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Ein kleines Dorf und das Wahlgeheimnis

Basdorf Ein kleines Dorf und das Wahlgeheimnis

Basdorf im Norden Brandenburgs hat am heutigen Wahlsonntag bundesweit für Aufsehen gesorgt: Denn in dem kleinen Dorf teilen sich sechs Wahlhelfer fünf Wähler. Die MAZ hat nachgefragt: Wenn nur einer wählen geht, wie wird da das Wahlgeheimnis gewahrt?

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Quelle: Andreas Vogel

Basdorf. Es ist die wohl größte Kuriosität bei dieser Wahl: In Basdorf, der ehemals kleinsten eigenständigen Gemeinde Deutschlands, leben nur 23 Wahlberechtigte. 18 von ihnen haben bereits von der Briefwahl Gebrauch gemacht. Die sechs Wahlhelfer teilten sich also am Wahlsonntag fünf Wähler. Wenn die fünf Leute kämen, hätte Basdorf eine Wahlbeteiligung von 100 Prozent. Aber was, wenn viel weniger kommen?

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In Basdorf warten an diesem Wahlsonntag sechs Wahlhelfer in drei Schichten auf fünf Wähler. Denn der kleine Rheinsberger Ort hat nur 23 Wahlberechtigte, von denen 18 schon Briefwahl machten. In Basdorf ist generell nur selten was los. Einblicke in ein kleines Dorf am Rande der Kyritz-Ruppiner Heide, die noch immer Sperrgebiet ist.

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Die MAZ hat nachgefragt: Wie wird da das Wahlgeheimnis gewahrt? Der stellvertretende Kreis-Wahlleiter Dietmar Tripke in Neuruppin sagt dazu: Das Wahlergebnis geht vor, es muss öffentlich gemacht werden. Das Wahlgeheimnis muss da hintanstehen. Die Verletzung des Wahlgeheimnisses werde in Kauf genommen, man könne ja dagegen klagen. Das gilt übrigens auch, wenn nur ein Wähler wählen geht.

Der Liveticker vom Wahlsonntag

Von MAZonline

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