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Ein Wohlstands-Riss geht durch Brandenburg

Kfz-Zulassungen in Brandenburg Ein Wohlstands-Riss geht durch Brandenburg

Die Brandenburger stehen offenbar auf Luxus-Autos – die Zahl der teuren Wagen ist in den vergangenen Jahren rasant angestiegen. Das hängt sicherlich auch mit der guten wirtschaftlichen Entwicklung in diesen Jahren zusammen. Aber der Schein trügt. Ein Kommentar.

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Auch teure Audis werden immer häufiger in Brandenburg zugelassen.

Quelle: Audi

Potsdam. Nicht mehr völlig blutjunge Leser werden sich vielleicht noch an das 1975er-Album der Rockgruppe Supertramp mit dem schönen Titel „Chrisis, What Chrisis?“ erinnern. Übersetzt: „Krise? Was für’ne Krise?“ Diese rhetorische Frage kann man sich durchaus beim Blick in die Kfz-Zulassungsstatistik stellen. 2008 war die Bankenkrise, 2009 eskalierte die Eurokrise – im selben Jahr schrumpfte die deutsche Wirtschaft um fünf Prozent. Bei den Kfz-Zulassungen ist von alledem nichts zu merken.

Zahl der Luxusautos steigt rasant

Abwrackprämie als Erklärung reicht nicht aus

Sicher hat die Abwrackprämie ihren Anteil daran, dass der Automarkt boomte. Die Erklärung reicht jedoch nicht aus. Sicher ist: Die letzten zehn Jahre waren wirtschaftlich betrachtet gute Jahre für Brandenburg. Die Leute haben nicht nur Autos gekauft, sondern auch Häuser und Wohnungen. Die Sparguthaben stiegen trotz Niedrigzinsen. Auf ein Rekordtief ist die Arbeitslosigkeit gefallen.

Wohlstand ist enorm ungleich verteilt

So könnte man weiter jubeln, doch zeigt ein Blick in die Regionen: Der Wohlstand ist extrem ungleich verteilt – gerade zwischen Speckgürtel und Randregionen wird die Kluft tiefer. Ein kluger Ausgleich ist eines der wichtigsten Gebote für die Politik der kommenden Jahre – übrigens eine der kniffeligsten Aufgaben für die Macher der Kreisreform. Die wollen einen Super-Wohlstandskreis um den BER schaffen und eine mit dem Wegfall des Braunkohletagebaus deindustrialisierte Zone an der Grenze zu Sachsen. Man ahnt, wo die Porsche-Dichte geringer sein wird.

Von Ulrich Wangemann

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