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Ein schönes Konzert, aber auch ein Wettstreit

Klassik Ein schönes Konzert, aber auch ein Wettstreit

Am Donnerstag lud das Neue Kammerorchester Potsdam zu einem ungewöhnlichen Sinfoniekonzert in die Erlöserkirche in Potsdam-West. Drei bekannte Solo-Flötisten von großen Berliner Orchestern spielten jeweils eine französische Komposition. Wem gelang der kernigste Ton?

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Matthieu Gauci-Ancelin, Soloflötist an der Komischen Oper Berlin.

Quelle: Promo

Potsdam-West. So eine Gelegenheit bietet sich dem Konzertbesucher nur selten! Das Neue Kammerorchester Potsdam präsentierte am Donnerstagabend gleich drei Soloflötisten von großen Berliner Orchestern. Die Bankreihen in der Erlöserkirche waren gut gefüllt, als Ud Joffe vier französische Flötenkonzerte dirigierte. Um 1900 trauten unsere mondänen Nachbarn der Querflöte ganz neue Nuancen und Stimmungen zu. Der Impressionismus inspirierte Komponisten wie Francois Borne, Gabriel Fauré oder Cécile Chaminade zum elegischen und virtuosen Fantasieren.

Der erste Teil wirkte fast wie ein Flöten-Battle. Wem von den Dreien, die nacheinander vors Orchester traten, gelang der kernigste Ton? Den Anfang machte Matthieu Gauci-Ancelin, seit 2006 an der Komischen Oper. Er gewann auf Anhieb die Herzen der Zuhörer. In seinem mitreißenden Stück, das in schillernden Läufen auch Ohrwürmer wie Bizets Carmen ausschmückt, bestach der 32-Jährige in allen drei Oktaven. Eric Kirchhoff, seit 1989 an der Deutschen Oper, schlüpfte nach ihm in die Rolle des alten Hasen. Mit dem deutlich dunkleren Klang seiner Goldflöte schlug er eine ruhigere Erzählung an. Gegen die beiden Männer wie auch gegen die Crescendi des Orchesters kam Kornelia Brandkamp vom Deutschen Symphonie-Orchester bei ihrem Auftritt leider nicht an, ihr Ton blieb blass und neblig.

Die drei Flötisten teilten sich nach der Pause die drei Sätze einer Komposition von Jacques Ibert. Wiederum behauptete sich Gauci-Ancelin unter den schwierigen akustischen Bedingungen besonders glanzvoll. Sein Spiel bewahrte auch an den schmetternden, eruptiven Stellen Eleganz und Farbigkeit. Standesgemäße Zugabe: Debussys „Syrinx“.

Von Karim Saab

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