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Einbürgerungen leicht rückläufig

Neue Deutsche in Brandenburg Einbürgerungen leicht rückläufig

Der deutsche Pass ist begeht – mehrere Hundert Menschen haben im vergangenen Jahr die Hürden überwunden und sind eingebürgert worden. Deutlich gestiegen ist die Zahl der Briten unter ihnen.

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Einbürgerungsurkunde der Bundesrepublik Deutschland

Quelle: dpa

Potsdam. Die Zahl der Einbürgerungen in Brandenburg ist im vergangenen Jahr leicht gesunken - allerdings wollten deutlich mehr Briten einen deutschen Pass. Die Behörden bewilligten nach Auskunft des Landtags 821 Einbürgerungen, im Jahr zuvor waren es dagegen noch 857 Einbürgerungen.

Während in früheren Jahren allerdings nur ein, oder zwei Briten im Jahr einen deutschen Pass wollten, waren es vergangenes Jahr gleich 27. Hintergrund ist offensichtlich der Brexit mit dem Ausscheiden des Königreichs aus der Europäischen Union.

Die meisten Einbürgerungen entfielen vergangenes Jahr mit 131 Menschen auf Polen, gefolgt von 106 Ukrainern und 47 Vietnamesen. Aus Russland wurden 34 Einbürgerungen erfasst, aus der Türkei 30, aus Moldau 21 und aus Rumänien 20.

Um in Deutschland eingebürgert zu werden, müssen Anwärter mindestens acht Jahre hier leben, ein unbefristetes Aufenthaltsrecht haben und ihren Lebensunterhalt ohne Sozialhilfe bestreiten. Auch müssen sie die deutsche Sprache beherrschen, dürfen nicht vorbestraft sein und müssen sich zum Grundgesetz bekennen.

Die Zahl der Einbürgerungen in Brandenburg hatte erstmals im Jahr 2014 die Marke von 800 überschritten und schwankt seither etwas über diesem Wert. 2012 waren erst 464 Einbürgerungen gezählt worden, im Jahr darauf 611.

An diesem Sonntag findet im Hans Otto Theater in Potsdam das zentrale Einbürgerungsfest des Landes statt. Dabei werden die neuen Bürger mit deutschem Pass unter anderem von Landtagspräsidentin Britta Stark und Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) begrüßt. Bei einer Podiumsdiskussion wollen Betroffene ihren Werdegang schildern.

Das Einbürgerungsfest wird seit 2007 jährlich vom Landesparlament und von der Landesregierung veranstaltet. Damit soll nach Angaben des Landtags ein deutliches Zeichen des Willkommens und der Anerkennung gesetzt werden.

Von Rochus Görgen

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