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Empörung über Internet für Gefängnis-Insassen

Strafvollzug Empörung über Internet für Gefängnis-Insassen

Dass Strafgefangene in Brandenburger Gefängnissen eine Internetanbindung in die Zellen bekommen sollen, empört viele MAZ-Leser. Bei Facebook machen sie ihrem Ärger Luft – lassen aber auch der Fantasie freien Lauf: Sie schlagen vor, das Ganze um Wellnessangebote und Bezahlfernsehen zu erweitern.

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Die JVA Brandenburg/Havel ist eine von drei Anstalten im Land, die bei einem Modell-Projekt mit Multimediaboxen ausgestattet werden sollen.

Quelle: Julian Stähle

Potsdam. Internet für Häftlinge? Viele MAZ-Leser finden diese Vorstellung unerhört. Wie berichtet, könnte ein großer Teil der Häftlinge im Land Brandenburg in der Zelle schon bald zumindest einen eingeschränkten Zugriff aufs Internet bekommen. Multimediaboxen, deren Anschaffung zunächst nur für die JVA Brandenburg/Havel ausgeschrieben ist, sollen das möglich machen. Im Kommentarbereich der MAZ-Facebook-Seite regen sich Kommentatoren über den Vorstoß auf und lehnen ihn ab:

Monika Prae : „Ich finde das nicht ok! langsam hat man den Eindruck, dass unsere Haftanstalten zu Kurheimen umgewandelt werden! Es dürfte lediglich stündlich für Auserwählte eine Berechtigung für eine Geschlossene Benutzergruppe über WLAN um Gefängnis geben!“

Claus-Stephan Matz : „Finde Ich falsch. Nicht mal auf Rettungswachen haben wir freies Wlan.“

Internet für Gefängnisinsassen?

Sollten Gefängnisinsassen Internetzugang haben?

Als nächstes Bezahlfernsehen und ein Whirlpool für die Zelle?

So zurückhaltend formulieren bei Weitem nicht alle Facebook-Kommentatoren ihre Kritik. Die Überzahl ist stinksauer und gönnt den Insassen des Strafvollzugs, der in einem Beitrag „Luxusknast“ genannt wird, keine digitale Verbindung in die zivile Welt. Allerdings reagieren viele Leser auf die Nachricht auch zynisch.

Dan Bookwood: „...fehlt noch Sky und ein Whirlpool für die Zelle...“

Kathrin Grothe: „Tolle Idee, so können die ihre Flucht ja viel besser koordinieren. Obwohl, warum sollten Sie eigentlich flüchten? Denen geht es doch besser als manchem Rentner um Altersheim , mit überlasteten Pflegern und diese zahlen sogar noch richtig viel Geld dafür.“

Heinz Heinrich: „Ich finde es gut. Aus den Zellen müssten Wohnungen entstehen mit Badezimmer, Küche und Schlafzimmer. Dazu müssten die Gefängnisse aber größer und besser ausgebaut werden. An der „Wohnungstür“ müsste auch ne Klingel ran, damit die Schließer mit ihren laut klappernden Schlüsseln nicht die Insassen erschrecken.“

Einige MAZ-Leser befürworten Internet für Insassen:

Bernd Jeworowski : „Warum nicht? Wenn Sie es BEZAHLEN BEZAHLEN können und „gewisse* Sperren eingebaut werden.“

TheAndi Groesser : „ Solange der Strom dafür vom user via treadmill oder spinbike erzeugt werden würde wäre es für mich okay. Anhand der Datenspuren könnte man auch andere Kriminelle finden und aushebeln, oder...“

Dieser Facebook-User äußert Bedenken wegen eines älteren Falls:

Hubert Freitag: „Auch die RAF hatte aus ihren gemeinsamen Zellen weiterhin ihr Gedanken nach draußen bringen können.. dafür hat ihr Anwalt .. ein Herr Ströbele gesorgt... was gegen jegliche Justizverornungen verstoßen hat...“

Von MAZonline

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