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Erfolgreichste Familienunternehmer der Mark

Gegenbauer und Schmidt Gruppe unter Top 500 bundesweit Erfolgreichste Familienunternehmer der Mark

Gegenbauer Holding aus Birkenwerder (Oberhavel) und die Schmidt Gruppe Entertainment aus Zossen (Teltow-Fläming) können jubeln. Es sind die einzigen Betriebe, die unter der Top 500 deutscher Familienunternehmen sind. Gleichzeitig sieht der Verband „Die Familienunternehmer“ noch viel größeres Potenzial für ostdeutsche Betriebe.

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Die Schmidt-Gruppe Entertainment hat rund 180 Spielstuben und Spielstationen.

Quelle: dpa-Zentralbild

Brandenburg. Die Unternehmen Gegenbauer Holding aus Birkenwerder (Oberhavel) und Schmidt Gruppe Entertainment aus Zossen (Teltow-Fläming) sind die einzigen, die es aus Brandenburg auf die Liste der Top 500 der deutschen Familienunternehmen geschafft haben. Das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZWE) ) führt insgesamt nur fünf Ostdeutsche Betriebe auf, die aber immerhin zwischen 2006 und 2012 zusammen mehr als 10 Prozent Beschäftigungswachstum hingelegt und Umsatzsteigerungen von 22 Prozent verbucht haben – von 456 Millionen Euro auf insgesamt 560 Millionen Euro. Gegenbauer beschäftigt bundesweit 10 000 Mitarbeiter, die Schmidt-Gruppe 1500.

Trotzdem sieht der Verband „Die Familienunternehmer“ auch 25 Jahre nach der Wiedervereinigung Nachholbedarf für ostdeutsche Bundesländer. „40 Jahre DDR und damit auch Enteignung von Unternehmen haben Spuren hinterlassen“, sagte Verbandspräsident Lutz Goebel. Es fehle häufig an langer marktwirtschaftlicher Tradition, der unternehmerische Geist müsse erst wieder neu geweckt werden. Die Gründerkultur hat noch viel Luft nach oben. Damit meint der Verbandschef aber nicht nur Dresden, Leipzig oder Berlin.

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Kritisch sieht er auch, dass ehemals große ostdeutsche Unternehmen nach der Reprivatisierung ihre einstige Größe noch nicht wieder erreicht haben. Laut Verband haben von den 4445 größten Familienunternehmen nur 300 ihren Sitz in Ostdeutschland. Der Großteil beschäftigt weniger als 20 Mitarbeiter. Die Struktur sei daher sehr kleinteilig, erklärte Goebel. Manche Inhaber hätten den Betrieb nach der Wende übernommen, weil er früher in Familienbesitz war. Die meisten Betriebe seien aber in den 90er-Jahren neu aufgebaut worden. Beim Generationenübergang stünden viele Betriebe daher erst vor dem Übergang auf die zweite Generation. Neben der Suche nach einem passenden Nachfolger sieht der Verband Globalisierung, Digitalisierung sowie den drohenden Facharbeitermangel als größte Herausforderungen für die Betriebe.

Von MAZonline

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