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Erster direkt gewählter Sorbenrat

Brandenburger Landtag Erster direkt gewählter Sorbenrat

Erstmals haben die Sorben in Brandenburg haben in einer Direktwahl ihren Sorbenrat beim Brandenburger Landtag bestimmt. Mehr als 1.000 Mitglieder der slawischen Minderheit haben sich an der Wahl für das ehrenamtliche Gremium beteiligt. Es hat im Landtag eine beratende Stimme.

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Kinder der „Kita Spreewald“ in sorbischer Tracht.

Quelle: dpa

Potsdam. Die Sorben in Brandenburg haben erstmals in einer Direktwahl ihren Sorbenrat beim Brandenburger Landtag bestimmt. An der Wahl beteiligten sich mehr als 1.000 Mitglieder der slawischen Minderheit, teilte das Potsdamer Kulturministerium am Montag mit.

Kulturstaatssekretär Martin Gorholt (SPD) begrüßte das Ergebnis der Sorbenratswahl. Damit habe die Minderheit ihren Mitbestimmungswillen deutlich zum Ausdruck gebracht. Künftig werden Uta Henselowa, Angela Surmanowa, Wylem Janhoefer, Marcus Koncar und Torsten Mak die Interessen der Sorben gegenüber dem Landtag vertreten. Das ehrenamtliche Gremium hat bei allen Themen, die sorbische/wendische Interessen berühren, eine beratende Stimme.

Voraussetzung für eine Wahlbeteiligung waren ein Mindestalter von 16 Jahren und der Hauptwohnsitz in Brandenburg. Insgesamt gingen mehr als 1.200 gültige Wahlbriefe bis zum 31. Mai beim sorbischen/wendischen Wahlausschuss ein. Staatssekretär Gorholt ist der erste Beauftragte der brandenburgischen Landesregierung für die Angelegenheiten der Sorben/Wenden.

Die Sorben/Wenden sind seit rund 1.500 Jahren in der Lausitz ansässig. Sie haben sich den Angaben zufolge trotz langer Assimilierungsbemühungen früherer staatlicher Herrscher ihre eigene Sprache und ihre von zahlreichen Festen und vielfältigem Brauchtum geprägte Kultur bewahrt. In Sachsen und Brandenburg leben heute noch etwa 60.000 Sorben.

Brandenburg, Sachsen und der Bund unterstützen die Bemühungen der Minderheit, ihre angestammte nationale Identität zu bewahren und weiterzuentwickeln. Das geschieht unter anderem durch die Stiftung für das sorbische Volk, die mit derzeit jährlich 17,8 Millionen Euro gefördert wird. Davon trägt das Land Brandenburg rund 2,9 Millionen Euro. Die Bräuche und Feste der Lausitzer Sorben sind in diesem Jahr in das erste deutsche Unesco-Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen worden.

Von dpa

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