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Erschossener Wolf gibt Rätsel auf

Tier war beim Fund noch warm Erschossener Wolf gibt Rätsel auf

Wieder ist ein Wolf in Brandenburg erschossen worden. Ein Pilzsucher hatte das tote Tier am Sonnabend in einem Wald bei Siegdahl gefunden. Die Tat muss kurz zuvor passiert sein, denn der Körper des Wolfes war noch warm. Es ist nicht das erste Mal, dass hierzulande ein Wolf erschossen wird.

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Ein Wolf frisst in seinem Gehege in Brandenburg.

Quelle: Patrick Pleul/Symbolbild

Potsdam/Siegadel. Ein Pilzsucher hat in Brandenburg einen erschossenen Wolf gefunden. Er entdeckte das tote Tier in einem Waldstück in Siegadel (Dahme-Spreewald) im Süden des Bundeslandes, wie die Polizei mitteilt. Das Projektil steckte im Körper des Wolfes, der nach internationalem und deutschem Recht eigentlich streng geschützt ist.

Zu dem Schuss muss es laut Polizei kurz vor dem Fund am Samstag gekommen sein, denn das Tier war den Angaben zufolge beim Fund noch warm. Es soll jetzt obduziert werden.

Immer wieder erschossene Wölfe in Brandenburg

Immer wieder werden erschossene Wölfe in Brandenburg entdeckt. Einige von ihnen waren sogar geköpft

Vergangenen Sommer hatte ein Radfahrer in Lieberose (Dahme-Spreewald) einen toten und geköpften Wolf entdeckt. Ermittlungen hatten ergeben, dass der Wolf illegal abgeschossen wurde. Der Kopf des Tieres wurde nach seinem Tod abgetrennt. Besonders brisant an diesem Fall: Der Täter hatte den Wolf direkt unter dem Naturschutzschild abgelegt. Eine Naturschützerin bewertete das als Provokation. Hintergrund: Unter Jägern und Naturschützern gibt es teilweise Streit darüber, wie mit dem Wolf umgegangen werden. Einige Jäger und Tierbesitzer fühlen sich vom Wolf bedroht, weil er immer wieder Tiere reißt und so wirtschaftlichen Schaden anrichtet.

Tiere wandern wieder vermehrt in Brandenburg ein

Im Dezember war bei Hirschberg an der Grenze zu Sachsen ein getöteter und geköpfter Wolf entdeckt worden. Die Staatsanwaltschaft Cottbus hatte erst kürzlich Ermittlungen zu einem geköpften Wolf eingestellt, weil der Täter nicht ermittelt werden konnte.

In Brandenburg gibt es nach Angaben des Landesumweltamtes neben mehreren Einzeltieren auch 18 Wolfsrudel. Anfang des 20. Jahrhunderts war der Wolf in Deutschland ausgerottet. Seit einigen Jahren wandern sie aber wieder ein und pflanzen sich auch fort.

Viele Menschen fremdeln jedoch mit dem neuen Mitbewohner. Im Landkreis Potsdam-Mittelmark etwa äußern Jäger die Angst vor einer Wolfsplage, die viele Tiere - etwa Kühe, Hirsche und Rehe - ernsthaft in Gefahr bringen könnte.  Befürworter der Wölfe beschwören dagegen immer wieder "Sachlichkeit".

Von MAZonline

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