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„Ein Dach für die regionalen Initiativen“

Initiative „Brandenburg zeigt Herz“ „Ein Dach für die regionalen Initiativen“

„Wir wollen deutlich machen, dass Menschen nicht aus Langeweile fliehen“, sagt Anne Böttcher, Geschäftsführerin der Initiative „Brandenburg zeigt Herz“. „Menschen fliehen aus ihrer Heimat, weil sie dort keine Hoffnung auf ein friedliches Leben haben.“ Die Kampagne will zusammen mit Vereinen, Wirtschaftsorganisationen und hilfsbereiten Bürgern Flüchtlingshilfe leisten.

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Quelle: Promo

Potsdam. Mit der Initiative „Brandenburg zeigt Herz – weil es um Menschen geht“ werben Wohlfahrtsverbände und Hilfsorganisationen um Bürger, die Flüchtlingen ehrenamtlich helfen wollen. „Wir brauchen Menschen, die Flüchtlinge an die Hand nehmen und begleiten. Wir brauchen Helfer für die Integration, die den Menschen die deutsche Sprache vermitteln“, sagte der ehemalige Ministerpräsident Manfred Stolpe (SPD) am Dienstag bei der Vorstellung der Initiative in Potsdam. Stolpe ist Schirmherr für das Projekt.

Über das Helfer-Portal können Bürger direkt bei den Initiativen ihrer Gemeinde ihre Mitarbeit anbieten. Zudem gibt es Stellenangebote, etwa für Sozialarbeiter, Erzieher oder Integrationshelfer. Elf Hilfsorganisationen und Wohlfahrtsverbände aus Brandenburg haben sich zu der Initiative zusammengeschlossen. Mit dabei sind unter anderem der Landesverband des Arbeiter-Samariter-Bundes, die Caritas, die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft und die Johanniter-Unfall-Hilfe.

Die Kampagne, die sich unter Federführung der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Brandenburg formiert hat, soll auch die bisherigen Helfer motivieren, weiterzumachen, sagt Sprecher Claudius Lehmann. „Wir wollen das Dach für die kleinen regionalen Initiativen sein.“ „Brandenburg zeigt Herz“ wolle Wegweiser sein, wie und wo man helfen könne. Außerdem sei es wichtig, mit Vorurteilen gegenüber Flüchtlingen aufzuräumen. Regionale Initiativen gibt es gegenwärtig unter anderem in Cottbus, Frankfurt (Oder) und Lübbenau (Oberspreewald-Lausitz). Mit Hilfe von Bedarfslisten werden die Sach- und Geldspenden dort verteilt, wo sie gebraucht werden.

„Wir wollen verdeutlichen, dass Menschen nicht aus Langeweile fliehen“, sagt Anne Böttcher, AWO-Landesgeschäftsführerin, die gleichzeitig als Chefin der Initiative fungiert. „Menschen fliehen aus ihrer Heimat, weil sie dort keine Hoffnung auf ein friedliches, normales Leben haben.“ Die Kampagne wolle ein Zeichen für ein hilfsbereites und menschliches Brandenburg setzen. „Wir erleben in diesen Tagen an vielen Stellen viel Dankbarkeit und Freundlichkeit“, sagt Böttcher. Flüchtlingshilfe sei zwar eine Herausforderung, für die man viel Kraft benötige, aber „jeder von uns kann auch in eine Situation kommen, in der er auf die Hilfe von anderen Menschen angewiesen ist“.

Brandenburg und Deutschland insgesamt verzeichnen insbesondere seit Anfang September einen erheblichen Anstieg der Zahl der Asylsuchenden. Allein im September kamen laut Innenministerium über 7000 Flüchtlinge und Asylsuchende nach Brandenburg, in den ersten beiden Wochen des Oktober waren es mehr als 5600. Von Anfang Januar bis Mitte Oktober hat Brandenburg über 22 500 Asylbewerber aufgenommen.

Info: Wer die Initiative unterstützen möchte, kann sich unter 0331-28 83 83 01 oder im Internet unter www.brandenburgzeigtherz.de an die Verantwortlichen wenden.

Von Josephine Mühln

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