleinste seiner Art. „In anderen Bundesländern sind die Einrichtungen im ländlichen Raum angesiedelt. In Zukunft wird es interessant, auszuprobieren, wie praktikabel E-Autos bei weiten Strecken sind“, sagt Matthias Fischer-Kallenberg. Er könnte sich vorstellen, dass seine Einrichtung ein bundesweites Vorbild für andere SOS-Kinderdörfer im Hinblick auf die Nutzung von Elektroautos werden könnte. Auch der pädagogische Aspekt des Projektes könnte sich im Nachgang zeigen, deutet er an: „Wir sprechen mit unseren Kindern viel über gesunde Ernährung, Achtsamkeit mit der Natur oder Mülltrennung“, erklärt er. „Natürlich werden Elektroautos im Hinblick auf den ökologischen Aspekt ein Thema werden. Es wird ein zusätzlicher Mosaikstein zu einem erweiterten Umweltbewusstsein sein.“

Von Melanie Höhn

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