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Brandenburg Eines der größten Probleme bleibt der Autoklau
Brandenburg Eines der größten Probleme bleibt der Autoklau
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17:37 01.12.2016
Die grenzüberschreitende Kriminalität hat Brandenburg nach wie vor fest im Griff. Quelle: dpa (Symbolbild)
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Gorzow

Gesprengte Geldautomaten, Wohnungseinbrüche oder ausgeräumte Solarparks: Die grenzüberschreitende Kriminalität hat Brandenburg nach wie vor fest im Griff. Einer der größten Probleme bleibt der Autoklau. Während die Fallzahlen in weiten Teilen Brandenburgs zurückgehen – in den ersten zehn Monaten wurden knapp 2150 gestohlene Autos registriert (2015: 2570) – schnellen die Zahlen aktuell in Grenzgemeinden entlang von Oder und Neiße wieder nach oben, stellte der Brandenburger LKA-Chef, Dirk Volkland, am Donnerstag auf einer internationalen Polizeikonferenz im polnischen Gorzow fest. Von Januar bis Oktober 2016 verschwanden in Frankfurt (Oder), Schwedt oder Guben insgesamt 348 Fahrzeuge. Das seien schon jetzt mehr, als im gesamten Jahr 2015.

Auch der allgemeine Diebstahlsektor mit Wohnungseinbrüchen und ähnlichem bleibt für Brandenburger Ermittler ein Arbeitsschwerpunkt, auch wenn die Fallzahlen leicht rückläufig seien, so Volkland. Besonders problematisch: Die Übergriffe auf Solarparks (19 in 2016) und Geldautomaten (27 Sprenungen in 2016) häuften sich in diesem Jahr. Millionenschäden waren die Folge, so Volkland.

Kriminalität verändert sich fortwährend

„In der Vielzahl der Fälle können nichtdeutsche Täter verantwortlich gemacht werden“, erklärte der LKA-Chef. Besonders die Gruppe der polnischen Tatverdächtigen sei sehr hoch. „Bei Solarmoduldiebstählen macht ihre Gruppe einen Anteil von 68 Prozent aller in 2016 in Brandenburg gefassten Täter aus. 35 Prozent sind im Bereich von Fahrzeug-, 21 Prozent bei Metalldiebstählen“, so Volkland.

Brandenburgs Polizeipräsident Hans-Jürgen Mörke räumte ein, dass seine Ermittler alle Hände voll zu tun hätten. Das Kriminalitätsgeschehen verändere sich fortwährend und die Polizei müsse ihr Vorgehen dem andauernd anpassen. Die Erfolge seien aber nicht von der Hand zu weisen. So sackte 2015 die Zahl der Straftaten auf einen Tiefststand. Das sei auch auf die Zusammenarbeit mit der polnischen Polizei zurückzuführen, so Mörke. Schon vor 25 Jahren sei klar gewesen, dass man der grenzüberschreitenden Kriminalität nur beikomme, wenn Brandenburg mit Polen kooperiere.

Polnische und märkische Kriminalisten arbeiten eng zusammen

Heute sei die Zusammenarbeit „so gut wie nie zuvor“, bestätigte auch Innenminister Karl-Heinz Schröter. Nur durch die polnische Unterstützung konnten in jüngster Vergangenheit größere Diebesbanden ausgehoben werden, die sich auf den Auto- und Solarmodulklau spezialisiert hatten, hob Mörke hervor.

„Joint Investigation Teams“ – bestehend aus polnischen und märkischen Kriminalisten – operierten heutzutage problemlos über Staatsgrenzen hinweg. Zudem seien deutsch-polnische Streifen zu Fuß, per Auto und Boot im Grenzgebiet unterwegs, erklärte er. „In Swiecko sitzen deutsche und polnische Beamte im gemeinsamen Polizeizentrum an einem Tisch. Es gibt so kurze Wege.“ In naher Zukunft soll das System durch eine eigene Dienststelle zur Bekämpfung von Eigentums- und Drogendelikten erweitert werden, so Mörke.

Kooperation soll in Zukunft noch weiter ausgebaut werden

„Es ging um den Ruf Polens im Ausland“, erklärte der polnische Botschafter in Berlin, Andrzej Przylebski, das Engagement seines Landes im Kampf gegen die grenzüberschreitende Kriminalität. „Deutschland ist für Polen in Europa in Sachen Sicherheit ein Schlüsselpartner“, ergänzte Rafal Batkowski. Er ist in der polnischen Hauptkommandantur der Polizei in Warschau zuständig für internationale Zusammenarbeit. Er versprach auf der Konferenz, dass sein Land in Zukunft mehr Beamte nach Swieckow entsenden werde.

Außerdem sollte auch auf nationalstaatlicher Ebene die Kooperation ausgebaut werden. Batkowski schlug daher eine enge Zusammenarbeit seines Landes mit dem Bundeskriminalamt vor. In Zeiten der veränderten Sicherheitslage mit Terroranschlägen sei dies dringend angezeigt, betonte er.

Von Georg-Stefan Russew (dpa)

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