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Es bleibt gefährlich auf Brandenburgs Straßen

Wetter und Verkehr Brandenburg Es bleibt gefährlich auf Brandenburgs Straßen

Schnee und Glätte haben in der Nacht zum Montag zu vielen Verkehrsunfällen geführt. Und es bleibt weiter gefährlich auf Brandenburgs Straßen. Von dem Schnee, der am Sonntag fiel, ist zwar nicht mehr viel übrig. Doch der Wetterdienst kündigt Neuschnee und streckenweise Glatteis an.

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Bei Jüterbog ist wegen des starken Schneefalls ein Autofahrer von der Straße abgekommen.
 

Quelle: Beate Klemens

Potsdam. Schnee und Glätte haben in der Nacht zum Montag auf Brandenburgs Straßen zu vielen Unfällen geführt. Zwischen Sonntag 17.30 Uhr und Montagmorgen 4.00 Uhr ereigneten sich 136 Unfälle, wie die Polizei mitteilte. 66 davon waren nach Angaben eines Sprechers auf das Wetter zurückzuführen. 21 Menschen wurden verletzt, nach bisherigen Erkenntnissen aber niemand schwer.

Insgesamt zählte die Polizei am Wochenende 611 Unfälle. Dabei wurde ein Mensch getötet. 89 Menschen wurden verletzt.

Schon am Sonntagabend war es gefährlich

Wie es der Deutsche Wetterdienst vorhergesagt hatte, waren am frühen Abend in Brandenburg die ersten Schneefälle eingetreten. Das hat sich auch auf vielen Straßen bemerkbar gemacht. In Jüterbog (Teltow-Fläming) fiel soviel Schnee, dass sich ein Auto nicht auf der Straße halten konnte. Verletzt wurde niemand. Laut Polizei ist es am Abend zu zahlreichen Unfällen gekommen – auch Verletzte hat es dabei gegeben.

Wegen der schlechten Witterungsbedingungen hatte die Polizei eine Verkehrswarnmeldung für Brandenburg herausgegeben.

Auf der B101 bei Jüterbog ist es am Sonntagabend zu einem Unfall gekommen

Auf der B101 bei Jüterbog ist es am Sonntagabend zu einem Unfall gekommen.

Quelle: Beate Klemens

Schnee sorgte bundesweit für Turbulenzen

Schnee und Glatteis haben am Wochenende in weiten Teilen Hessens zu Unfällen und starken Verkehrsbehinderungen geführt. Betroffen waren nach Angaben der Polizei vor allem die Höhenlagen der Rhön, der Taunus und der Vogelsberg. Menschen wurden in den meisten Fällen nicht verletzt.

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Keiner will ihn so recht – doch, wenn er da ist, ist die Freude meist groß. Die Rede ist von Schnee. Am Sonntag hat es in Brandenburg teilweise kräftig geschneit und viele MAZ-Leser haben uns auf Facebook Bilder der weißen Pracht geschickt. Wir zeigen eine Auswahl.

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Zwischen vier und neun Zentimeter Neuschnee

Den entstandenen Schaden schätzt die Polizei aber insgesamt auf mehrere hunderttausend Euro. Selbst in den tiefen Lagen fielen am Sonntag innerhalb weniger Stunden zwischen vier und neun Zentimeter Neuschnee, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte.

Das sagt der Deutsche Wetterdienst für Brandenburg voraus

Montagvormittag und Mittag bleibt es stark bewölkt bis bedecket und weitgehend niederschlagsfrei, heißt es beim Deutschen Wetterdienst. Im Laufe des Nachmittages kommt von Südwesten Regen auf, in der Prignitz fällt teils Schnee oder Schneeregen . Steckenweise besteht Glättegefahr ! Die Höchsttemperatur liegt zwischen 2 Grad in der Prignitz und bis zu 7 Grad in der Niederlausitz. Der Wind weht meist schwach zunächst aus unterschiedlichen Richtungen, zum Nachmittag aus Südost.
In der Nacht zum Dienstag bleibt es vielerorts stark bewölkt. Insbesondere in der Nordwesthälfte fällt zeitweise Regen, in der Prignitz auch Schneeregen. Die Tiefstwerte liegen zwischen 4 und 0 Grad. Der Wind weht schwach bis mäßig aus Südost und dreht in der zweiten Nachthälfte auf Südwest. Einzelne Windböen sind wahrscheinlich.

Erste Unfälle am frühen Abend in Brandenburg

Am Frankfurter Flughafen wurden daher bis zum frühen Nachmittag 267 Flüge gestrichen. Hunderte Verbindungen hatten Verspätung. Zwischenzeitlich stand an Deutschlands größtem Drehkreuz nur eine Piste für startende und landende Jets zur Verfügung. Eine Sprecherin des Flughafenbetreibers Fraport bezeichnete die Situation als „dramatisch“. Selbst auf den geräumten und gestreuten Bahnen seien wegen des anhaltenden Schneefalls nicht die vorgeschriebenen Bremswerte erreicht worden.

Angespannte Situation am Hauptbahnhof in Frankfurt/Main

Auch bei der Bahn kam es zu erheblichen Verspätungen. Die meisten Züge konnten wegen zugeschneiter oder vereister Weichen weder die Bahnhöfe verlassen noch in sie einfahren. Vor allem am Frankfurter Hauptbahnhof war die Situation angespannt. Ein Sprecher des Bahn riet Reisenden, mindestens eine Stunden mehr Fahrtzeit einzuplanen.

In Südhessen zählte die Polizei allein am Sonntag rund 30 Unfälle. In Darmstadt kippte ein Räumfahrzeug um. Mehrere Linienbusse kamen von der Straße ab. Verletzt wurde dabei niemand. Bei Lauterbach (Vogelsbergkreis) verlor ein 44 Jahre alter Mann bei starkem Schneefall die Kontrolle über seinen Wagen und stieß mit einem entgegenkommenden Auto zusammen.

Bereits zu Beginn des Wochenendes hatte es auf glatten Straßen etliche Unfälle gegeben. In den Kreisen Marburg-Biedenkopf und Lahn-Dill rutschten Autos in Straßengräben. Das Polizeipräsidium Mittelhessen nahm mindestens zehn Unfälle auf, die die Beamten auf Glatteis zurückführten. Der Sachschaden lag nach Angaben eines Sprechers bei insgesamt 45.000 Euro.

Viele Autos rutschten in Gräben

In Ost- und Westhessen fuhren in der Nacht zum Samstag Autos gegen Verkehrsschilder oder rutschten in Gräben. In Usingen (Hochtaunuskreis) mussten Lastwagen über mehrere Stunden am Straßenrand stehenbleiben. Im Kreis Waldeck-Frankenberg gerieten nach Angaben der Polizei zwei Autos in einen Straßengraben.

Auf einer Landstraße zwischen Ober-Ramstadt und Roßdorf (Kreis Darmstadt-Dieburg) überschlug sich ein Auto. Dabei wurden zwei Menschen verletzt. „Allerdings blieb es bei dem einen Vorfall, da es in der Region kein flächendeckendes Glatteis oder starke Schneefälle gegeben hat“, sagte der Sprecher.

Für die neue Woche gab der DWD zumindest teilweise Entwarnung. Denn ab Montag steigen die Temperaturen auf bis zu neun Grad und es zieht ein Regengebiet über Hessen hinweg. Nur im Bergland könnte laut DWD der Regen bei Temperaturen um null Grad auf dem kalten Boden frieren und wieder für gefährlich glatte Straßen sorgen.

Von MAZonline und dpa

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