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Elias und Mohamed: Prozess ab 14. Juni

Prozess-Termine stehen fest Elias und Mohamed: Prozess ab 14. Juni

Im vergangenen Jahr starben die Jungen Elias (6) aus Potsdam und Mohamed (4) aus Berlin auf grausame Weise. Am 14. Juni wird vor dem Landgericht Potsdam das Hauptverfahren gegen ihren mutmaßlichen Mörder eröffnet. Dem 32-jährigen Silvio S. wird vorgeworfen, die Kinder aus sexuellen Motiven entführt und aus Angst vor Entdeckung heimtückisch getötet zu haben.

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Nach Elias war rund um die Uhr gesucht worden.

Quelle: Julian Stähle

Potsdam. Im Fall der getöteten Kinder Elias und Mohamed wird am 14. Juni vor dem Landgericht Potsdam das Hauptverfahren gegen Silvio S. eröffnet. Der 32-Jährige aus Niedergörsdorf (Teltow-Fläming) ist angeklagt, den sechsjährigen Elias aus Potsdam und den vierjährigen Berliner Flüchtlingsjungen Mohamed aus sexuellen Motiven entführt und aus Angst vor Entdeckung getötet zu haben. Bis Ende Juli hat das Gericht zunächst zwölf Verhandlungstage angesetzt. S. hat beide Taten gestanden.

Die Staatsanwaltschaft legt dem Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma zur Last, Elias am 8. Juli 2015 von einem Spielplatz im Potsdamer Wohngebiet Schlaatz in sein Auto gelockt zu haben. S. habe dem Jungen ein Schlafmittel verabreicht und ihm einen Knebel angelegt, so die Anklage. Da Elias zu schreien begann, habe er ihn getötet.

Ein beispiellose Suche nach dem Kind hatte die Landeshauptstadt über Wochen in Atem gehalten. Die Leiche von Elias wurde schließlich nach Hinweisen von Silvio S. nach dessen Verhaftung Ende Oktober 2015 vergraben in einem Schrebergarten in Luckenwalde gefunden.

Am 1. Oktober hatte S. laut Anklage den Flüchtlingsjungen Mohamed vom Gelände des Landesamtes für Gesundheit und Soziales (Lageso) in Berlin gelockt und zu seinem Auto geführt. Dann habe er das Kind in seine Wohnung in Niedergörsdorf gebracht und ihm ein Schlafmittel verabreicht. S. wohnte damals im Obergeschoss seines Elternhauses. Als er den Jungen am nächsten Tag zu sexuellen Handlungen habe zwingen wollen, soll dieser laut nach seiner Mutter geschrien haben. S. soll Mohamed aus Angst vor Entdeckung durch seinen im Parterre anwesenden Vater gewürgt, mit Chloroform betäubt und schließlich mit einem Gürtel stranguliert haben.

Den entscheidenden Hinweis auf Silvio S. lieferte seine eigene Mutter. Sie hatte den Sohn in der MAZ auf Bildern einer Berliner Überwachungskamera erkannt, ihn zur Rede gestellt und war schließlich zur Polizei gegangen.

Von Volkmar Krause

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