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Brandenburg Endlich Ferien in Brandenburg!
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12:15 21.07.2016
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In sechs Wochen ohne Schule kann man viel anstellen. Jetzt heißt es für Brandenburgs Schüler: Beine hochlegen, Ferien genießen. Wir haben den Nachwuchs gefragt, was sonst noch geplant ist.

Langeweile? Nicht bei mir!

Emily (10) aus Zeuthen wird mit ihrem Opa unterwegs sein. Quelle: Danilo Hafer

Langeweile in den Ferien? Das gibt es bei mir nicht“, sagt die 10-jährige Emily aus Zeuthen (Dahme-Spreewald). Schon nächste Woche wird sie gemeinsam mit ihrer Großmutter nach Bochum fahren und sich den Musical-Klassiker „Starlight-Express“ ansehen. „Meine Mutter war als Kind auch schon dort und jetzt fährt meine Oma mit mir dorthin“, erzählt sie. Anschließend geht es dann mit ihrem Opa auf große Fahrt. In sieben Stunden wollen die beiden über Leipzig bis nach Freiburg fahren. „Ich weiss noch nicht, wie ich es so lange im Auto aushalten soll, aber das wird bestimmt lustig“, sagt Emily.

Wenn keine Ferien sind, geht die Zehnjährige an drei Tagen in der Woche zu außerschulischen Aktivitäten. Malen, Englisch und Jugendfeuerwehr stehen auf ihrem Wochenplan. Das kann manchmal stressig werden. Umso mehr freut sie sich, in den Ferien Zeit mit ihrer Familie verbringen zu können.

„Mit meiner Mutter fahre ich nach Fehmarn, wir wohnen dort in einem Wohnmobil“, sagt Emily. Das Wohnmobil sei ihre Idee gewesen. Aus einem guten Grund: „In einem Ferienhaus wohnen doch alle, ein Wohnmobil ist etwas Besonderes.“ Und wenn sie mit ihrer Mutter unterwegs ist, komme nie Langeweile auf. Oft würden sie einfach spontan etwas unternehmen, sagt die Zehnjährige. Und selbst wenn nicht, weiß Emily trotzdem ganz genau, wie sie die Zeit mit ihrer Mutter am liebsten verbringt. „Manchmal möchte ich auch einfach nur mit meiner Mutter kuscheln.“

Störtebeker sehe ich zum dritten Mal

Marius (9) aus Grabow zieht es an die Ostsee. Quelle: Christamaria Ruch

Ferien sind natürlich besser als Schule“, sagt Marius aus Grabow (Ostprignitz-Ruppin). Dabei lächelt er verschmitzt. Und für die nächsten sechs Wochen hat er schon einen Plan, wie er die viele freie Zeit ausfüllt.

Der Neunjährige fährt mit seinen Eltern und seiner jüngeren Schwester nach Berlin und an die Ostsee. „Störtebeker sehe ich zum dritten Mal“, sagt Marius. Außerdem ist geplant, dass die ganze Familie mal im Gartenhaus schläft. Und dann wird er mit seinem Opa eine Woche angeln fahren. „Mit Opa angele ich sehr gern und meinen ersten Fang habe ich mit vier Jahren gemacht“, verrät der aufgeweckte Junge. „Mein größter Fang waren bisher fünf große Hechte.“ Dabei hält er die Arme leicht ausgebreitet und zeigt die Größe seiner kapitalen Fische.

„Wenn mir mal in den Ferien langweilig wird, lege ich mich eine Runde schlafen oder spiele mit Lego.“ Und weil Oma und Opa nebenan wohnen, kann er sie dort jederzeit besuchen. Besonders hoch im Kurs steht bei Marius das Spielen draußen und das Baden im Pool. Fußball spielen mag er nicht so sehr: „Das ist nicht mein Ding.“ Einige Schulfreunde von Marius wohnen auch in Grabow und da wird er zu Geburtstagsfeiern im Sommer eingeladen.

Kinderdisco im Ferienlager

Ferienlager und lernen - das schließt sich für Johanna aus Brandenburg an der Havel nicht aus. Quelle: Marion von Imhoff

Die Ferien sind dazu da, seine Noten zu betrachten, für die Schule zu lernen und frei zu haben.“ Auf diesen überraschenden Nenner bringt die neunjährige Johanna aus Brandenburg an der Havel ihre Pläne für die kommenden Sommerwochen.

Das Einmaleins wolle sie wiederholen, berichtet Johanna, die mit ihren guten und sehr guten Noten auf ihrem Zeugnis der Fontane-Grundschule wohl glücklich sein wird. Wobei der künftigen Viertklässlerin auch ihre Puppen wichtig sind: „Draußen spielen mit den Barbies und an den Strand gehen, wenn es heiß ist.“ Zunächst fährt das Mädchen mit Freunden für drei Tage ins Ferienlager nach Bollmannsruh bei Brandenburg. „Ich freue mich da so auf die Kinder-disco und das Frühstück. Toll ist es, dass wir alle zusammen in einem Raum schlafen.“ Für mindestens eine Woche gehe es dann mit den Eltern und ihrer 15-jährigen Schwester an die Ostsee. Auf Johannas Ferienprogramm stehen zudem noch Theaterproben. Theaterspielen und Reiten auf Springpferden in Bücknitz sind Johannas Hobbys. Angst vor Langeweile? „Die habe ich nicht. Langeweile muss auch sein, sonst sind es keine Ferien.“

Wandern, Musik hören, bis 11 Uhr schlafen

Melina und Sophia (beide 11) aus Potsdam haben viel vor. Quelle: privat

Kinder wandern nicht gern? Quatsch! Melina (auf dem Foto links) und Sophia aus Potsdam, beide elf Jahre alt, pilgern in den Sommerferien gemeinsam eine Woche lang auf dem Jakobsweg von Herberge zu Herberge. Ziel: Merseburg. „Nur in der prallen Sonne mag ich es nicht“, sagt Sophia. Melina hat von ihr zum Geburtstag vorsichtshalber einen Hut bekommen – sehr zu empfehlen bei heller Haut im Sommer.

