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Erst jede zweite Schule hat WLAN in Brandenburg

Digitale Offensive des Bundes soll helfen Erst jede zweite Schule hat WLAN in Brandenburg

Mehr Rechner und WLAN an den Schulen: Der Bund macht ernst mit der digitalen Bildungsoffensive. Fünf Milliarden Euro will Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU) in den kommenden fünf Jahren an Schulen ausreichen. In Brandenburg kommt das Geld wie gerufen.

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Digital offensiv: Johanna Wanka will mehr Computer an den Schulen.

Quelle: dpa-Zentralbild

Potsdam. Mehr Breitbandanbindungen, WLAN und mehr Rechner an den Schulen: Der Bund macht ernst mit der digitalen Bildungsoffensive. Fünf Milliarden Euro will Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU) in den kommenden fünf Jahren an die rund 40 000 Grundschulen, weiterführenden und Berufsschulen Deutschlands ausreichen. Die Rede ist vom „Ende der Kreidezeit“.

Brandenburg freut sich auf eine künftige Finanzspritze. „In peripheren Regionen wie der Uckermark gibt es zum Beispiel große Probleme bei der Anbindung an das schnelle Internet“, erklärte die Sprecherin des Bildungsministeriums, Antje Grabley.

Brandenburg ist in Deutschland Schlusslicht

Tatsächlich befindet sich die Mark nach Meinung vieler Kritiker noch in der Phase des digitalen Analphabetismus. Laut Landesregierung mussten sich 2015 zum Beispiel im Schnitt sieben Schüler an öffentlichen Schulen einen Computer teilen. Nur 345 der rund 740 Schulen hatten ein WLAN-Netz.

Die Studie „Schule digital“ der Telekom-Stiftung kommt zum Ergebnis, dass Brandenburg in Sachen digitaler Bildung zusammen mit fünf anderen Ländern deutschlandweit das Schlusslicht bildet. In Brandenburg gaben die wenigsten Lehrer an, mindestens einmal in der Woche digitale Medien einzusetzen. In keinem anderem Bundesland sonst gab es mehr Lehrer, die sagten, digitale Medien würden nicht täglich benutzt. Es gebe in Brandenburg „verstärkt Handlungsbedarf“, was Ausstattung und pädagogische Konzepte angehe.

„IT-Ausstattung heute alles andere als zeitgemäß“

Christian Amsinck, Hauptgeschäftsführer der Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg (UVB) warnt: „An vielen Schulen in Berlin und Brandenburg ist die IT-Ausstattung heute alles andere als zeitgemäß.“ Amsinck sieht deshalb im Angebot des Bundes „eine riesige Chance“

„Sehr gut“ nennt auch Wolfgang Seelbach vom Landesrat der Eltern Brandenburgs die Wanka-Initiative. „Wir brauchen das ganz dringend, die Ausstattung ist nicht ausreichend.“ Seiner Einschätzung nach sind nur 20 bis 30 Prozent der märkischen Schulen auf das digitale Zeitalter vorbereitet. Allerdings müsse die Infrastruktur um die entsprechende Pädagogik ergänzt werden. Schüler und Lehrer müssten erkennen, was im Internet nur Meinung und was Fakt sei.

Die Vorsitzende des Berlin-Brandenburgischen Philologenverbands, Kathrin Wiencek, meint, mit einer einmaligen Förderung sei es nicht getan. Auch für die Wartung und Erneuerung der Technik müsse gesorgt werden. Langfristig könnten die Kreise und die Kommunen die Ausgaben dafür nicht alleine stemmen.

Von Rüdiger Braun

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