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Brandenburg Erardo Rautenberg geht in den Ruhestand
Brandenburg Erardo Rautenberg geht in den Ruhestand
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00:28 02.04.2018
Erardo Rautenberg, geht in den Ruhestand. Quelle: dpa
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Potsdam

Brandenburgs Generalstaatsanwalt Erardo Rautenberg (65) geht nach 22 Jahren im Amt in den Ruhestand – aus gesundheitlichen Gründen. Er habe seine Entlassungsurkunde erhalten, bestätigte Uwe Krink, Sprecher des Justizministeriums. Rautenberg scheidet zum 31. März aus. Ursprünglich wollte er das Amt Ende des Jahres abgeben.

Seit Sommer vorigen Jahres ist er schwer erkrankt. Im Juni war überraschend ein Tumor entdeckt worden, der sich als „bösartig“ erwies. Wie Rautenberg damals selbst mitteilte, konnte dieser in einer mehrstündigen Operation im Berliner Charité Virchow Klinikum entfernt werden.

Diagnose im Bundestagswahlkampf

Die Diagnose bekam er mitten im Bundestagswahlkampf. SPD-Mitglied (seit 1990) Rautenberg hatte sich entschieden, sich um ein Direktmandat für den Bundestag im Wahlkreis 56, zu dem Brandenburg/Havel und Teile von Potsdam-Mittelmark, Havelland und Teltow-Fläming gehören, zu bewerben.

Zuvor war der Kandidat und Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier zum Bundespräsidenten gewählt worden. Die SPD war in Not und suchte dringend einen Kandidaten. Rautenberg galt damals als ein Hoffnungsträger für die SPD in der Region.

Nur eingeschränkter Wahlkampf

Den Wahlkampf allerdings konnte Rautenberg, der sich einer Chemotherapie unterziehen musste, auf Anraten der Ärzte nur eingeschränkt absolvieren. Bei der Bundestagswahl im September unterlag er der Oberbürgermeisterin von Brandenburg/Havel, Dietlind Tiemann (CDU). Mit 25,1 Prozent der Erststimmen holte Rautenberg für die SPD das zweitbeste im Land.

Rautenberg – gut 1,90 Meter groß, halblange graue Haare, Schnurrbart und bunter Fliege – ist bundesweit der dienstälteste Generalstaatsanwalt. Er ist über alle Parteiengrenzen hinweg anerkannt und geschätzt, vor allem in seinem Kampf gegen Rechtsextremismus.

Viele Stationen

Der in Argentinien geborene Jurist wuchs in Niedersachsen auf. Als Staatsanwalt war er in Lübeck, Schleswig und Karlsruhe tätig, bevor er im Juli 1992 vom Generalbundesanwaltschaft nach Brandenburg abgeordnet wurde. Dort beschäftigte er sich mit der Verfolgung des DDR-Unrechts. 1996 wurde er zum Generalstaatsanwalt des Landes ernannt.

Seit 2013 ist er Honorarprofessor an der Europauniversität Viadrina in Frankfurt (Oder). Seit vergangenen November sucht das Justizministerium einen Nachfolger für den erkrankten Juristen. Das Bewerbungsverfahren laufe, sagte der Ministeriumssprecher. Eine Neubesetzung des Postens werde zum 1. November angestrebt.

Der Generalstaatsanwalt muss die Behörde mit etwa 50 Mitarbeitern leiten. Zudem hat er die Fachaufsicht über die vier Staatsanwaltschaften im Land mit etwa 600 Mitarbeitern.

Von Igor Göldner

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