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Weiterer Windrad-Ausbau wird geprüft

SPD reagiert auf Volksinitiative Weiterer Windrad-Ausbau wird geprüft

In Brandenburg wächst der Widerstand gegen die Windenergie zunehmend. Viele Anwohner sind erbost darüber, dass ihnen Windräder vor die Nase gesetzt werden. Jetzt scheint die Politik einzulenken. Die SPD will den weiteren Ausbau prüfen. Ein endgültiger Sieg für die Windkraft-Gegner ist das aber noch nicht.

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Der weitere Ausbau der Windräder in Brandenburg wird überprüft

Quelle: dpa-Zentralbild

Potsdam. Angesichts des wachsenden Widerstands von Bürgern will die SPD den Ausbau der Windkraft in Brandenburg überprüfen. Dabei gehe es insbesondere um das Ziel, zwei Prozent der Landesfläche als Flächen für Windkraftanlagen festzulegen, teilte der SPD-Landesvorstand am Dienstag in Potsdam mit. „Es gibt eine breite Bewegung gegen Windenergie, die ist wahrscheinlich quantitativ größer als die gegen Braunkohle“, sagte SPD-Fraktionschef Klaus Ness. Damit müsse man sich auseinandersetzen. Allerdings sei die Windkraft für die Energiewende unverzichtbar. Das Ergebnis der Prüfung soll im kommenden Jahr vorliegen.

Tausende Unterschriften gegen Windrad-Ausbau

Eine Volksinitiative fordert größere Abstände der Rotoren zu Wohnsiedlungen und hat dafür 29.000 Unterschriften gesammelt. Daher muss sich nun der Landtag mit dem Anliegen befassen. Ness betonte allerdings, dass der geforderte Abstand von der zehnfachen Höhe der Anlagen bei der SPD keine Zustimmung finden werde. Denn danach müsste ein Mindestabstand um 2500 Meter eingehalten werden. Der Bau neuer Anlagen würde damit erheblich eingeschränkt.

Windräder stehen teilweise näher als 1000 Meter an Siedlungen

Die CDU war im Landtag bereits mit einem Antrag für größere Mindestabstände gescheitert. „Die SPD reagiert immer nach demselben Schema: Wenn der Druck zu groß wird, machen sie, was die CDU schon lange gefordert hat“, kritisierte CDU-Fraktionschef Ingo Senftleben.

Derzeit gilt für die Rotoren ein Mindestabstand von 1000 Metern, ältere Anlagen wurden allerdings auch näher an Siedlungen gebaut. Die Initiative befürchtet insbesondere gesundheitliche Auswirkungen durch den Infraschall wie erhöhter Blutdruck und Schlafstörungen.

Von dpa

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