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Tarifeinigung: Erfolgsbeteiligung für Geldboten

Prosegur-Streik Tarifeinigung: Erfolgsbeteiligung für Geldboten

Ein langer Tarifstreit geht zu Ende - Ende April hatten die Geldboten von Prosegur mit Streiks begonnen, um so für mehr Geld zu kämpfen. Nun gibt es eine Einigung zwischen den Tarifparteien. Wegen des Streiks war in Brandenburgs Geldautomaten das Bargeld knapp geworden.

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Lange haben die Geldboten gestreikt, nun gibt es eine Einigung.

Quelle: dpa

Potsdam. Im Tarifstreit beim Geldtransporteur Prosegur in Potsdam gibt es eine Einigung. Beide Parteien einigten sich auf einen überarbeiteten Haustarifvertrag für die Niederlassung Potsdam, wie das Unternehmen und die Gewerkschaft Verdi am Montag in einer gemeinsamen Presseerklärung mitteilten. Mittelpunkt der Einigung sei ein «Produktivitätspakt». Dessen Ziel sei es, die Produktivität der Niederlassung zu verbessern und die Mitarbeiter aufgrund ihres persönlichen Einsatzes finanziell am Erfolg zu beteiligen. Der Vertrag gilt rückwirkend zum 1. Juli und ist laut Verdi mit großer Mehrheit angenommen worden.

Geldautomaten blieben leer

Die Streiks hatten bereits Ende April begonnen. Damals gab es die ersten Arbeitsniederlegungen in Potsdam. Der Arbeitskampf bei Prosegur fiel in eine Phase vieler anderer Streiks. So wurde damals unter anderem auch beim ÖPNV und bei der Post gestreikt. Was es bedeutet, wenn die Geldboten für bessere Arbeitsbedingungen und deshalb die Arbeit niederlegen, zeigte sich schnell. An vielen Automaten in der Region wurde das Bargeld knapp. Auch bei den Banken gingen die Barbestände zurück. In Falkensee etwa blieben eine Automaten tagelang ohne Geld.

Eine Forderung der Geldboten war eine Gefahrenzulage. Überfälle gehören bei ihnen schließlich zum Berufsrisiko. Anfang Juni wurde der Streik schließlich ausgsetzt - dafür gingen die Verhandlungen von Arbeitgebern und Arbeitnehmern im Hintergrund weiter. Nun konnte also eine Einigung erzielt werden. Weitere Streiks sind damit vorerst kein Thema mehr.

Freude bei Arbeitgeber und Arbeitnehmern

"Wir sind froh, dass wir uns mit der Gewerkschaft erfolgreich geeinigt haben. Gemeinsam haben wir eine innovative Lösung erarbeitet, mit der wir den Tarifkonflikt in unserer Niederlassung beenden konnten“, sagt Lothar Thoma, Geschäftsführer von Prosegur in Deutschland. Auch die Verdi-Vertreter zeigten sich mit der Einigung zufrieden. Man freue sich besonders über die Erfolgsbeteiligung für die Mitarbeiter und darüber, dass es ein vom Betriebsrat gesteuertes Verfahren, die Produktivität im Unternehmen zu steigern. „Wir halten dies für den besten Schritt, den Standort zu sichern und die Arbeit aus unserer Perspektive auch sinnvoll zu gestalten“, sagt André Pollmann, Verdi-Verhandlungsführer.

Prosegur-Chef hofft auf Vorbild-Charakter

Mitarbeiter können von nun an Verbesserungsvorschläge einreichen und somit zur einer gesteigerten Produktivität des Unternehmens beitragen. Eine mögliche Prämie steigere die Motivation der Mitarbeiter, sagte Prosegur-Chef Thoma. Und gleichzeitig profitiere die Firma vom gesteigerten Umsatz. Wenn das Konzept erfolgreich sei, könne es durchaus Vorbildcharakter für andere Niederlassungen oder die ganze Branche haben.

MAZonline

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