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Ehescheidungen auf historischem Tiefstand

Familienstand Ehescheidungen auf historischem Tiefstand

Liebe Liebende: Die Zahl der Scheidungen im Land ist auf dem tiefsten Stand seit 19 Jahren. Das teilt das Amt für Statistik mit. Demnach ist nicht das siebente Ehejahr „verflixt“, sondern ein anderes. Am scheidungsfreudigsten sind Oberhaveler. Die Statistik gibt noch mehr preis.

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Quelle: picture alliance / dpa

Potsdam. Die Zahl der Ehescheidungen in Brandenburg ist auf dem niedrigsten Stand seit 19 Jahren. Insgesamt gab es mit 4.691 Scheidungen im vergangenen Jahr 3,2 Prozent weniger als 2015, teilte das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg am Montag mit. Wie schon im Vorjahr gab es die meisten Ehescheidungen im Landkreis Oberhavel (433), die wenigsten in Frankfurt/Oder (100).

213 Ehen ohne Zustimmung geschieden

In etwas mehr als der Hälfte der Fälle (53,4 Prozent) ging die Initiative zur Scheidung von der Ehefrau aus, teilte die Behörde weiter mit. Nur drei Prozent der Ehescheidungen (140 Fälle) wurden gemeinsam von beiden Partnern eingereicht. 213 Ehen (4,5 Prozent) wurden ohne Zustimmung des Partners geschieden.

Die meisten Paare wurden nach dem sogenannten „Trennungsjahr“ geschieden (80,5 Prozent), hieß es weiter. Am häufigsten endeten die geschiedenen Ehen im sechsten Jahr (5,5 Prozent), fast genauso viele wurden im siebten Jahr geschieden (5,1 Prozent). 24 Ehen in Brandenburg hielten nur ein Jahr.

In 41 Fällen betrug der Altersunterschied mehr als 20 Jahre

Fast die Hälfte der Scheidungspaare hatte mindestens ein minderjähriges Kind (45,3 Prozent), insgesamt waren 3.246 Kinder von einer Scheidung der Eltern betroffen. Bei den meisten Scheidungen hatten beide Partner die deutsche Staatsbürgerschaft (94,6 Prozent), erklärte das Statistische Landesamt weiter. Bei knapp zwei Dritteln der Scheidungen war der Ehemann älter als die Partnerin, in 41 Fällen betrug der Altersunterschied mehr als 20 Jahre.

Scheidungstiefstand in Berlin – so wenig wie seit 24 Jahren nicht

Die Zahl der Ehescheidungen in Berlin ist sogar auf den niedrigsten Stand seit 24 Jahren gesunken. Dort gab es im vergangenen Jahr 6.253 Scheidungen und damit 2,7 Prozent weniger als 2015. Fast die Hälfte der Scheidungspaare hatte mindestens ein minderjähriges Kind (45,2 Prozent). Insgesamt waren 4.372 Kinder von der Scheidung der Eltern betroffen und damit 46 Kinder mehr als 2015, hieß es weiter. Bei den meisten Scheidungen hatten beide Partner die deutsche Staatsbürgerschaft (68,9 Prozent). 114 Scheidungen wurden unter türkischen Paaren vollzogen (1,8 Prozent).

Von MAZonline

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