Wie in Patchwork-Familien üblich, trennen sich dann für ein paar Wochen die Wege der Mädchen, die allen gern erzählen, sie seien Zwillinge, es aber nicht sind. Melina fährt mit ihrer Mutter nach Rom. Die Schülerin hat sich das gewünscht, weil sie in der Schule so begeistert vom Kolosseum war. Was sie auch sehr beeindruckt hat: „Dass die Sklaven in Rom nicht als Menschen, sondern als Sachen bezeichnet wurden.“ Sophia nimmt an einem deutsch-polnischen Jugendtreffen in Polen teil, wo sie Theater spielen wird. Außerdem freut sie sich auf eine Reise mit ihrem Vater nach Paris – dort will sie sich Disneyland ansehen. Eine Woche Reiterhof steht zudem auf dem Programm.

Am Ende der Ferien finden die Mädchen wieder zusammen: Sie treffen sich bei Melinas Oma in der Oberpfalz, wo die Menschen katholisch sind und die Kirchtürme Zwiebelhauben tragen. „Gegenüber vom Haus meiner Oma ist ein Feld, etwas weiter dann ein Bauernhof. Alles ist ganz ruhig“, schwärmt Melina. Was die Mädchen besonders an den Ferien schätzen: „Bis elf Uhr ausschlafen“, sagt Sophia. Hausaufgaben kommen der Tagesgestaltung auch nicht in die Quere. Dazu gehört unbedingt auch: ungestört die Popmusik-Charts rauf und

Urlaub an der Ostsee ist Tradition

Langeweile wird bei Finn (12) aus Potsdam nicht aufkommen. Quelle: Bernd Gartenschläger

Wenn ich ein gutes Zeugnis bekomme, darf ich eine Woche in die Fußballschule gehen“, erzählt Finn (12). Das wird sein letztes Zeugnis in der Grundschule sein. Dann wechselt er auf die Internationale Schule in der Waldstadt.

Auf die Fußballschule freut er sich am meisten. Seine Stollenschuhe tauschte er zuletzt gegen Boxhandschuhe, was ihm nicht so sehr gefiel. „Mein Zeugnis ist aber ganz gut, ich habe nur ein paar Dreien, sonst nur Zweien“, sagt Finn. Gute Chancen für die Fußballschule. In der Mitte der Ferien geht Finn mit seinen Eltern auf große Reise. „Wir fahren eine Woche an die Ostsee, nach Pruchten. Da gibt es auch eine ganz tolle Eisdiele“, erzählt Finn. Woher er das weiß? „Wir fahren jedes Jahr dahin, das ist fast Tradition. Und es wird nie langweilig.“

Doch damit ist der Urlaub nicht vorbei. Von da aus fährt Finn mit Mama und Papa zwei Wochen nach Schweden. Dort angelt er besonders gern mit seinem Papa. Auch zurück in Potsdam hat Finn viel vor. „Ich treff’ mich mit meinen Freunden Zino und Lars oder spiele Schlagzeug, wenn es regnet.“ Langeweile kommt bei Finn nicht auf.

Zweimal pro Woche Fußballtraining

Lennard (7) aus Oranienburg kickt für sein Leben gerne. Quelle: Marco Winkler

Er kommt an keinem Ball vorbei. Immer juckt es in den Füßen. Lennard ist sieben Jahre alt und Fußball-Fan. Was er in den Ferien macht? Ganz klar: „Fußball spielen.“ Die Antwort kommt automatisch. „Am liebsten in Oranienburg auf den Platz.“Auch mit seiner älteren Schwester Lena. Grüner Rasen ist sein Terrain. Seit zweieinhalb Jahren spielt er in der Kindermannschaft des FC Eintracht. „Mit fast fünf habe ich angefangen“, sagt er stolz. Er ist Stürmer, schießt die Tore. Zweimal die Woche wird trainiert, Papa ist Trainer. Als leidenschaftlicher Kicker hat ihn das Aus der Nationalmannschaft in der EM mitgenommen. „Das Finale habe ich trotzdem geguckt“, sagt er.

In den Ferien steht neben dem Kicken viel an. Er fährt zu Verwandten. Erst zu einer Tante in die Nähe von Hamburg, dann zur nächsten Tante nach Magdeburg. „Eine Woche bin ich dann bei Oma und Opa hier in Oranienburg.“ Die Woche darauf ist er bei seinen „zweiten“ Großeltern in der Uckermark. „Und dann kommt das Fußballcamp.“ Natürlich.

Nach den Ferien wechselt er auf eine neue Schule. Als einer der ersten Schüler darf er in den Neubau der Comenius-Grundschule. „Ich komme in die zweite Klasse“, sagt Lennard. Vorher muss er aber Fußballschuhe, Stutzen und Trikot kurz ausziehen: In der Ferienzeit heiraten seine Eltern.

Von Danilo Hafer, Christamaria Ruch, Marco Winkler, Marion von Imhoff, Ulrich Wangemann, Lisa Neumann

Der Entwurf für den Doppelhaushalt 2017/18 und die neue Zielzahl von 8200 Polizisten ist gerade erst beschlossen, da hagelt es Kritik. 8200 Polizisten in Brandenburg sind angesichts der wachsenden Aufgaben viel zu wenig, moniert nicht nur die Gewerkschaft der Polizei. Der Bund Deutscher Kriminalbeamter sieht die Arbeit der Ermittler schon jetzt stark beeinträchtigt.

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