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Ernährungsberatung per Smartphone

Diät 2.0 Ernährungsberatung per Smartphone

Übergewicht und Essstörungen nehmen zu – selbst bei Kindern. Gleichzeitig ist der Markt an Ernährungstrends immer undurchdringlicher. Ein Schweizer Kinderarzt und ein Diabetesexperte haben sich zusammengetan, um das zu ändern. Mit ihrem Startup siedeln sie sich in Potsdam an – und wollen das digitale Diäten-Zeitalter in Brandenburg und bundesweit einleiten.

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Quelle: dpa

Potsdam. Low-Carb-High-Fat-Diät oder paleo-vegan: Der Markt an Ernährungstrends und Diäten wird immer undurchdringlicher, gleichzeitig nehmen Übergewicht und Essstörungen zu – selbst bei kleinen Kindern. Der Schweizer Kinderarzt und Diabetesexperte Yves Nordmann hatte vor einigen Jahren die Idee, die klassische Ernährungsberatung mithilfe von Smartphones effektiver zu gestalten. Heraus kam 2013 das Startup Oviva, das er gemeinsam mit Kai Eberhardt gründete. Nun siedelt sich das junge Unternehmen in Potsdam an, um auf dem deutschen Markt aktiv zu werden.

In Brandenburg stimme das „Gesamtpaket“, sagte Geschäftsführer Kai Eberhardt. „Wir setzen darauf, dass wir uns hier sehr gut entwickeln können.“ Es ist innerhalb kurzer Zeit erneut eine eidgenössische Ansiedlung, die durch die Zukunftsagentur Brandenburg (ZAB) begleitet wurde. Im vergangenen Herbst hatte sich das IT-Unternehmen Enersis in Dreilinden (Potsdam-Mittelmark) niedergelassen. Die Schweiz gehört mittlerweile zu den Top 5 unter den ausländischen Investoren in der Mark. Die ZAB hatte gemeinsam mit dem Wirtschaftsministerium im vergangenen Sommer in der Schweiz um potenzielle Neuansiedlungen geworben. Offenbar mit Erfolg: 47 Schweizer Firmen produzieren und operieren mittlerweile in Brandenburg.

Kai Eberhardt

Kai Eberhardt: In Brandenburg stimmt das Gesamtpaket.

Quelle: Oviva

Oviva will die klassische (medizinische) Ernährungsberatung ins digitale Zeitalter überführen. Die Firma bietet Diätbegleitungen in Arztpraxen an, will aber vor allem per Smartphone neue Kunden erreichen. Über eine App, die ähnlich wie ein Messenger funktioniert, können die Patienten mit ihrem Ernährungscoach in Verbindung bleiben. So können sie Fotos von ihrem Essen verschicken, um sich ein Feedback des Coaches, Verbesserungsvorschläge oder Rezepte einzuholen. Auch für Fragen über richtige Ernährungsweisen sollen die Ansprechpartner täglich zur Verfügung stehen.

Wie viele Arbeitsplätze Oviva in Potsdam schafft, ist noch unklar. „Wir werden das neue Brandenburger Unternehmen in seiner weiteren Entwicklung gerne unterstützen“, sagte ZAB-Geschäftsführer Steffen Kammradt.

Von Torsten Gellner

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