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Erste Runde bei Landratswahl geht an die CDU

Wahl im Havelland Erste Runde bei Landratswahl geht an die CDU

Die Landratswahl im Havelland geht in zwei Wochen in eine neue Runde. Die Stichwahl wird dann zeigen, ob Roger Lewandowski seinen Sieg vom Sonntag wiederholen kann. Der CDU-Mann setzte sich etwas überraschend gegen seinen SPD-Widersacher Martin Gorholt durch. In der Brandenburger Politik wird das Ergebnis der Landratswahl unterschiedlich beurteilt.

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Roger Lewandowski

Quelle: dpa-Zentralbild

Potsdam. CDU-Kandidat Roger Lewandowski hat bei der Landratswahl im Havelland am Sonntag die meisten Stimmen (30,51 Prozent) auf sich vereint. Er wird bei der zweiten Runde am 24. April gegen den Zweitplatzierten Martin Gorholt (SPD) antreten. Gorholt – Staatssekretär im Wissenschaftsministerium – kam auf 27,11 Prozent. Dritter wurde der AfD-Kandidat Kai Gersch mit 18,76 Prozent.

„Ärmel hochkrempeln“

„Dass wir jetzt fast 3,5 Prozent vorne liegen, ist ein tolles Ergebnis“, sagte Lewandowski. „Jetzt müssen wir die Ärmel hochkrempeln und die nächsten 14 Tage noch einmal ackern.“ CDU-Generalsekretär Steeven Bretz erklärte: „Die Zeiten, in denen die SPD aus Potsdam Kandidaten entsendet, sind vorbei – die Machtbasis der SPD bröckelt.“ Ministerpräsident Woid­kes (SPD) „flächendeckender Aufruf“ zur Wahl Gorholts habe nicht gefruchtet. Der Falkenseer Christdemokrat Lewandowski ist langjähriger Vize-Landrat.

SPD-Generalsekretärin Klara Geywitz sagte, sie hätte sich „über einen ersten Platz noch mehr gefreut“, doch sei sie zufrieden, dass die AfD nicht in die Stichwahl gekommen ist. Die Differenz zwischen SPD und CDU betrage „nur ein paar hundert Stimmen“.

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REAKTIONEN ZUR LANDTAGSWAHL

Warum Stichwahl?

Eine Stichwahl wird nötig, weil kein Kandidat die nötige Mindestanzahl an Stimmen erreichte. Zudem holte kein Kandidat die absolute Stimmenmehrheit – auch ein Grund für die Stichwahl. Die Wahl galt in der Landespolitik als Stimmungsmesser für die Popularität der AfD. SPD-Kandidat Martin Gorholt hatte im Vorfeld die Gefahr eines Rechtsrucks im Havelland heraufbeschworen.

AfD-Landeschef Alexander Gauland sprach von einem „sehr guten Ergebnis im Vergleich zur Landtagswahl“ für die AfD – 2014 hatte die Partei gut zwölf Prozent geholt. Eine Wahlempfehlung wollte Gauland noch nicht geben.

An vierter Stelle landete bei der Landratswahl der Linken-Kandidat Harald Petzold mit 10,45 Prozent der Stimmen – er wollte am Abend auch keine Stimmempfehlung für die Entscheidung in zwei Wochen abgeben. Die Bündnisgrüne Petra Budke holte 6,95 Prozent – alle anderen Kandidaten landeten unter drei Prozent.

Wittenberge: Oliver Hermann (parteilos) ist für weitere acht Jahre zum Bürgermeister der Elbestadt gewählt worden. Es gab keinen Gegenkandidaten. 94,8 Prozent der Bürger stimmten mit „Ja“, 5,2 Prozent mit „Nein“.

Premnitz: Ralf Tebling (SPD) ist mit knapp 40 Prozent Sieger des Wahlabends, muss aber in die Stichwahl. Dort trifft er in zwei Wochen auf Felix Burghardt (parteilos), der mit rund 29 Prozent überraschend Zweiter wurde.

 

Von Ulrich Wangemann

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