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Entwarnung nach Ebola-Verdacht in Berlin

Dolmetscher mit Seuchen-Symptomen Entwarnung nach Ebola-Verdacht in Berlin

In Berlin-Neukölln ist am Montagabend Ebola-Alarm ausgelöst worden. Ein Anwohner zeigte Symptome, die auf die Krankheit hindeuten könnten. Einsatzkräfte rückten in der für solche Fälle vorgeschriebenen Schutzbekleidung an. Der Verdacht hat sich jedoch nicht bestätigt.

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Die Einsatzkräfte trugen Ganzkörperschutzanzüge.

Quelle: Kristin Palitza (Archiv)

Berlin. Der Verdacht auf eine Ebola-Erkrankung in Berlin-Neukölln hat sich nicht bestätigt. Die Feuerwehr sei am Dienstagmorgen entsprechend von der Senatsgesundheitsverwaltung unterrichtet worden, sagte ein Sprecher.

Ein in Berlin-Neukölln wohnender Mann hatte am Montagabend Symptome der Infektionskrankheit Ebola gezeigt. Es war von Fieber, Nasenbluten und Schwindel die Rede. Die Feuerwehr war daraufhin alarmiert worden. Einsatzkräfte rückten in der für solche Fälle vorgeschriebenen Schutzbekleidung an und brachten einen vermeintlich an Ebola erkrankten Mann in das Tropeninstitutes des Rudolf-Virchow-Klinikum. Es bestätigte die Aufnahme des Patienten, machte aber am frühen Dienstagmorgen noch keine näheren Angaben zu Untersuchungsergebnissen.

Der Mann soll unbestätigten Medienberichten zufolge Kontakt mit Menschen aus Westafrika gehabt haben. In dieser Region grassiert derzeit die hochgefährliche Ebola-Seuche.

Erste Anzeichen wie bei Grippe

Die ersten Anzeichen für Ebola sind mit hohem Fieber und Kreislaufproblemen ähnlich wie bei einer Grippe oder bei Tropenkrankheiten wie Malaria. Ebola ist aber weit weniger ansteckend als Grippe und kann nur durch den Kontakt mit den Körperflüssigkeiten eines Infizierten, die in Wunden oder Schleimhäute gelangen, übertragen werden. Ebola lässt sich nach einer Infektion nur über einen Bluttest nachweisen. Das Verfahren dauert in der Regel mehrere Stunden.

Berlin ist auf mögliche Ebola-Fälle gut vorbereitet. Die Sonderisolierstation am Virchow-Klinikum hat Platz für bis zu 20 Menschen. Sie werden dort von Ärzten in Schutzanzügen versorgt.

Ebola-Verdacht in Pankow nicht bestätigt

Mitte August war eine Frau im Jobcenter Pankow zusammengebrochen. Sie zeigte ebenfalls Symptome der tödlichen Infektionskrankheit. Wie die meisten Verdachtsfälle in Ländern außerhalb der betroffenen Gegend hatte sich auch dieser nicht bestätigt. Symptome wie Fieber und Durchfall gingen auf andere Erkrankungen zurück.

Gefährlicher Krankheitserreger

  • Das Ebola-Virus gehört zu den gefährlichsten Krankheitserregern weltweit. Es löst hämorrhagisches - mit Blutungen einhergehendes - Fieber aus. Je nach Ausbruch sterben daran nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) 25 bis 90 Prozent der Patienten. Trotz intensiver Forschung ist noch kein Heilmittel auf dem Markt, Impfstoffe sind in der Testphase.
  • Laut aktuellen Zahlen der WHO (Stand: 14. November) sind seit dem Ausbruch mehr als 14.400 Ebola-Fälle bekanntgeworden, die meisten in Liberia und Sierra Leone. Fast 5200 Menschen haben das Virus nicht überlebt.
  • Seinen Ursprung hat das Ebola-Virus im Tierreich. Menschen können sich über den Kontakt etwa zu erkrankten Affen oder zu Flughunden infizieren. Von Mensch zu Mensch überträgt sich die Krankheit durch Blut und andere Körperflüssigkeiten.
  • Die Inkubationszeit beträgt nach WHO-Angaben zwei Tage bis drei Wochen. Dann setzen Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen, Schwächegefühl und Halsschmerzen ein. Später gehen Nieren- und Leberfunktion zurück, auch andere Organe werden geschädigt. Es können schwere innere Blutungen auftreten. Erst wenn die Symptome auftreten, sind Infizierte ansteckend.

MAZonline

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