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Brandenburg EMB investiert jetzt auch in E-Tankstellen
Brandenburg EMB investiert jetzt auch in E-Tankstellen
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16:26 11.05.2017
Der Gas- und Stromlieferant EMB stellt sich breiter auf. Quelle: dpa
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Potsdam

Energieberatung, Strom für neue Märkte, Elektro-Tankstellen: Der Westbrandenburger Versorger EMB erweitert angesichts zunehmenden Wettbewerbs sein Produktportfolio. „Wir bauen unser Angebot an Energiedienstleistungen konsequent aus“, sagte EMB-Geschäftsführer Jens Horn am Mittwoch in Potsdam. Dazu gehört etwa die Energieberatung für Kommunen oder auch für die Industrie. So berät der Versorger neuerdings Handelsunternehmen bei der Optimierung der Beleuchtung. „Wir erklären unseren Kunden, dass sie die Investitionen in zwei bis drei Jahren wieder durch Energieeinsparungen reingeholt haben“, so Horn.

102 000 Brandenburger beziehen ihr Gas über die EMB, hinzu kommen 31 000 Stromkunden. Im vergangenen Jahr konnte die EMB ein Jahresergebnis von 20,1 Millionen Euro erzielen, eine leichte Verbesserung gegenüber dem Vorjahr. Die Umsatzerlöse sanken jedoch von 295 Millionen auf 271,7 Millionen Euro. Unter anderem ging der Gasabsatz leicht zurück auf 5,7 Milliarden Kilowattstunden; 2015 waren es noch 5,9 Milliarden gewesen. Dafür entwickelte sich die erst 2009 eingeführte Stromsparte weiter positiv. 151,1 Millionen Kilowattstunden verkaufte die EMB, 144,7 Kilowattstunden waren es im Jahr zuvor. Profitieren konnte der Energieversorger hier vor allem von einer stärkeren Nachfrage von Großkunden sowie vom Absatz des Öko-Produkts „Havelstrom“, der auch außerhalb der Landesgrenzen, vornehmlich in Ostdeutschland, vermarktet wird.

Hinzu kamen 2100 neue Gasanschlüsse im vergangenen Jahr. Hauptgrund waren der Bau- und Sanierungsboom. Derzeit werden viele Häuser gebaut oder energetisch saniert. „Bei einer Modernisierung ist eine Umstellung der Heizung auf Erdgas meist erste Wahl“, sagte Horn. „Der Umbau der Heizung hält sich in Grenzen.“ In Brandenburg seien nach der Wende viele Gebäude mit neuen Heizungen ausgestattet worden, die laut EMB jetzt zu einer Art Sanierungswelle führen.

Der Energieversorger will demnächst mit dem Bau von Elektro-Ladesäulen für E-Autos Neuland betreten. Keiner wisse derzeit so genau, wie schnell sich die Elektromobilität in Brandenburg ausbreite und welches Potenzial die Investition in ein Ladenetz hat. „Wir gehen davon aus, dass die Mehrzahl der Brandenburger ihre Autos zuhause laden wird, zumindest bei unseren Kunden“, sagte Horn.

Neues Terrain betritt die EMB auch als Koordinator des ersten Energieeffizienz-Netzwerks Brandenburgs. Zehn Kommunen, darunter Heiligengrabe, Pritzwalk, Stahnsdorf und Hohen Neuendorf haben sich zusammengeschlossen, um sich in Sachen Energieeinsparung auszutauschen. Das Netzwerk wird vom Bund gefördert.

Von Torsten Gellner

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